Okroschka | kalte Suppe | wahlweise vegetarisch + laktosefrei

Russische kalte Suppe nicht nur für heiße Tage: Okroschka

Eigentlich wollte ich heute das Blitzrezept für den hefefreien Zwetschgenkuchen vom Blech veröffentlichen. Da wir aber gerade wieder hochsommerliche Temperaturen haben, zeige ich euch doch erst mein Rezept für eine sehr leckere und erfrischende kalte Super, die Okroschka. Ausgesprochen wird die kalte Suppe übrigens Akroschka. Die Okroschka kann als Vor- oder Hauptspeise gegessen werden und ist auch sehr passend für ein Sommer-Picknick oder auch einen Brunch. Man kann sie ganz unproblematisch in großen Mengen herstellen.

Rezept Okroschka kalte Suppe wahlweise vegetarisch

Es gibt viele verschiedene Okroschka-Rezepte

Soweit ich weiß, gibt es nicht „das eine“ Okroschka Rezept. Es gibt zig verschiedene Varianten und viele Familien pflegen über Generationen ihre eigenen Rezepte. Eins steht jedenfalls fest: alle Varianten, die ich bislang probiert habe, waren alle sehr lecker. Über die Zeit habe ich dann mein eigenes Okroschka-Rezept kreiert. Das schmeckt uns am besten.

Meine Okroschka mache ich mit Milchkefir

Seit einigen Jahren hege und pflege ich meinen kaukasischen Milchkefir. Damit mach ich meine Okroschka und wir finden, die kalte Suppe schmeckt dann ganz besonders erfrischend. Aber hey, nicht alle haben mal eben einen Milchkefir zu Hause. Die Okroschka schmeckt auch mit gekauftem Kefir. Allerdings bevorzuge ich als Kaufprodukt  dann eher Buttermilch.

Wusstet Ihr, dass hausgemachter Milchkefir bereits nach 24 Stunden laktosefrei ist und dann auch noch histaminarm?

Wie schmeckt Okroschka?

Suppe mit Buttermilch oder Kefir klingt vielleicht zunächst merkwürdig. Ja, das kann ich verstehen. Aber die ganze Komposition der Zutaten macht es aus finde ich. Ausserdem ist sehr wichtig, dass man die kalte Suppe für einige Stunden im Kühlschrank ziehen lässt. Noch besser schmeckt sie, wenn sie über Nacht im Kühlschrank ruhen kann. Dann geben alle Zutaten ihren Geschmack an die Flüssigkeit hab und sie wird herrlich aromatisch und ist dennoch sehr erfrischend.

Kurz gesagt: die Okroschka schmeckt spritzig, erfrischend, leicht, die Gemüse und Kräuter schmeckt man auch durch. Die Kartoffeln runden die kalte Suppe ab und wer mag intensiviert noch mit Wurst.

TIPP: Besonders erfrischend wird sie, gießt man das Mineralwasser erst kurz vor dem Servieren auf. So mache ist das immer.

Die vegetarische Variante ist so lecker

Seit langer Zeit bereite ich die Okroschka in einer vegetarischen Variante zu. Je nachdem, was ich zu Hause habe, nehme ich vegetarische Wiener Würstchen (die mögen wir echt gerne) oder ich lasse die Wursteinlage ganz weg. Beide Versionen schmecken uns sehr gut. In den klassischen Rezepten wird Fleischwurst verwendet.

Rezepttipp: Wenn Du auf erfrischende Sommersupen stehst, dann ist die Zucchini Gazpacho bestimmt auch was für Dich.

Okroschka russische kalte Suppe wahlweise vegetarisch laktosefrei Rezept

Okroschka | kalte Suppe | auch vegetarisch

Rezept Okroschka kalte Suppe wahlweise vegetarisch
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Die kalte Suppe aus Russland ist herrlich erfrischend, leicht und sehr lecker. Hier zeige ich mein Rezept der Okroschka, die Akroschka ausgesprochen wird. Das Rezept lässt viele Varianten zu: wahlweise vegetarisch + laktosefrei. Die Zutaten müssen nicht so genau abgemessen werden. Sie schmeckt einfach immer! Die Okroschka kann man auch toll als Vorspeise servieren. Dann reicht das Rezept für 8 Portionen. Diese Suppe lässt sich sehr gut am Vortag zubereiten.
MENGE
4 Hauptspeisen
VORBEREITUNG
30 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
keine
RUHEZEIT
2 Stunden
SCHWIERIGKEIT
babyleicht

