Anleitung und Checklisten: Lebensmittel bevorraten leicht gemacht | was und welche Mengen?

Meine einfache und stressfreie Anleitung für die Lebensmittelbevorratung: So kommst du mindestens 4 Wochen lang ohne Einkaufen aus. Lebensmittel bevorraten leicht gemacht, mit Checkliste und vielen Tipps und Tricks.

In den letzten Tagen habt ihr viele Fragen zum Thema Lebensmittel bevorraten an mich herangetragen. Welche Lebensmittel sollen auf  Vorrat im Haus sein, welche Mengen und für welchen Zeitraum? Ich verstehe eure Gedanken, gerade wenn man nicht alle Lebensmittel verzehren darf und auf eine bestimmte Diät angewiesen ist. Jetzt habe ich mich spontan entschlossen, einen kleinen Lebensmittelbevorratungs-Guide für euch zu erstellen. Er soll euch helfen, eure Fragen zu beantworten. Ihr wisst ja, ich bin in vielen Dingen pragmatisch und genauso pragmatisch, aber überlegt gehe ich auch dieses Thema an.

Die Checkliste für eine sinnvolle Lebensmittel-Bevorratung

Mit Haferflocken, Leinsamen und Eiweißpulver kommst du wochenlang aus!

Zugegeben, eine etwas ketzerische Überschrift. Allerdings stimmt die Aussage tatsächlich. Diese 3 Lebensmittel enthalten eigentlich alle essentiellen Nährstoffe, mit denen man wochenlang, ach was sogar monatelang überleben könnte. Nun ja, vielleicht etwas eintönig. Aber man sieht, es braucht eigentlich nicht so viel, um über einen langen Zeitraum ohne Mängel satt zu werden. Nur so arg genussvoll ist es dann nicht *hihi*. Da wollen wir ja nicht so ganz drauf verzichten. Es gibt aber genug Möglichkeiten, versprochen.

Da wären wir auch schon gleich beim Ansatz meines Artikels und einer Bevorratung, wie ich sie mache. Es braucht längst nicht so viel, wie man zunächst meinen mag. Oft habe ich gehört: Wieso haben denn die Leute nichts mehr auf Vorrat daheim? Es gibt sehr viele Gründe dafür, warum wir in der heutigen Zeit kaum mehr Vorräte zu Hause haben. Unter anderem teurer Wohnraum mit wenig oder kaum Stauraum oder gar Keller. Wenn immer alles verfügbar ist, warum soll man denn dann bevorraten? Eine nicht ganz unberechtigte Frage finde ich.

In meinem Haushalt ist ein gewisser Lebensmittelvorrat eh immer vorhanden. Alleine deshalb, da ich in der Saison einkoche, teils auch ganze Gerichte. Dann bin ich eine, die sich schon Sonderangebote anschaut und da auch mal zuschlägt. Wir könnten immer mehrere Wochen ohne einkaufen zu gehen überleben. Aber wie schon geschrieben, das ist in der heutigen Zeit nicht unbedingt eine Standardsituation.

Die große Anleitung Lebensmittel bevorraten leicht und sinnvoll gemacht

Umdenken hilft extrem bei der „schlanken“ Vorratshaltung

Wir sind es gewohnt, dass alle Lebensmittel immer zur Verfügung stehen. Das macht die Planung an eine sinnvolle Bevorratung nicht unbedingt leichter. Das Erste was wir tun ist, uns von dem Gedanken an täglichen Einkauf und der ständigen Verfügbarkeit von allem möglichen zu lösen. Wir müssen einfach etwas umdenken, dann geht’s easy, versprochen! Mein Motto für die Bevorratung ist: pragmatische Praktikabilität, Machbarkeit und immer noch ein wenig Genuss dabei. Wenn ich mir mein Motto so durchlese, stelle ich fest: Das ist 100% KochTrotz Steffi *hihi*. So bin ich halt, genau so!

