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Selbstgemachtes Eis zu hart: Diese Tricks helfen!

Selbstgemachtes Eis zu hart - Diese Tricks helfen

Hast du schon mal Eis selbst gemacht und dich dann gewundert, warum es nicht so herrlich cremig wie in der Eisdiele ist und sich nicht so leicht portionieren lässt wie im Supermarkt gekauftes Eis? Es gibt ein paar ganz einfache Gründe dafür, warum selbstgemachtes Eis nicht so cremig und weich wird wie gekauftes Eis. Welche das sind und mit welchen Tipps und Tricks dein Eis weicher wird, verraten wir dir hier.


Diese Themen erwarten dich im Beitrag:

  1. Dein selbstgemachtes Eis enthält keine industriellen Zusatzstoffe

2. Du verwendest wenig oder gar keinen Zucker

3. Deine Tiefkühltruhe oder dein Eisfach ist zu kalt

4. Das Eis lagerte zu lange in der Eismaschine

5. Das Gefäß, in dem du dein Eis lagerst, ist nicht luftdicht

6. Bonus: So bereitest du Eis ohne Eismaschine zu

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Dein selbstgemachtes Eis enthält keine industriellen Zusatzstoffe

Was auf den ersten Blick wie ein Vorwurf klingt, ist das größte Kompliment für dein Eis: Dein selbstgemachtes Eis enthält keine industriellen Emulgatoren und Stabilisatoren als Zusatzstoffe. Doch gekauftes Eis wird eben genau durch diese Zusatzstoffe besonders cremig und ist deswegen auch leicht portionierbar.

Die Cremigkeit fertiger Eissorten ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, sondern kann darauf hinweisen, dass viele industrielle Zusatzstoffe enthalten sind, die wir für selbstgemachtes Eis in der Menge nicht brauchen. Ist dir schon mal aufgefallen, dass besonders teure Eis-Sorten oft auch ziemlich hart sind und nicht-portionierbar aus dem Tiefkühler kommen? Das liegt häufig daran, dass hier weniger der cremig-machenden industrielle Zusatzstoffe gebraucht wurden.

Die Lösung: Auch selbstgemachtes Eis benötigt Emulgatoren – aber natürlichen Ursprungs. Natürliche Emulgatoren sind beispielsweise Speisestärke, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Eigelb und Lecithine. Lecithin aus Soja oder Sonnenblumenkernen enthält übrigens recht viele Vitalstoffe und ist damit sogar noch gut für uns. Wusstest du außerdem, dass Stoffe, die E-Nummern haben, gar nicht immer unbedingt chemischen Ursprungs sind? Stoffe mit E-Nummern sind oft natürlichen Ursprungs und keinesfalls bedenklich. Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl haben beispielsweise auch E-Nummern.

Bei milchbasierten Eissorten ist es in Hinblick auf die Cremigkeit der Eissorte außerdem eine gute Idee, Vollfett- und fettreiche Milchprodukte zu verwenden – beispielsweise griechischen Joghurt, Sahnejoghurt oder Sahnequark. Der Fettgehalt der Milchprodukte sorgt dafür, dass das selbstgemachte Eis cremiger wird.

Du verwendest keinen oder zu wenig Zucker

Zucker ist ein echtes Anti-Frost-Mittel, denn er verlangsamt die Kristallisation von Flüssigkeiten. Durch das Zugeben von mehr Zucker wird das Eis aber natürlich auch super-süß – und irgendwann so süß, dass es nicht mehr schmeckt.


Die Lösung: Verwende genug Zucker und verflüssige ihn. Anstatt mehr Zucker zu verwenden, kannst du den Zucker in einer kleinen Menge einer flüssigen Eis-Zutat, z. B. Sahne, erwärmen und auflösen. Durch den aufgelösten Zucker wird das Eis cremiger. Mit Zucker meinen wir hier übrigens nicht nur kristallinen Zucker, sondern auch Süßen wie Honig, Ahornsirup und Co., die zum Süßen von Eis verwendet werden können.

Auch die Zugabe von (hochprozentigem) Alkohol sorgt dafür, dass dein Eis cremiger wird. Zu viel Alkohol sorgt allerdings dafür, dass das Eis gar nicht mehr gefriert. Aber: Alkohol im Eis ist immer Geschmackssache und geht natürlich nicht, wenn man Eis auch für Kinder und Menschen, die keinen Alkohol trinken, zubereitet. Der Alkohol soll erst kurz vor Ende der Zubereitung hinzugefügt werden.

Deine Tiefkühltruhe oder dein Eisfach ist zu kalt

In der Eisdiele wird das Eis den ganzen Tag gekühlt, enthält meistens weniger oder sogar gar keine Zusatzstoffe, wie es bei industriell gefertigten Eissorten der Fall ist, und trotzdem: Es ist herrlich cremig und so wunderbar leicht zu portionieren! Unfair, oder? Hat aber auch einen ganz einfachen Grund:

Die Gefriertheken in Eisdielen haben meistens -11 °C, manchmal aber auch -7 °C oder -16 °C. Für uns klingt das nach Frostbeulen, für das Eis sind das aber die perfekten Temperaturen. Nicht so perfekt fürs Eis sind die Temperaturen in unseren heimischen Tiefkühltruhen: Hier liegen die Temperaturen meist zwischen -18 °C und – 24 °C. Perfekt für selbstgemachtes Eis wäre eine Temperatur zwischen -10 °C und -15 °C.


