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Frozen Yoghurt mit Aquafaba und Youtube-Premiere – cremiges Joghurteis ohne Eismaschine – ohne Ei – optional vegan – fructosearm

Frozen Yoghurt mit Aquafaba ohne Eismaschine!

Vermutlich denkt Ihr jetzt, ich spinne! Noch ein Eisrezept! Aber hey, ich hatte gerade Zeit und vor allem Muse dafür und wer weiß wie heiß es bald wieder wird. Da müssen wir doch gewappnet sein 🙂

Frozen Yoghurt mit Aquafaba und Früchten | vegan oder vegetarisch

Heute darf ich euch mit meiner neuesten Kreation beglücken. Frozen Yoghurt Ice Cream mit Früchten – dafür ohne Ei, ohne Laktose, ohne Casein (auf Wunsch > dann also vegan) und wieder mit dem falschen Eischnee, genannt Aquafaba. Der ist echt super für cremiges Eis. Das Rezept ist in der Basis fettarm gehalten. Für noch mehr Cremigkeit müsstet Ihr auch eben mehr Fett dazugeben. Wie schreibe ich Euch dann unten im eigentlichen Rezept.

„Richtiger“ Frozen Yoghurt wird normalerweise mit relativ viel Eischnee gemacht. Den wollen wir ja teils einfach nicht haben. Weil wir ihn nicht vertragen können, Eier ablehnen oder auch vegan leben. So habe ich jetzt dieses Joghurteis-Rezept zusammengestellt und bereits mehrfach ausprobiert.

Heute gibt es sogar eine Premiere. Mein erstes, vollständiges Rezeptvideo habe ich zusammen mit meinem Mann gedreht. „Der Herr KochTrotz“ hat sich heute früh ein wenig Zeit genommen und wir haben einfach mal losgelegt. Es ist sicher noch nicht perfekt. Vielleicht auch noch was zu lang. Mir war allerdings für diese Film wichtig, euch einmal die komplette Zubereitungsweise vom falschen Eischnee zu zeigen und dem Rezept sowieso. Schreibt mir, wie ihr das Filmchen findet. Kritik ist auch willkommen. Wenn Ihr sowas gut findet, dann kann ich solche Filme häufiger machen. Schaut mal hier:

Hier findet Ihr noch das obercremige Rezept für Schokoladeneis mit Aquafaba:
https://www.kochtrotz.de/2015/07/11/super-cremiges-weisses-schokoladeneis-ohne-eismaschine-das-nicht-steinhart-wird-ohne-ei-optional-vegan-und-fructosearm/

Und hier einige weitere Informationen zu falschem Eischnee (Aquafaba):

Frozen Yoghurt mit Aquafaba - Joghurteis ohne Eismaschine - ohne Ei - optional vegan - fructosearm

Frozen Yoghurt mit Aquafaba und Früchten | vegan oder vegetarisch
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MENGE
1 Portion(en)
VORBEREITUNG
15 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
keine
RUHEZEIT
10 Stunden
SCHWIERIGKEIT
einfach

ZUTATEN

  • 100 - 120mlKichererbsenwasser oder siehe unten
  • 0.5TLWeinstein oder siehe unten
  • 0.5TLZitronensaft oder Limettensaft
  • 40 g Puderzucker oder siehe unten
  • 300 g (Pflanzen)Joghurt oder siehe unten
  • 300 g Mango püriert oder siehe unten
Optional für noch mehr Cremigkeit
  • 30 g Kokosfett geschmolzen oder Kakaobutter
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Früchte:
Nehmt was euch schmeckt und Ihr gut vertragt. Es eigenen sich bald alle Sorten, die ihr pürieren könnt. Sauerkirschen sind auch lecker, da muss dann aber mehr Süße ins Eis (ca. 20 g mehr).
Mangos sind nicht fructosearm, das nur nochmal als Hinweis.

Joghurt:
Gleiches Spiel. Es gehen wirklich alle Sorten > Naturjoghurt, laktosefreier Joghurt, Reisjoghurt, Kokosjoghurt und auch Sojajoghurt (wer den mag und verträgt).

Bohnenwasser:
Dazu lest einfach in den beiden oben genannten Artikel nach.