Mein Prinzip für die Vorratshaltung, die auch mit wenig Stauraum auskommt

Ich denke, meine Herangehensweise ist ziemlich konträr zu der, der sogenannten Preppern, die alles mögliche horten und teils sogar vergraben. Meiner Meinung ist das zum einen nicht nötig und zum anderen haben wir wohl ganz andere Probleme, kämen wir in die Situation für Monate bevorraten zu müssen. Meine Planung für die Vorratshaltung ist so aufgebaut, dass man die Lebensmittel verbraucht und nicht hinterher wegwirft. Das finde ich sehr wichtig. Ich bin kein Fan von Überbevorratung, das habt ihr schon gemerkt denke ich. Folgende Inhalte stelle ich bereit:

Anleitung, Checklisten, Tipps und Tricks: Lebensmittel bevorraten leicht und sinnvoll gemacht

Die 10 KochTrotz Tipps und Tricks für die Bevorratung von Lebensmitteln

Da ich gefühlt schon mein Leben lang immer mal wieder bevorraten musste, habe ich mir über die Jahre auch ein paar Tricks angeeignet. Diese gebe ich gerne ab euch weiter. Früher, als Studentin und Berufsanfängerin bin ich ständig umgezogen und hatte oft nur Mini-Zimmer, wenig „Cäsh auf Täsch“ und sehr begrenzte Möglichkeiten. Das habe ich nicht vergessen und hilft ungemein, muss man umdenken und neue Wege gehen.

  1. Nüsse, Kerne und Samen bevorraten, ist meiner Meinung nach schlau. Sie sind nicht nur gesund. Sie sind vielseitig verwendbar, aus ihnen kann man Nussmuse und auch Milch- und Käse-Alternativen herstellen. Man kann sie in der Küchenmaschine hacken, zerkleinern und damit auch lecker backen. Wer keinen geeigneten Mixer hat, kann einfach Nussmuse für Nussmilch bevorraten.
    Tipp: Nuss- und Schalenfrucht-Allergiker können auf Erdmandeln umsteigen. Diese sind verträglich, sehr lecker und gesund. Gibt auch gemahlen, als Flocken, etc.
  2. Haferflocken und Flocken aller Art sind hilfreich für die Vorratshaltung. Sie sind gesund und auch sehr vielfältig. Müslis, Waffeln, Brote, Brötchen, Riegel, Granola und Pflanzendrinks, etc. es gibt so viele Möglichkeiten mit Flocken zu kochen und zu backen. Oder: Ihr macht es wie ich, flockt selbst* und kauft die Körner. Das ist der beste Geschmack den man haben kann, auf kleinstem Raum.
  3. „Am Stück kaufen“: Wer gerne Käse, Wurst oder Schinken isst (auch pflanzliche Alternativen), spart Platz, Geld und Verpackung, werden diese am Stück und nicht geschnitten gekauft.
  4. Um Platz und Müll zu sparen: Anstatt Konserven nach Möglichkeit getrocknete Ware kaufen. Das geht sehr gut bei Hülsenfrüchten aller Art, aber auch mit Obst. Trockenobst kann einfach etwas in Wasser eingeweicht werden. Getrocknete Lebensmittel nehmen sehr viel weniger Volumen ein. Sie brauchen sehr viel weniger Platz als Konserven in Gläsern oder Blechdosen. Man muss nur die Einweichzeit und die Vorbereitung bedenken. Übrigens, Hülsenfrüchte kann man langsam in die Ernährung einführen. Kennt ihr meinen Guide „TOP10 zur Verträglichkeit, Einführung in die Ernährung und Kochen mit Hülsenfrüchten„?
  5. Bei manchen Lebensmitteln lohnt es sich auch als Single- oder 2-Personen-Haushalt, auf größere Packungen zurückzugreifen. Nudeln, Reis, Quinoa, Hirse, etc. kann man bedenkenlos in der 1 Kilo Packung kaufen. Diese Lebensmittel sind lange haltbar und werden nach und nach verbraucht.
  6. Wer wenig Stauraum und Platz hat, greift am besten auf stapelbare und eckige Vorratsdosen zurück. Es lohnt sich, manche Lebensmittel umzufüllen, um auch Schädlingen und Motten vorzubeugen. Ein gutes und sehr vielfältiges System ist das von Rotho*. Wer Glasware mag, die eckigen Vorratsgläser von Bormioli Fido* sind sehr robust und langlebig. Ich habe meine seit über 10 Jahren und mir ist tatsächlich noch keins kaputt gegangen.
  7. Ist kein Stauraum und nicht genügend Platz vorhanden, um Milch zu bevorraten, kann man temporär auch auf Milchpulver umsteigen. Da gibt es gute Qualitäten, auch Bio, Vollfett, fettreduziert*, laktosefrei* oder vegan*. Selbst Vollei gibt es inzwischen in ordentlicher Qualität als Pulver*. Also, wer darauf nicht verzichten will und keinen Platz hat, wäre das auch eine Möglichkeit.
  8. Wer keinen oder nur wenig Stauraum hat, kann entsprechend wenig Getränke vorrätig halten. Unser Leitungswasser hat Trinkwasserqualität. Es ist also nicht unbedingt notwendig, Getränke vorzuhalten. Wem das ewige Wasser zu langweilig ist, kann sich auch „infused Water“ zubereiten. Die einfachste Art ist, einen Teebeutel in einen Liter kaltes Leitungswasser zu hängen. Nach wenigen Minuten hat das Wasser Geschmack! Tee lässt sich super bevorraten, hält lange, es gibt zig verschiedene Geschmäcker und ist nicht sehr teuer.
  9. Wer für den absoluten Notfall vorsorgen will, kann sich auch Tabletten* oder Liquid* zur Trinkwasseraufbereitung besorgen. Die nehmen nicht viel Platz weg und man ist sogar für den Notfall ausgestattet. Ich würde nur welche ohne Chlor besorgen.
  10. Auf einem Grill (Gas oder Holzkohle) kann man neben Grillen auch Kochen und Backen. Wer besonders gut vorsorgen möchte, hat so eine stromlose Möglichkeit, warmes Essen und Backwaren zu produzieren. Das klappt auch schon mit kleineren und günstigen Grills, bis hin zu mittleren und ganz großen. Den kleinen Campinggrill* haben wir seit Jahren. Der braucht keinen Platz und ist auch für Radtouren und Picknicks praktisch. Den praktischen Grill von Enders hatten wir in Düsseldorf, da kann man auch 2 Töpfe drauf stellen. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen 🙂 .
    Hinweis: Bitte nur im Freien betreiben und nicht in der Wohnung.