Die Lösung: Eröffne eine Eisdiele! Lass das Eis langsam antauen! Wenn das selbstgemachte Eis zu fest aus der Tiefkühltruhe kommt, lass es einige Minuten antauen. Stell es dazu bitte nicht einfach in den Raum oder gar in die Sonne, sondern am besten in den Kühlschrank. Dort ist die Temperatur wesentlich höher als in der Kühltruhe, gleichzeitig aber sehr stabil. So taut das Eis an, und der Schmelz der Eiscreme wird nicht zerstört. Schau nach 5 – 10 Minuten nach, ob dein Eis schon portionierbar ist – wenn nicht, lass es noch etwas länger antauen.

Das Eis lagerte zu lange in der Eismaschine

Nach dem Anrühren der selbstgemachten Eiscreme ist der Eisbereiter bzw. die Eismaschine extrem kalt. Wenn man die Eiscreme dann zu lange in der Maschine lässt, wird das Eis durch die Kälte schneller fest und dann natürlich auch schneller hart. Außerdem kann es passieren, dass das Eis komplett an den Wänden des Behälters festfriert – und das ist eine extra-frostige Angelegenheit!

Die Lösung: Nimm dein Eis aus dem Behälter, sobald es fertig ist. Wenn du dein Eis in der Eismaschine zubereitet hast und es genau die Konsistenz hat, die du dir wünschst, lass es nicht zu lange in der weiter gefrierenden Eismaschine liegen – dann wird es nämlich immer fester, weil es immer weiter gefriert. Wenn du das Eis nicht direkt nach der Zubereitung verzehren willst, nimm es lieber rasch aus der Eismaschine und lagere es in der normalen Tiefkühltruhe. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn du eine recht neue Eismaschine hast, kann es sein, dass sie über eine „Kühlhalten“-Funktion verfügt. Mit dieser Einstellung kann das Eis länger in der Maschine liegen bleiben.

Das Gefäß, in dem du dein Eis lagerst, ist nicht luftdicht

Nicht nur zu kalte Temperaturen lassen das Eis hart werden, weil es stärker friert, sondern auch eine hohe Feuchtigkeit der Umgebung. Deswegen passiert es manchmal auch, dass gekauftes Eis kristallisiert oder eben selbstgemachtes Eis zu hart wird: Das Gefäß, in dem das selbstgemachte Eis lagert, muss möglichst dicht schließen. Je luftdichter es ist, desto weniger Feuchtigkeit dringt ein und desto cremiger bleibt das Eis.

Die Lösung: Der Gefrierbeutel-Trick! Du hast eine tolle Dose, die schön luftdicht abschließt? Super! Den Effekt kannst du mit einem Gefrierbeutel noch verstärken. Stell die geschlossene Eis-Dose in einen Gefrierbeutel und verschließe diesen dann luftdicht.

Übrigens: Der Trick mit dem Gefrierbeutel sorgt auch dafür, dass gekauftes Eis luftdichter verpackt ist und nicht so schnell hart wird!

Bonus: So bereitest du Eis ohne Eismaschine zu

Natürlich kannst du selbstgemachtes Eis auch ganz ohne Eismaschine zubereiten – dafür brauchst du allerdings etwas mehr Zeit und Geduld! Der Vorteil daran ist, dass das das Problem des Überfrierens in der Eismaschine nicht hast.

Für die Zubereitung von Eis ohne Eismaschine gibst du die Eismasse in einen luftdichten Behälter, verschließt ihn und legst das Eis in die Tiefkühltruhe. Anschließend nimmst du es alle 30 Minuten aus der Truhe, rührst es mit einer Gabel um, und gibst es wieder in die Tiefkühltruhe. Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis dein Eis die von die gewünschte Konsistenz hat.

Eis-Lust geweckt?

Dich hat die Eis-Lust gepackt und du möchtest direkt loslegen und dein eigenes, selbstgemachtes Eis herstellen? Mit unseren Tipps und Tricks zur Eisherstellung kann jetzt ja nichts mehr schief gehen! Also: Ran ans Eis und viel Spaß beim Ausprobieren. Versuch es doch mal mit diesen Rezepten:

Grundrezept cremiges Eis mit Früchten | ohne Milchprodukte | sojafrei | vegan

Cremiges Eis mit Früchten

Zum Rezept
Frozen Yoghurt mit Aquafaba und Früchten | vegan oder vegetarisch

Frozen Yoghurt mit Aquafaba

Zum Rezept

Cremiges Vanilleeis

Zum Rezept

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