Zucker:
Es geht eigentlich jede Süße, die pulversiert werden kann, sie muss die Konsistenz von Puderzucker haben > Traubenzucker (fructosearm), Getreidezucker (fructosefrei), Birkenzucker, Erythritol, etc.

Weinstein:
Kann auch durch Backpulver oder 1 - 2 Pakete Sahnesteif ersetzt werden.

Optional Kokosfett / Kakaobutter:
Das Joghurteis wird natürlich mit noch mehr Fett noch viel cremiger. Wer es also super cremig haben will, gibt noch extra Fett dazu.

ZUBEREITUNG

  1. 1. Bohnenwasser mit Weinstein und Zitronensaft für 5 - 8 Minuten mit dem Rührgerät (auch Handmixer) auf höchster Stufe steif schlagen.
  2. 2. Puderzucker dazugeben und nochmal auf höchster Stufe für circa 8 Minuten schlagen.
  3. 3. Früchte pürieren. Wenn Du extra Fett dazu nimmst, dann lass es schmelzen und püriere es unter die Früchte.
  4. 4. Joghurt mit einem Spatel (am besten aus Silikon) portionsweise unterheben.

    Früchte portionsweise unterheben.

  5. 5. In eine entsprechend große Form geben und für mindestens 10 Stunden gefrieren.

    Wenn der Froster auf -25 oder sogar -30 Grad gestellt ist, dann noch 5 Minuten antauen lassen. Am besten mit einem großen Löffel Portionen abstechen.

    In meinem Youtube-Video mit Anleitung gibt es noch ganz viele Extra-Tipps zum Rezept.

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43 Kommentare

  1. Veronika 20. Juni 2018 um 22:23 Uhr - Antworten

    Hm, irgendwie werden Aquafaba und ich keine Freunde.
    Ich hab das Kichererbsenwasser in der CCG aufgeschlagen, bis es wie fester Eischnee war. Kaum hat mein Spatel mit einem Joghurt die Masse berührt, machte es „zzzzsch“ und ich hatte Wasser in der Schüssel. Da war ich noch weit vom Unterheben entfernt.
    Das Eis habe ich dann mit 3 steifgeschlagenen Eiern noch retten können, aber es war leider so hart, wie wenn man normalen Joghurt einfriert. Schade.
    An das Eis mit der weissen Schokolade trau ich mich jetzt erstmal nicht ran.

    • Kochtrotz 21. Juni 2018 um 14:59 Uhr - Antworten

      Ach Mensch! Das tut mir echt leid Veronika. Was geht da bloß schief??? Kann es sein, dass Du evtl. irgendwas am Spatel hattest, was der Sache nicht dienliche war? Viele Grüße Steffi

  2. Angelika ? 7. Juni 2016 um 21:35 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    Ganz lieben Dank für das ? Rezept. Das Video dazu ist ?
    Werde das Eis die Tage mal machen, freu mich schon darauf.
    Bis jetzt sind alle Rezepte von Dir die ich nachgekocht oder gebacken habe super geworden und haben uns sehr gemundet ?

    Lieben Gruß

    Angelika

    • Kochtrotz 9. Juni 2016 um 9:10 Uhr - Antworten

      Hallo Angelika, das freut mich ja zu hören. Super! Danke für dein Feedback und Grüße Steffi

  3. Anonymous 2. November 2015 um 12:38 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, mal eine ganz andere Frage, was für eine Glasschale mit Deckel verwendest du da. Ich hab bereits in deinen Shopping Tipps gesucht aber leider nichts gefunden.
    LG Mara

    • Kochtrotz 6. November 2015 um 9:03 Uhr - Antworten

      Hallo Mara, jetzt weiß ich gar nicht was mit Glasschale genau gemeint ist. LG Steffi

      • Mara 7. November 2015 um 9:01 Uhr - Antworten

        Hallo Steffi, in deinem Video machst du den Frozen Yoghurt in die Glasschale, die ich meine. 🙂 Mit diesem Klippsdeckel ist die ja super praktisch! LG Mara