Unsere aktuelle Situation mit dem Coronavirus: viel Zeit um Dinge auszuprobieren und selbst zu machen!

In der aktuellen Situation könnte es gut möglich sein, dass ein Großteil der Bevölkerung in heimische Quarantäne geht. Dann haben die meisten von uns sehr viel mehr Zeit als üblich. Überlegt vielleicht mal, ob es sinnvoll ist, Dinge wie Müsliriegel, Granola, etc. selbst herzustellen als fertig zu kaufen. Sind Kinder im Haushalt, wollen die ja auch beschäftigt werden *zwinker*.

Es kann durchaus spannend sein, einiges selbst zu machen, hat man Zeit. Kreativ kann es auch sein, da man durch die veränderte Situation vielleicht auch andere Zutaten-Kombinationen verwendet. Am Ende des Artikel habe ich noch ein paar Rezeptinspirationen eingefügt. Ausserdem findet ihr hier auf meinem Blog die Rubrik Vorratshaltung bei den Rezepten.

Kochen mit Gemüseabfällen - super für Haus-Quarantäne

Hier ist die KochTrotz Checkliste für die Organisation des tatsächlichen Bedarf. Hilfestellung für die Essensplanung für 4 Wochen, ohne Einfrieren.

Mit diesen 10 Punkten planst und bevorratest du sinnvoll und vor allem auch stressfrei .

