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hausgemachter Senf – Grundrezept – einfache Anleitung zum selbermachen – bessere Verträglichkeit, histaminarm, fructosearm, viele Varianten – auch für Kenwood Cooking Chef

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Senf selbst herzustellen ist eine einfache und schnelle Sache. Hinterher braucht ihr ein wenig Geduld, da der Senf seine Reifezeit braucht.

Der Senf, den wir fertig kaufen können enthält oft unverträgliche Zutaten und ist sehr lange gereift, wie lange weiß man eigentlich nie.

Bei einer Histaminintoleranz werden Senfkörner oft gut vertragen. Sicherlich ist Senf nicht das Lebensmittel der Wahl nach einer frischen Diagnose. Da steht das Austesten von einfacheren Lebensmitteln im Vordergrund. Doch wer schon etwas länger damit zugange ist und erfahrener ist, kann sich diesen Senf machen.

Bei einer Fructose-Intoleranz werden die Süßungsmittel angepasst und schon ist er verträglich.

Weiter unten gebe ich als Zutaten-Alternative Muttersaft an. Hier könnt ihr nachlesen was Muttersäfte sind: http://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/200308e4.html 

Ich zeige euch jetzt einfach direkt wie man ihn macht. Aus diesem einfachen Grundrezept könnt ihr noch ganz viele weitere Ideen entwickeln.

* Liegt eine Allergie auf Senfkörner vor oder auch eine Kreuzallergie, so hilft auch dieses Rezept leider nicht.

hausgemachter Senf - einfache Anleitung zum selbermachen

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MENGE
1 Portion(en)
VORBEREITUNG
20 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
10 Minuten
RUHEZEIT
0.5 Stunden
SCHWIERIGKEIT
einfach

ZUTATEN

  • 230 g Senfkörner (gute Qualität)
  • 60 g Zucker (wer es süßer mag etwas mehr)
  • 15gSalz
  • 200mlWasser
  • 150mlEssig (siehe unten)
  • 3Stücksaubere Gläser à 250 ml
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Ich empfehle immer Senfkörner und keine Senfmehl. Die schmecken viel besser und aromatischer.

Süßen: 
Ihr könnt anstatt des Zuckers im Rezept auch

  • 80 g Honig | Tannenblütenhonig (v) | Löwenzahnhonig (v) (alle fructosereich) oder
  • 90 - 100 g Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen, etc. (alle fructosereich) oder
  • 90 g Traubenzucker, kristalline Reissüße, Getreidezucker oder auch Reissirup (alle fructosearm) oder
  • 90 g Dicksäfte (alle fructosereich) oder
  • 90 g Kokosblütenzucker oder
  • 60 g brauner Zucker und Rohrohrzucker sind auch sehr gut
  • Ihr könnt natürlich auch Birkenzucker, Erythrit oder sonst noch andere NoCarb Süßungsmittel verwenden. Alles "up to you" ;)

Essig:
Ich verwende Verjus extra sauer, der ist histaminfrei und fructosearm. Ihr könnt letztendlich  jeden Essig verwenden, den ihr mögt und vertragt. Essigessenz klappt auch. Entweder

  • 40 ml Essigessenz + 130 ml Wasser oder
  • 40 ml Essigessenz + 60 ml Muttersaft + 70 ml Wasser für eine fruchtige Note oder
  • 40 ml Essigessenz + 130 ml verträglichen Saft für eine fruchtige Note

Dann nehmt ihr immer noch die zusätzlichen  200 ml Wasser aus dem Rezept unten.

Kräutersenf:
Hier könnt Ihr noch getrocknete Kräuter eurer Wahl zugeben. Zum Beispiel:

  • 1 - 2 EL getrockneten Estragon oder
  • 1 - 2 EL getrockneten Dill oder
  • 1 - 2 EL Thymian
  • oder was ihr sonst gerne so mögt. Die Kräuter könnt Ihr auch mischen.