        • Kochtrotz 8. November 2015 um 6:44 Uhr - Antworten

          Hallo Mara, oooh jetzt habe ich verstanden. Das sind Glasslock mit BPA freiem Deckel. 🙂

  4. Alexandra Heimann 7. August 2015 um 2:22 Uhr - Antworten

    hi steffi
    ich hab dein tolles rezept ausprobiert und leider ist der „eischnee“ zusammengefallen und die ganze masse war dann sehr flüssig.
    hab alles so gemacht wie du es gesagt hast.benutzt hab ich kichererbsenwasser,backpulver,30g xylit und 5g flüssigsüßstoff,griech. Jogh.,etwas kokosmilch,limettensaft und zitronenöl
    geschmeckt hats ja trotzdem,aber so schön fluffig wie in deinem video wars halt nicht mehr,als ich den joghurt untergerührt hab.
    hab ich was falsch gemacht oder weißt du nen rat?
    danke dir für deine ideen,deine mühe und die tolle seite
    lg alex

    • Kochtrotz 7. August 2015 um 5:53 Uhr - Antworten

      Hallo Alexandra, DANKE <3. Bei Dir liegt es vermutlich daran, dass Du Süßstoff verwendet hast. Und – hattest Du das Xylit pulverisiert? LG tTeffi

      • Alexandra Heimann 9. August 2015 um 17:13 Uhr - Antworten

        hi steffi
        ok,dann ohne süßstoff und xylit ist fein,aber ich kanns ja nochmal mörsern,denn der schnee sah mit dem xylit genauso aus wie bei dir,es wurde erst flüssig,als der joghurt mit kokosmilch dazu kam…..

        • Kochtrotz 15. August 2015 um 5:57 Uhr - Antworten

          Hmmmmmm, hast Du evtl. zu dolle gerührt? LG Steffi

  5. Thomas Bedernik 23. Juli 2015 um 13:51 Uhr - Antworten

    Super Leckeres Rezept! Danke 🙂

  6. Anonymous 20. Juli 2015 um 19:39 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    erst mal Kompliment für deine tollen Rezepte. Das Schoko-Eis habe ich sofort ausprobiert, als du es gepostet hast und mittlerweile schon zwei Mal erfolgreich hergestellt. Ist wirklich seeehr lecker 🙂
    Das Joghurt-Eis habe ich auch ausprobiert, allerdings ging dabei irgendetwas schief und ich habe einen quasi unzerstörbaren Eisklotz erhalten 🙁 Vielleicht hast du ja eine Idee, was ich falsch gemacht haben könnte: Ich habe Backpulver statt Weinstein verwendet und Natur-Soja-Joghurt (den von Alpro). Dazu habe ich Sauerkirschen genommen – diese waren gefroren und ich habe sie soweit antauen lassen, dass ich sie mit dem Stabmixer pürieren konnte. Einen Teil der Kirschen habe ich zurückbehalten und am Schluss noch untergerührt. Fett habe ich keines dazu gefügt – das hast du ja auch als optional angegeben. Ansonsten bin ich deiner Anleitung und deiner Demonstration im Video genau gefolgt. Du hast geschrieben, dass man für Sauerkirschen mehr Zucker verwenden sollte. Da ich aber kein sonderlich großer Fan von Süßem bin, habe ich es bei den 40g Puderzucker belassen. Könnte das die Ursache gewesen sein? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen…. Der Wassergehalt war offensichtlich zu hoch – hätte ich eventuell doch Fett zugeben sollen? Oder müssen die Kirschen frisch bzw. komplett aufgetaut sein? Über Tipps fürs Troubleshooting würde ich mich sehr freuen! Danke schon mal und liebe Grüße.