  1. Lege den Zeitraum fest, für den du Lebensmittel bevorraten möchtest, zum Beispiel 4 Wochen. Lege Zettel und Stift bereit. Mach Dir Notizen und schreibe nebenher schon den Einkaufszettel.
    Info: Ich persönlich mache das digital am iPad. Das klappt super und ich habe meine Notizen für später auch noch parat. Ist aber eine sehr individuelle Angelegenheit.
  2. Berücksichtige, wie viele Personen du in dieser Zeit mit Essen und Getränken versorgen möchtest, inkl. Besuch, etc.
  3. Checke, was Du noch an Vorräten zu Hause hast.
  4. Mache eine Essensplanung für die nächsten 4 Wochen. Wenn Du es Dir ganz einfach machen willst, mach einen Essensplan für eine Woche und wiederhole diesen einfach 4 Wochen lang. Das ist die vermutlich einfachste und schnellste Vorgehensweise. Überlege was es zum Frühstück, Mittag- und Abendessen geben soll. Vergiss nicht Snacks und Süßigkeiten/Goodies für alle einzuplanen.
    Tipp: Beziehe am besten die Familie und vor allem die Kids mit ein, seid ihr ein Mehrpersonenhaushalt. Dann könnt ihr zusammen die Vorräte checken und überlegen was es geben kann. Sie helfen einfach mit zu planen und später können sie auch einen Teil der Vorbereitungen übernehmen. Getränke nich vergessen zu planen!
  5. Plane deine noch vorhandenen Vorräte mit ein, sofern sie passen. So brauchst du weniger Platz für die gesamten Vorräte.
  6. Plane einfachere Gerichte mit wenig Zutaten. Je weniger Zutaten, desto weniger umfangreich und platzsparender ist die Vorratshaltung. Plane am besten auch Gerichte, aus deren Basis man gleich mehrere Kochen kann. Zum Beispiel Hühnerbrühe mit einem Bio-Huhn. Da entsteht eine tolle nahrhafte Brühe, die man vielfältig verwenden kann. Vom Fleisch kann man so viele Gerichte zaubern wie schnelles Hühnerfrikassee, Eintöpfe, aber auch Sandwiches oder einen Hühnchensalat.
  7. Bei der Essensplanung bevorzuge Gerichte, die ohne Frischfleisch oder Frischfisch auskommen. Beides muss schnell verbraucht werden und nimmt auch im Kühlschrank viel Platz ein. Sicherlich kann man Fleisch und Fisch auch einfrieren, hat man die Möglichkeiten. Vakuumiertes Fleisch hält sich bis zu 4 Wochen. Fisch aber nicht. Siehe hierzu auch unten meine Tipps zur Haltbarkeit von Lebensmitteln. Je nachdem wieviel Platz du im Kühlschrank hast, richte deine Planung auf Lebensmittel aus, die nicht gekühlt werden müssen.
  8. Kalkuliere und plane die Mengen großzügig (+20%). Im Falle einer Heim-Quarantäne verbraucht man in der Regel mehr Lebensmittel als sonst im Alltag, vor allem auch mehr Goodies, Nervennahrung halt 😉 .
  9. Checke den Platz in deinem Kühlschrank. Esst Ihr gerne Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, dann ist es wichtig zu wissen, wieviel Platz dafür vorhanden ist oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden oder auf Alternativen bedacht müssen.
    Möchtest Du eine Planung ohne Kühlung machen? Dann suche nur Gerichte für deine Wochenplanung aus, die mit ungekühlten Produkten auskommen. 
  10. Reicht der Platz im Kühlschrank keinesfalls aus? Dann kannst du dir auch einen stromlosen Zusatzkühlschrank basteln. Du brauchst dafür eine oder mehrere große Kühlboxen* (circa 40 l) und sehr gut Kühlakkus (für 24 h). Diese Kühlakkus von Campingaz verwende ich selbst seit Jahren. Sie halten sehr lange kalt, man braucht vergleichsweise wenig Kühlakkus, das sie gut abstrahlen und sie halten sich auch selbst viele Jahre. Die Produkte dieser Marke finde ich persönlich sehr gut und langlebig. Die Menge der Kühlboxen und der Akkus wählst du nach der Menge, die du gekühlt bevorraten möchtest. Du brauchst immer ein Wechselset von Kühlakkus. Ein Set gefriert im Eisfach des Kühlschranks während das andere gerade Deine Lebensmittel kühlt. Eigentlich hat heute jeder Kühlschrank ein Eisfach. Ansonsten besteht immer noch die Möglichkeit, auf eine Kühlbox umzusteigen, die an den Strom angeschlossen werden kann oder eben komplett auf Lebensmittel umzustellen, die nicht gekühlt werden müssen.
    Tipp: Je nach Jahreszeit kannst du Lebensmittel auch sehr gut draußen lagern. Achte auf einen geschützten, kühlen Platz.