ZUTATEN

  • 4Stückfestkochende Kartoffeln
  • 3StückEier, Größe egal (oder weggelassen)
  • 200gWiener Würstchen (vegetarisch) (oder Fleischwurst)
  • 0.5BundRadieschen
  • 0.5StückSalatgurke (oder 1 Zucchini)
  • 2StanfrnFrühlingszwiebel
  • 2StückEssiggurken (oder weggelassen)
  • 0.5BundPetersilie
  • 0.5BundDill
  • 1TLSenf (oder 0.5 TL Senfmehl)
  • 1TLZitronensaft (oder andere Säure)
  • 300gSaure Sahne (laktosefrei) (oder Schmand)
  • 500gButtermilch (laktosefrei) (ich nehme Milchkefir)
  • 2Pr. Salz
  • 2 Pr. Pfeffer (optional)
  • 1Pr. Chili (optional)
  • 250 mlkaltes Mineralwasser mit viel Kohlensäure
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Säure: 
Anstatt Zitronensaft kann jede verträgliche Säure verwendet werden. Die kleine Menge gibt der Okroschka einen tollen Geschmackskick.

Eier:
Werden keine Hühnereier vertragen, können auch Wachteleier, Enten- oder Gänseeier verwendet werden. Alle drei sind auch histaminarm.

Essiggurken: 
Handelsübliche Essiggurken sind meist histamreich und nicht fructosearm. Ich habe zwei verträgliche Varianten anzubieten:
- Sandwich-Gurken einfach selber machen
- Schnelle Essiggurken in 6 Stunden | histaminarm und fructosearm

Senf: 
Zur Not kann man auf Senf verzichten. Man kann verträglichen Senf selber machen oder auch Senfmehl verwenden. Das ist auch histaminarm.

ZUBEREITUNG

  1. 1. Kartoffeln in der Schale kochen, Eier hart kochen. Anschließend Kartoffeln schälen und Eier pellen. Kartoffeln und Eier abkühlen lassen. Sobald sie abgekühlt sind, Kartoffeln und Eier würfeln.
  2. 2. Wurst in Würfelchen schneiden. Ich nehme immer vegetarische Wiener Würstchen und schneide sie in feine Scheiben.
  3. 3. Radieschen in feine Scheiben hobeln. Sind sie sehr groß, am besten halbieren und dann hobeln. Die Salatgurke vierteln, ggf. Kerngehäuse entfernen und auch in feine Scheiben schneiden. Essiggurken würfeln.
  4. 4. Petersilie und Dill putzen und hacken. Frühlingszwiebel putzen, der Länge nach halbieren und in feine Scheiben schneiden.
  5. 5. Jetzt die vorbereiteten Kartoffeln, Eier, Wurst, Radieschen, Gurke, Essiggurke, Frühlingszwiebel, Petersilie, Dill, Senf, Zitronensaft, Schmand, Saure Sahne und Buttermilch mischen. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Die Okroschka abdecken und für mindestens 2 Stunden (je länger je besser) gut durchziehen lassen.
  6. 6. Die Okroschka erneut abschmecken, mit Mineralwasser aufgießen, durchmischen und servieren.
    TIPP: Die kalte Suppe kann man auch wunderbar am Vortag vorbereiten. Dann wird sie abgedeckt in den Kühlschrank gestellt und kurz vor dem Servieren mit Mineralwasser aufgegossen.

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4 Kommentare

  1. Jacqueline 21. August 2020 um 21:39 Uhr - Antworten

    Das Rezept ist echt klasse! Aber wo kommen plötzlich die Frühlingszwiebeln her?

    • Kochtrotz 27. August 2020 um 16:35 Uhr - Antworten

      Liebe Jaqueline,
      ich hatte sie vergessen zu listen und es nachträglich gemacht. Danke für Deine Aufmerksamkeit. Das hilft mir so oft weiter.
      Lieben Gruß
      Steffi

  2. Anne 20. August 2020 um 22:01 Uhr - Antworten

    Hey liebe Steffi, interessantes Rezept! Wenn ich die Eier weglasse und nach deinem Rezept im Buch vegane Buttermilch herstelle, könnte ich das Rezept auch veganisieren, was meinst du, schmeckt das? LG Anne

    • Kochtrotz 27. August 2020 um 16:30 Uhr - Antworten

      Ja liebe Anne, das schmeckt super! Habe ich auch schon gemacht.
      Lieben Gruß
      Steffi

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