    • Kochtrotz 25. Juli 2015 um 5:58 Uhr - Antworten

      Hallo, es kann tatsächlich sein, dass die Kirschen zu kalt waren. Ansonsten finde ich keinen Fehler bei Dir. Ich habe einen Teil meinen Frozen Yoghurts neulich auch einmal 1 Woche gefrieren lassen und es war dann sehr hart. Ich hab mir dann so beholfen: Habe Stücke abgestochen und die in den Mixer gegeben und mixen lassen. Danach hatte ich wieder ein sehr cremiges Eis. Hilft Dir das? LG Steffi

      • Anonymous 26. Juli 2015 um 12:12 Uhr - Antworten

        Hi und danke für deine Antwort! Die Idee mit dem Mixen ist gut! Ich habe es mittlerweile noch einmal mit pürierten Feigen probiert, die auch nicht gefroren waren, hatte aber wieder dasselbe Problem. Ich konnte das Frozen Yoghurt noch ein bisschen retten, indem ich nachts um 12h und um 3h aufgestanden bin, und die Masse umgerührt habe, bevor sie endgültig gefroren war Eine Dauerlösung ist das aber eher nicht und ich bin fest entschlossen, des Rätsels Lösung noch zu finden, auch wenn ich eine Versuchsreihe starten und in nächster Zeit viiiiel Eis und Kichererbsen essen muss Verrätst du mir, welchen Joghurt (Sorte und Marke) du verwendet hast? LG

        • Kochtrotz 28. Juli 2015 um 7:42 Uhr - Antworten

          Hi, wenn Du es gefunden hast, sagst Du mir auch Bescheid? Sowas ist immer interessant. Joghurt mache ich immer selbst. LG Steffi

          • Anonymous 3. August 2015 um 19:25 Uhr - Antworten

            Hallo Steffi,

            Neuigkeiten aus dem Eisologie-Labor: ich bin der Sache ein Stückchen näher gekommen.

            Nach intensiver Recherche hatte ich folgende Erkenntnisse:

            1. Eiskristalle im Speiseeis entstehen durch Wasser (is ja ein Ding 😀 )

            2. Um die Kristallbildung zu verhindern gibt es mehrere Möglichkeiten:

            a. Zutaten mit geringerem Wassergehalt

            b. Luft: dafür sorgt ja das Aquafaba

            c. Fett/Protein: Dein Joghurt hat vermutlich einen wesentlich höheren Fett-/Proteingehalt als der gekaufte Alpro-Joghurt (hab ich mir zumindest aufgrund deines Rezepts so zusammengereimt).

            d. Zucker: Viel Zucker scheint besonders wichtig zu sein, damit das Eis cremig wird. Das passt mir gar nicht in den Kram, da ich den Süßgeschmack nicht mag.

            e. Stabilisatoren wie Gelatine, Pektin, Stärke, Guarkernmehl…

            f. Alkohol

            Meine Herausforderung ist also, cremiges Eis zu produzieren, das gleichzeitig nicht zu süß ist. Den Kichererbsenschnee habe ich deshalb für meine Versuche ohne Zucker hergestellt.

            Versuch 1: Kokos-Ananas-Eis (Ziel: Fett- und Proteinanteil erhöhen)

            Cremige Kokosmilch enthält mehr Fett und Protein als Joghurt und lässt sich auch wie Sahne aufschlagen (netter Nebeneffekt: noch mehr Luft). Die Kokosmilch habe ich mit 20g Agavensirup aufgeschlagen. Sie wurde leider nicht wirklich schlagsahnig, da ich darauf verzichtet hatte, die Creme fest werden zu lassen und die Flüssigkeit abzugießen. War letztendlich dann auch egal, denn Kokosmilch gemischt mit Aquafaba ist nix gut: der Schnee fällt komplett zusammen. Ich hab dann trotzdem mal alles zusammengerührt. Dazu kam dann Ananas. Die enthält viel Zucker, ist aber auch wässrig. Vorsichtshalber habe ich deshalb nur 100g Ananas püriert (mit 1EL Rum als Frostschutzmittel :-D) und weitere 50g in kleinen Stückchen dazu gegeben. Dazu kamen dann noch ein paar Minzeblätter.

            Ergebnis: Ich muss das Eis mindestens eine halbe Stunde antauen lassen. Es schmeckt dann allerdings gar nicht schlecht, hat zwar ein paar Eiskristalle, aber in einem vertretbaren Rahmen.