Na was denkt ihr? Ist die Planung und Vorratshaltung so recht einfach, stressfrei und in angemessenen Mengen machbar? Wie gesagt, ist es euch zu viel für 4 Wochen das Essen zu planen: plant für eine Woche, wiederholt sie entsprechend oft und baut in den weiteren Wochen einfach Varianten ein. Ihr könnt die Gemüsesorten wechseln, Nudeln anstatt Reis, mal ne Tomatensauce, mal eine Sauce mit Pesto, etc.

Meine Checkliste für die Bevorratung von Lebensmitteln, könnt ihr auch für weitere Produkte des täglichen Bedarfs verwenden, auch für Tierfutter. Im Prinzip sind es die gleichen Regeln:

  1. Plan aufstellen und Bedarf ermitteln.
  2. Mit aktuellen Vorräten abgleichen (Waschmittel, Shampoo, Duschbad, Seife, Toilettenpapier, Tierfutter, etc.).
  3. Tatsächliche Bedarfsmenge einkaufen.

Für Medikamente, die ihr zwingend benötigt, sprecht mit euren Ärzten. Im Falle einer Heim-Quarantäne werden in Absprache Rezepte auch direkt zur betreuenden Apotheke gesendet und die Medikamente können dann dort abgeholt werden.

Die Checkliste für eine sinnvolle Lebensmittelbevorratung

Haltbarkeit von Lebensmitteln

Viele frische Lebensmittel sind länger haltbar als man zunächst denkt. Ich schreibe hier einige Beispiele auf.

  • Wurzelgemüse, Kohlsorten, Kartoffeln, Kürbisgewächse, Zitrusfrüchte und Äpfel halten sich an einem kühleren dunklen Ort wochenlang frisch.
  • Sind Karotten, Rote Bete, Radieschen oder andere Gemüse etwas lasch? Lege sie in eine Schale und fülle diese mit sehr kaltem Wasser. Sie werden wieder knackig, das dauert circa 30 – 60 Minuten.
  • Gemüse und Frühlingszwiebeln mit Strunk, auch Salat kann man recht einfach nachwachsen lassen. Einfach in feuchte Anzuchterde setzen, regelmäßig gießen und nach circa 2 Wochen kann man schon ernten. Cool oder?
  • Achtung: Äpfel immer gesondert lagern. Sie verströmen ein Gas namens Ethylen. Ethylen verursacht die schnellere Reifung anderer Obst- und Gemüsesorten.
  • Obst und Gemüse, das nicht so lange gelagert werden kann, kann man auch in einem unreiferen Stadium kaufen und zu Hause langsam nachreifen lassen (Bananen, Avocados, etc.).
  • Aus Bio-Getreide und Pseudogetreide, etc. lassen sich auf einfache Art und Weise gesunde und vitaminreiche Sprossen ziehen. Kennt ihr meine Anleitung „Sprossen ziehen ohne Sprossenglas„?
  • Kühlware wie Wurst, Fleisch und Käse ist meist 4 Wochen und länger haltbar, sobald sie vakuumiert verkauft wird.
  • Milchprodukte und pflanzliche Alternativen halten sich gekühlt häufig 4 Wochen und länger, vor allem Butter, Joghurt, Quark, Frischkäse, etc.
  • Eier sind gekühlt im Karton wochenlang haltbar. Gekocht sind Eier auch ungekühlt mehrere Wochen haltbar.
  • Milchprodukte sind als sogenannte H-Produkte erhältlich. Sie sind Monate ungekühlt haltbar (Sahne, Milch, Käseaufstriche, etc.)
  • Anstatt auf Frischfisch, kann man auch auf Konserven ausweichen. Hering, Thunfisch, Makrelen und viele weitere Fischsorten sind in hoher Qualität als Konservenware erhältlich. Fleisch und Wurst gibt es gekocht auch als Konserve, ist das ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Ernährung. Ich sage nur: der Klassiker Corned Beaf oder eingemachte Leberwurst.
  • Brot und Kuchen kann man selbst auf Vorrat backen und im Glas haltbar machen. Lest hierzu meine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.
  • Wer eine Null-Grad-Zone oder Biofresh-Fächer im Kühlschrank hat, kann auch sensible Gemüsesorten wie Salat für circa 2 Wochen bevorraten. Anderes Gemüse wie Paprika, Brokkoli, Blumenkohl, etc. hält bis zu 4 Wochen frisch.
  • Kräuter kann man auch prima getrocknet verwenden anstatt frisch. Ansonsten wachsen sie ja auch indoor ganz gut im Topf.