ZUBEREITUNG

Herstellung im Topf
  1. 1. Optional könnt ihr die Senfkörner für 12 Stunden in Wasser einweichen und anschließend das Wasser abgießen. Das macht die Körner milder und aromatischer, muss aber nicht sein.
  2. 2. Alle Zutaten abmessen und bereitstellen.
  3. 3. Die Senfkörner im Standmixer, Gewürzmühle oder Multizerkleinerer zu feinem Senfmehl mahlen (Pürierstab klappt nicht, aber zur Not ne Kaffeemühle). Je feiner ihr die Körner mahlt, desto feiner wird euer Senf später. Bei einer Gewürz- oder Kaffeemühle mahlt ihr die Senfkörner einfach in mehreren kleinen Portionen.
  4. 4. Wasser, Salz, Süße (auch Trockenfrüchte) und Essig aufkochen, so dass sich das Salz auflöst.
    >> Werden Kräuter verwendet, diese auch aufkochen.
    >> Wird Honig-Senf hergestellt. Den Honig bitte erst in den Sud geben und verrühren, wenn der    Sud nur noch lauwarm ist. So bleiben die guten Inhaltsstoffe vom Honig erhalten.
  5. 5. Den Sud auf unter 30° Grad abkühlen lassen. Das müsst ihr beachten, sonst geht das Senfmehl kaputt, es verträgt keine hohen Temperaturen.
  6. 6. Jetzt den Sud mit dem Senfmehl gut vermixen. Entweder im Standmixer oder mit den Pürierstab. Sollte die Senfmasse je zu dick sein, noch etwas Wasser nachgeben.
  7. 7. Den Senf einfach in Gläser füllen. Die Masse ist extrem scharf und wird milder je länger sie danach reift. Lasst den Senf mindestens 3 Tage reifen, besser sind 6 - 8 Tage bis zum ersten probieren.
  8. 8. Der Senf hält sich gut verschlossen und gekühlt (Keller/Kühlschrank) 6 - 8 Wochen.

    Easy oder?

  9. 9. TIPP: Soll der Senf nur kurz gelagert werden, wegen des Histamingehalts, so kann er das erste Mal nach 3 Tagen verwendet werden. Ist er nach dieser kurzen Reifezeit noch zu scharf, kann er mit Honig oder anderer Süße etwas abgemildert werden. Oder einfach nur ganz ganz wenig nehmen. Er kann auch mit Wasser oder Sahne gestreckt werden, aber bitte nur portionsweise für den sofortigen Gebrauch.

    Grundsätzlich gilt, je länger der Senf reift, desto milder wird er.

Arbeitsschritte für die Kenwood Cooking Chef
  1. 1. Senfkörner portionsweise auf höchster Stufe in der Gewürzmühle mahlen.
  2. 2. Wasser, Salz, Süße (auch Trockenfrüchte) und Essig in der Rührschüssel der Cooking Chef ohne Rührelement auf Intervallstufe 3, 140°C aufkochen, so dass sich das Salz auflöst, danach abschalten.
    >> Werden Kräuter verwendet, diese auch aufkochen.
    >> Wird Honig-Senf hergestellt. Den Honig bitte erst in den Sud geben und verrühren, wenn der  Sud nur noch lauwarm ist (Temperaturanzeige der Cooking Chef sollte unter 40°C sein). So bleiben die guten Inhaltsstoffe vom Honig erhalten. Dazu Flexi-Rührelement einsetzen und auf Stufe 2 für circa 15 Sekunden rühren lassen.
  3. 3. Erkalteten Sud mit mit den gemahlenen Senfkörnern im Glasmixaufsatz auf höchster Stufe mixen lassen. Eventuell die Masse ein paar Mal mit einem Silikonschaber von den Wänden schaben.
REZEPT HINWEISE
Liegt eine Allergie auf Senfkörner vor oder auch eine Kreuzallergie, so hilft auch dieses Rezept leider nicht.

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20 Kommentare

  1. Resa 3. Mai 2019 um 10:00 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    ich habe noch eine Frage, leider lassen sich die Rezepte trotz „Druckversion“ nicht richtig drucken… die Hälfte des Textes wird „verschluckt“ und es ist quasi immer nur die erste Seite zu sehen.
    LG

    • Kochtrotz 5. Mai 2019 um 9:37 Uhr - Antworten

      Liebe Resa,
      das liegt an Deinem Browser. Vermutlich ist es Firefox. Nimm einfach einen anderen und dann klappt das Drucken auch.
      Viele Grüße
      Steffi

  2. Resa 3. Mai 2019 um 9:54 Uhr - Antworten

    Hallo liebe Steffi,
    ich finde das Rezept echt toll und würde es gerne ausprobieren. Ich bin mit meiner HIT nun in der Testphase… daher stellen sich noch einige Frage wenn ich den Senf nach ca. 6 Wochen zu mir nehme ist er dann auch noch verträglich, oder ist der Histamingehalt dann schon zu hoch?? Kann ich den Senf auch länger als 8 Wochen lagern?? Denn ich benötige eher selten Senf.
    Liebe Grüße Theresa