            Versuch 2: Frozen Yoghurt mit Beerenfrüchten (Ziel: Wassergehalt der Ausgangszutaten verringern)

            Mein selbstgemachter Mandeljoghurt ist mir dieses Mal missglückt (hatte eine andere Starterkultur verwendet), deshalb musste wieder der gekaufte Alpro-Joghurt herhalten. Den habe ich auf einen Kaffeefilter gepackt und 13 Stunden abtropfen lassen. Insgesamt konnte ich 500g Joghurt damit 150g Flüssigkeit entziehen. 300g des eingedickten Joghurts habe ich dann mit 20g Agavendicksaft vermischt und mit dem Kichererbsenschnee (wieder ohne Zucker hergestellt) verrührt. Dazu kamen dann die Beerenfrüchte. Dafür habe ich wieder gefrorene genommen (brauche im Gefrierschrank ja Platz für das Eis :-D) und habe sie vollständig auftauen und abtropfen lassen. Die Früchte habe ich dann püriert und mit ½ EL Tapioka-Stärke (als Stabilisator) und 1 EL Kokosöl aufgekocht und abkühlen lassen. Von der Fruchtmasse habe ich ca. 150g in die Frozen Yoghurt-Masse eingerührt. Oben drauf kam dann ein Stück Backpapier (soll Eisbildung an der Oberfläche verhindern).

            Ergebnis. Ich muss das Eis ca. eine Viertelstunde antauen lassen. Es bilden sich Eiskristalle, diese sind aber relativ fein und stören mich nicht so sehr, da ich sie als Kompromiss für den geringen Zuckergehalt betrachte. Das Eis schmeckt mir sehr gut. Perfekt ist es aber noch nicht.

            Insgesamt scheint alles darauf hinzudeuten, dass der Zuckergehalt tatsächlich der Schlüssel für cremiges Eis ist. In der Vermutung werde ich durch folgende Beobachtungen meiner Mama bestärkt, die versucht hat, Aprikoseneis mit Aquafaba herzustellen. Sie geht bei der Herstellung des Kichererbsenschnees nach Rezept vor (nimmt also die 40g Puderzucker).

            In ihrem ersten Versuch hat sie dann Kokosöl (oder –mus (weiß ich nicht genau)) direkt in den Schnee eingerührt (der ist auch zusammengefallen wie bei mir mit der Kokosmilch). Dann hat sie 300g Aprikosen mit wenig Zucker aufgekocht und eingerührt. Das Ergebnis war hartes, eisiges Eis. In ihrem zweiten Versuch hat sie selbstgemachte Aprikosenmarmelade genommen (hergestellt mit 2:1 Gelierzucker), diese mit 20g Kokosöl aufgekocht und eingerührt. Das Ergebnis hier war „cremiges“ Eis. Ein Zuckergehalt von ca. 30% hat also höchstwahrscheinlich die Kristallbildung verhindert. Vielleicht hat auch das Pektin im Gelierzucker noch eine Rolle gespielt.

            Ich werde jetzt irgendwann nochmal einen Versuch mit selbstgemachtem Joghurt starten. Und eventuell werde ich doch einmal versuchen, Gelatine oder Pektin oder Agar-Agar als Stabilisator zu verwenden. Stabilisatoren scheinen ja auch der Trick der Industrie für zuckerarmes Eis zu sein. Schöner wäre natürlich, wenn es ohne Stabilisatoren irgendwie klappen würde, aber irgendeinen Kompromiss werde ich wohl eingehen müssen…

            Über weitere Tipps freue ich mich natürlich! LG

            • Kochtrotz 7. August 2015 um 5:44 Uhr - Antworten

              Hallo. Das ist ja der Wahnsinn, was ihr alles ausprobiert habt. Respekt! Ganz herzlichen Dank, dass Du uns alle hier Deine Erfahrungen schreibst, die können sehr helfen. Wenn Dir die Cremigkeit sehr wichtig ist, äh das ist sie uns allen glaube ich 🙂 Dann probier doch mal das Eis mit den Süßkartoffeln (hier im Blog) aus. Das Eis hat kaum Fett und ich habe nicht mal Zucker verwendet. Lieben Gruß Steffi

            • brittlebrick 19. Januar 2016 um 10:24 Uhr - Antworten

              Hallo,
              Ich hoffe es ist ok, wenn ich hier mal kurz was zu den Fehlversuchen sage. Das Problem bei dem hier vorgestellten Speiseeis ist das Zusammenspiel aus eingeschlagener Luft die durch natürlich enthaltene Emulgatoren (ich vermute, genau geklärt ist es bisher ja nicht) stabil im Schnee verbleibt und den Komponenten Fett, Wasser und Zucker.