Das war jetzt nur ein kurzer Auszug zur Haltbarkeit von Lebensmitteln. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat zu diesem Thema ein sehr informatives, übersichtliches und echt tolles Dokument erstellt.

Ein Extratipp noch: Aus Gemüseabfällen (Schalen, Reste, etc.) kannst du eine sehr leckere Gemüsebrühe kochen! Sammle einfach die Gemüseabfälle über 1 – 3 Tage und verkoche sie dann zu einer Brühe. So lecker und es entsteht kaum Müll.

Unsere Darmgesundheit muss nicht leiden

Ihr habt gesehen, man kann sich über Wochen recht gesund ernähren. Unsere Darmgesundheit können wir auch noch unterstützen. Selbst fermentierten Kombucha, Milchkefir, Wasserkefir und Milchsauer vergorenes sind wahre Glücksbringer für unseren Darm! Milchkefir ist auch bei Laktose- und Histaminintoleranz verträglich. In meinem Backbuch „Genial glutenfrei Backen“ schreibe ich darüber und ich zeige euch unter anderem, wie ihr Kombucha und Kefir als Triebmittel auch zum Backen einsetzen könnt. Das klappt nämlich super und gibt tolle Brote. Ich selbst bin ein Fan von Kombucha und Milchkefir. Beides habe ich immer hier und wird fleissig getrunken, verkocht und verbacken. Derzeit habe ich zwei Kombucha. Einen Apfel- und einen Hibiskus-Kombucha. Beide werden ohne Schwarz- oder Grüntee angesetzt. Das mag ich nämlich nicht.

Schaut mal, hat dieses Brot nicht eine tolle Porung? Es ist nur mit Milchkefir getrieben. Das Grundrezept für das Milchkefir-Brot hier auf dem Blog ist mit Dinkel (glutenhaltig). In meinem Backbuch sind alle Rezepte glutenfrei.

Grundrezept für ein Brot mit Milchkefir als alleiniges Triebmittel

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Ihr könnt diesen Artikel ausdrucken. Die Vorlage ist so eingestellt, dass nur der Text und die Fotos gedruckt werden. Alles andere wird nicht gedruckt (Navigation, rechte Spalte, etc.).

Zu guter Letzt noch ein paar Rezept-Inspirationen:

Granola-Eier, einfach und schnell gemacht. Tolles Ostergeschenk aus der Küche

* Amazon Affiliate Links 
Durch eure Käufe bei Amazon erhalte ich eine kleine Provision und finanziere damit einen Teil der Server- und Technikkosten für meinen Blog. Diese betragen inzwischen um die 200 € im Monat. 

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18 Kommentare

  1. Christine 18. März 2020 um 14:57 Uhr - Antworten

    Liebe steffi,
    Schon lange bin ich ein großer Fan von dir und liebe deinen blog. Vor allem für mich, die gleich von mehreren Unverträglichkeiten betroffen ist, genial. Nun würde ich dich gern vor eine besondere Herausforderung stellen: ich hätte mal wieder so Lust auf eine bisquitrolle mit erdbeersahne😀und jetzt kommt es: sie sollte vegan und histaminarme sein., möchtest du tüfteln?😉
    Wäre dir super dankbar😘

    Herzliche grüsse,
    Christine wentzel

    • Kochtrotz 22. März 2020 um 7:45 Uhr - Antworten

      Hallo Christine,
      das freut mich sehr! Dein Wunsch kann leider aus einem Grund nicht erfüllt werden: Erdbeeren sind NICHT histaminarm. Du kannst natürlich jedes andere verträgliche Obst verwenden. Ein gelingsicheres Biskuitrezept habe ich. Damit wurden schon häufig Biskuitrollen gemacht.
      Viele Grüße
      Steffi