    • Kochtrotz 5. Mai 2019 um 9:37 Uhr - Antworten

      Liebe Theresa,
      Du kannst es Dir auch ganz einfach machen und den Senf einfach portionsweise einfrieren. Dann hast Du immer frischen Senf und musst dir gar keine Gedanken machen. Liebe Grüße Steffi

  3. Reinhard 18. Dezember 2018 um 14:40 Uhr - Antworten

    Hallo,

    Ich habe heute das zweite mal Senf nach Deinem Rezept gemacht. Das erste mal hatte ich wenig Körner dass ich einfach alle Zutaten kalt und auf einmal in dem Multizerkleinerer gemacht habe. Heute dann nach Rezept,erst gemahlen, die anderen Zutaten aufgekocht und dann alles gemischt. Ich denke nicht dass es geschmacklich oder von der Konsistenz her unterschiedlich ist. Vielleicht hatte ich einfach Glück 😉

    Danke für die Anregung, und danke dass ich jetzt noch ein Zusatzgerät für die Kenwood verstauen muss;-)

    LG
    Reinhard

    • Kochtrotz 20. Dezember 2018 um 11:02 Uhr - Antworten

      Lieber Reinihard, ich musste eben schmunzeln so wegen Zusatzgerät …. 😉 Aber hey, jetzt hast Du immer selbst gemachten Send zu Hause. Liebe Grüße Steffi

  4. Silke 16. März 2017 um 21:06 Uhr - Antworten

    Hi Steffi,
    Ich freu mich total, Dein Blog entdeckt zu haben. So viele schöne Ideen und Anregungen, auch wenn man gegen gar nix allergisch ist.
    Hab letztes Wochenende den Zebrakuchen gebacken – ein voller Erfolg – und momentan kühlt gerade mein Essig-Wasser-Sud für den ersten selbstgemachten Senf ab. Ich bin schon sehr gespannt. 🙂
    Liebe Grüße, Silke

    • Kochtrotz 17. März 2017 um 7:54 Uhr - Antworten

      Hallo Silke, hach – da freue mich mich und bin auch schon ganz gespannt auf Deinen ersten selbst gemachten Senf. Viele Grüße und viel Spaß beim Stöbern hier, Steffi

  5. Senta 29. Februar 2016 um 13:02 Uhr - Antworten

    Hallo…. Super Rezept mal wieder von dir…. Danke, danke danke… Eine Frage hab ich aber noch. Den Senf bei zimmertemperatur Reifen dann in den Kühlschrank oder gleich in den Kühlschrank und dort die 6-8 Tage Reifen lassen?

    • Kochtrotz 3. März 2016 um 7:38 Uhr - Antworten

      HI Senta, am besten im Kühlrschrank reifen lassen. Aber ungekühlt klappt es auch. Viele Grüße Steffi

  6. Julia 27. Februar 2016 um 11:02 Uhr - Antworten

    Mich würde interessieren, wo du die tollen Gläser kaufst. Generell die Frage in was Du die ganzen Cremes etc. lagerst?

    • Kochtrotz 27. Februar 2016 um 11:47 Uhr - Antworten

      Hallo Julia, ich kaufe sehr oft einfache Schraubgläser und die auf dem Foto sind aus USA, das sind Mason Jars. LG Steffi

    • Michael 3. Juni 2016 um 18:40 Uhr - Antworten

      Hallo Julia
      ich bin neu hier.
      Schöne Gläser in vielen Formen und Größen gibt es bei 2Flaschendiscount.de“.
      Michael

      • Kochtrotz 3. Juni 2016 um 20:06 Uhr - Antworten

        Hallo Michael, dann erst einmal willkommen, viel Spaß beim Stöbern hier und beim Nachkochen und -backen. LG Steffi

  7. Claudia 17. Februar 2016 um 15:19 Uhr - Antworten

    DAnke für das Senfrezept! Es wird nachgemacht und dann berichtet! LG Claudia 🙂

  8. Anonymous 17. Februar 2016 um 11:07 Uhr - Antworten

    Hi Steffi, eine geniale und einfache Idee! Vielen Dank für das tolle Rezept :-)) LG, Esther

  9. Brid 16. Februar 2016 um 21:23 Uhr - Antworten

    Unglaublich diese Idee. In meinem Schrank schlummern noch einige Körnchen. Nun werden sie zu Senf verarbeitet. Vielen Dank, liebe Steffi !!!! selbstgemacht schmeckt einfach besser !!! lg Brid

    • Kochtrotz 16. Februar 2016 um 23:48 Uhr - Antworten

      Hihi, dann ran an die kleinen Körnchen 🙂 Viele Grüße Steffi

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