              Aber erst mal der Reihe nach: Was mir auffällt ist, dass Aquafaba bei einigen zusammenfällt, sobald (zu viel) Fett zB. durch Kokosmilch oder -öl, zugefügt wird. Fette sind sog. Schauminhibitoren. Sie zerstören durch die filmartige Ausbreitung die aus Wasser und Eiweiss aufgebaute Blase. Unter Umständen kann ein mehr an Emulgator den Schaum trotzdem stabilisieren. Dies ist z.B. bei der verwendeten fetthaltigen Schokolade so. Nimmt man bei der Kokosmilch ein Bio-Produkt, enthält dies keine Emulgatoren. Tier-Joghurt enthält ebenfalls Emulgatoren (Lezithin). Sojajoghurt enthält dies ebenfalls, aber möglicherweise in anderer Menge? Es kommt vermutlich auch darauf an, welches Produkt man verwendet. Vielleicht kann Johannisbrotkernmehl Abhilfe schaffen?

              Zucker und Fett machen ein Eis cremig. Das hier vorgestellte Eis ist eher sorbetartig, ich würde keine wirkliche Cremigkeit erwarten. Die Zuckermenge und -art sollte man bei einem Eis nicht variieren, ohne Einbußen zu erwarten. Zucker ist bei Eis ein Gefrierpunktserniedriger und nicht einfach nur Geschmacksträger. Die Zuckermenge und -art ist wichtig. Maßgeblich ist die Anzahl der Zuckermoleküle pro Gramm Zucker. Wenn man ein Eis also weniger süß haben will muss man auf Einfachzucker (Traubenzucker, Milchzucker, Fruchtzucker) oder Zucker mit geringer Süßkraft (z.B. Maltodextrin) ausweichen. Letztere liefern aber keine Kalorienreduktion, falls das der Wunsch sein sollte.

              Auf meinem Blog findet man auch etwas über die Grundlagen der Eiszubereitung. Ob mit Eismaschine oder ohne ist vom Prinzip erst mal egal. Ich bin selbst gerade am Experimentieren mit Aquafaba im Eis und hoffe ich konnte etwas zum Verständnis beitragen.

              LG, Britta

              • Kochtrotz 22. Januar 2016 um 8:41 Uhr - Antworten

                Hallo Britta, vielen Dank für Deine Antwort. Da hier eine völlig andere Basis verwendet wird als bei herkömmlichem Eis, kann man mit den „Grundregeln“ nicht unbedingt drangehen. Das Eis wird mit den Angaben aus meinem Rezept sehr cremig ohne dass es Milchzucker oder andre Zutaten braucht. Klar, ich habe auch nicht alle Süßungsarten ausprobiert und kann nicht sagen, was dann passiert. LG Steffi

            • brittlebrick 19. Januar 2016 um 10:25 Uhr - Antworten

              Huch, die Hälfte meines Beitrags oben ist im Off verschwunden. Dann hänge ich es einfach unten an.

              Hallo,
              Ich hoffe es ist ok, wenn ich hier mal kurz was zu den Fehlversuchen sage. Das Problem bei dem hier vorgestellten Speiseeis ist das Zusammenspiel aus eingeschlagener Luft die durch natürlich enthaltene Emulgatoren (ich vermute, genau geklärt ist es bisher ja nicht) stabil im Schnee verbleibt und den Komponenten Fett, Wasser und Zucker.