  2. Jenny 16. März 2020 um 22:39 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, wie ist das eigentlich mit Eiweiß-Pulver und Histaminunverträglichkeit? Ich hab mir Reis-Erbsen-Eiweiß gekauft und dann auf der Verpackung etwas von Histidin gelesen… jetzt Trau ich mich gar nicht es auszuprobieren, weil mein Stillbaby dann immer gleich mitreagiert 😓

    • Kochtrotz 22. März 2020 um 7:39 Uhr - Antworten

      Hallo Jenny,
      das ist sehr individuell und kommt stark auf die Zutaten und die Qualität des Pulvers an. Pauschal kann man da vermutlich gar keine Aussage treffen.
      Viele Grüße
      Steffi

  3. Katharina 14. März 2020 um 17:02 Uhr - Antworten

    Die Infos sind interessant und ein bißchen Bevorratung immer sinnvoll. Es gibt zur Not allerdings auch in Deutschland Supermärkte mit Lieferservice oder sonst eventuell hilfreiche Nachbarn, wir sind ja nicht im Krieg. 😉 Nicht daß ich Steffi und ihren Lesern das unterstelle, aber wenn ich von Freunden höre, daß vor ihnen an der Kasse Leute standen die 15 Kilo Nudeln kaufen, finde ich das erschreckend…

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:14 Uhr - Antworten

      Liebe Katharina,
      hier im Artikel geht’s mir eher drum, was man wie macht und nicht wie man sich beliefern lässt. Zum einen ist dem nicht so, dass es in Deutschland flächendeckend Lieferservices gibt und zum anderen liefern die unter bestimmten Umständen nicht. Meine Eltern wohnen bspw. in einem Gebiet, da fährt auch kein Bus. Sie sind auf das Auto angewiesen und fahren bis zum nächsten Laden immer 5 km. Da liefert auch nix und ja, sie wohnen in Deutschland. Bitte nicht falsch verstehen. Warum Läden zulassen, dass jemand 15 kg Nudeln kaufen kann, ist mir unverständlich. In Berlin wurde an vielen Stellen einfach rationiert. Es gibt pro Person ein bestimmte Menge und gut ist.
      Viele Grüße
      Steffi

      • Katharina 15. März 2020 um 12:03 Uhr - Antworten

        Liebe Steffi,

        Das „auch in Deutschland“ war vielleicht mißverständlich – ich wollte damit nur darauf hinweisen, daß es das in Deutschland zwar weniger gibt als z. B. in Frankreich, aber doch zumindest teilweise. Natürlich gibt es Gegenden ohne Lieferservice, da gibt es aber im Quarantänefall hoffentlich hilfreiche Nachbarn. Leider wurde nicht überall rationiert… Und dann stehen manche vor leeren Regalen und können den Mindestbedarf nicht mehr decken, weil nach 30 Minuten schon alles weg ist.

        Wie gesagt, der Artikel an sich ist interessant!

        Oder auch: Moderat bevorraten ja, aber bitte keine Hamsterkäufe. Das wollte ich einfach sicherheitshalber sagen, falls Leute zufällig auf deinen Artikel stoßen. 😉

        • Kochtrotz 15. März 2020 um 13:28 Uhr - Antworten

          Alle gut liebe Katharina. Ja, diese Hamsterkäufe zwingen uns noch in die Knie. Moderat bevorraten ist genau richtig! Ich wohne hier glücklicherweise auch in einer super hilfsbereiten Nachbarschaft. Wir helfen uns gegenseitig.
          Liebe Grüße
          Steffi

  4. Birgit 14. März 2020 um 8:32 Uhr - Antworten

    Moin Moin Steffi, dieser Beitrag ist mal wieder super….:-)))
    Ich hab zwar immer Vorräte da, fand aber interessant, dass sich deine Tipps mit meinen decken. Besonders musste ich schmunzeln, weil ich just gestern einen Gaskocher bestellt habe – nachdem ich überlegt hatte, dass ein
    -grill evt zum Kochen nicht so geeignet wäre.
    Hab mir den enders nun nochmal angesehen und evt. tausche ich noch. Soweit ich erkennen konnte, kann man auch eine größere Propangasflasche anschließen.Das war mir wichtig. Danke für den Tipp!!
    Einen hab ich noch: ich habe auch eine Solarlampe – mit Sozialaspekt (und Styling
    vom Künstler Olafur Eliasson) bestellt…bin sehr gespannt auf mein Autark-Equipment!
    Du bist wirklich die Beste!
    Eine gesunde Zeit allen!!!!

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:10 Uhr - Antworten

      Wow liebe Birgit! Da hast Du dich gut ausgestattet!
      Alles gute und eine gesunde Zeit.
      Viele Grüße
      Steffi

  5. Heika 14. März 2020 um 7:58 Uhr - Antworten

    Hi,
    danke für die prima Tipps 🙂
    Für frische Vitamine & co haben wir immer noch Sprossen und Keimsaaten ständig im Gebrauch. Sowieso gut und einfach und lecker, aber im Falle von Quarantäne sicher auch arg praktisch. Die Samen kosten nicht viel, halten ewig und man kann sich leicht selbst frisches Grünzeug ziehen.
    Du hattest ja mal n Beitrag zu Sprossengläsern, wenn ich mich recht erinnere…
    Herzlichst, Heika

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:08 Uhr - Antworten

      Liebe Heika,
      hach danke für den Tipp mit den Sprossen. Hatte ich total vergessen. Jetzt habe ich den Artikel ergänzt und die Links sind drin. Super und nochmals Danke!
      Viele Grüße
      Steffi

  6. Conny 14. März 2020 um 6:43 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi
    Vielen Dank für diese tolle Auflistung und die Arbeit, die Du Dir damit gemacht hast.
    Woher beziehst Du denn den glutenfreien Hafer,? Ich habe selbst auch eine Flockenquetsche, finde aber nur die fertigen Flocken in glutenfrei.
    Liebe Grüße

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:07 Uhr - Antworten

      Hallo Conny,
      den kaufe ich im Biomarkt.
      Viele Grüße
      Steffi

  7. Seemaedel 14. März 2020 um 2:28 Uhr - Antworten

    Eine tolle Übersicht 🙂

    Der Link zur Hühnerbrühe aus dem Bio-Huhn scheint allerdings kaputt zu sein. Ich lande da auf einer Seite „Option Vmac“.

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:07 Uhr - Antworten

      Hallo und Danke für den Hinweis. Der Link ist repariert.

  8. Ulla diecj 13. März 2020 um 22:35 Uhr - Antworten

    Wahnsinn Steffi was du dir da für eine Arbeit gemacht hast.. Ich schaue auch gerade, so meine Vorräte durch und da kommt die iste genau richtig.. Wir haben ja auch nicht soviel Platz und ich hab zwar Nudeln Reis quinoa u#w. Und paar Konserven für meine beiden aber an meiner bevorratung muss ich noch ein wenig arbeiten😂unser „Kind“ hat jetzt auch hwangsferien und >st darüber echt sauer weil eig. Montag die erste abiprüfungen hätte stattfinden sollen😞naja. Sie wird sich auch wieder beruhigen.. Erstmal toitoi Toi das der Kelch an allen vorüber geht und lieben Dank nochmal. Du bist echt die beste❤️❤️💋lg💋🍀🍀🍀ulla🐢

    • Kochtrotz 15. März 2020 um 10:07 Uhr - Antworten

      Liebe Ulla,
      uiiiiiiii Zwangsferien mitten im Abi. Das ist echt auch was. Sie wird sich beruhigen und ihr Abi trotzdem machen!
      Viele liebe Grüße
      Steffi

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KochTrotz ist ein Foodblog und ein Reiseblog der sich an Allergiker, Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen und alle richtet, die Spaß an Ernährung und am Selbermachen haben. Weiterhin gibt es einen großen Bereich mit Reise- und Restaurantbesuchen. Reisen und Genuss trotz Einschränkungen ist mein Credo.

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