              Aber erst mal der Reihe nach: Was mir auffällt ist, dass Aquafaba bei einigen zusammenfällt, sobald (zu viel) Fett zB. durch Kokosmilch oder -öl, zugefügt wird. Fette sind sog. Schauminhibitoren. Sie zerstören durch die filmartige Ausbreitung die aus Wasser und Eiweiss aufgebaute Blase. Unter Umständen kann ein mehr an Emulgator den Schaum trotzdem stabilisieren. Dies ist z.B. bei der verwendeten fetthaltigen Schokolade so. Nimmt man bei der Kokosmilch ein Bio-Produkt, enthält dies keine Emulgatoren. Tier-Joghurt enthält ebenfalls Emulgatoren (Lezithin). Sojajoghurt enthält dies ebenfalls, aber möglicherweise in anderer Menge? Es kommt vermutlich auch darauf an, welches Produkt man verwendet. Vielleicht kann Johannisbrotkernmehl Abhilfe schaffen?

              Zucker und Fett machen ein Eis cremig. Das hier vorgestellte Eis ist eher sorbetartig, ich würde keine wirkliche Cremigkeit erwarten. Die Zuckermenge und -art sollte man bei einem Eis nicht variieren, ohne Einbußen zu erwarten. Zucker ist bei Eis ein Gefrierpunktserniedriger und nicht einfach nur Geschmacksträger. Die Zuckermenge und -art ist wichtig. Maßgeblich ist die Anzahl der Zuckermoleküle pro Gramm Zucker. Wenn man ein Eis also weniger süß haben will muss man auf Einfachzucker (Traubenzucker, Milchzucker, Fruchtzucker) oder Zucker mit geringer Süßkraft (z.B. Maltodextrin) ausweichen. Letztere liefern aber keine Kalorienreduktion, falls das der Wunsch sein sollte.

              Auf meinem Blog findet man auch etwas über die Grundlagen der Eiszubereitung. Ob mit Eismaschine oder ohne ist vom Prinzip erst mal egal. Ich bin selbst gerade am Experimentieren mit Aquafaba im Eis und hoffe ich konnte etwas zum Verständnis beitragen.

              LG, Britta

  7. Yvonne 19. Juli 2015 um 20:14 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    habe heute das Eis ausprobiert, da ich Erdbeeren liebe, habe ich diese genommen. Gerade gab es die Kostprobe. EINFACH GENIAL :O), danke. Ich wird mal Vanillejogurth probieren, vielleicht klappt es ja und ich habe dann Vanilleeis… Ich habe für den „Eischnee“ meine Küchenmaschine genommen, oje, ich kann dir sagen, es kamen ca. 2 Liter Eis am Ende raus.. Ich war schon sehr überrascht.
    Gestern habe ich mir deine Videos auf Youtube angesehen, einfach toll, ich hätte gerne mehr davon. So prägen sich die Arbeitsschritte besser :O)
    Auf dein nächstes Kochbuch freue ich mich schon sehr. Wird auf jeden Fall gekauft ..
    Bis dann Yvonne

    • Kochtrotz 25. Juli 2015 um 5:42 Uhr - Antworten

      Hallo Yvonne. Ich freue mich total, dass Dir mein Rezept so gut gefällt 🙂 OHhh jaaa, es dehnt sich unglaublich aus 🙂 Kochbuch ist in der Mache und ich bin sehr happy, wenn Du es kaufst 🙂 LG Steffi

  8. […] Plan war, daraus Mango-Eis nach diesem Rezept herzustellen. Aber rosa Schnee mit gelbem Obst erschien mir doch unattraktiv, also Planänderung: […]

  9. Susanne Dörrschuck 13. Juli 2015 um 19:53 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi! Das Video war gut u hat mich sofort motiviert loszulegen! Hab Sojavanillejoghurt genommen u noch eine ExtraPortion echte Vanille hinzugegeben. Obst hab ich dieses Mal weggelassen, war grad nicht das Richtige da 😉 das probiere ich beim nä Mal aus! Hab grad mal probiert…ist noch nicht ganz fertig gefrohren, aber schon seeehr lecker! Danke! Vlg Sannchen

    • Kochtrotz 14. Juli 2015 um 8:00 Uhr - Antworten

      Oh klasse. Das hört sich gut an.

    • Kochtrotz 19. Juli 2015 um 6:32 Uhr - Antworten

      Hallo Sannchen, jaaaa schmeckt auch lecker ohne Früchte 😉 Dann ist es ein sehr klassischer „Frozen Yoghurt“ 🙂 LG Steffi

  10. Anke 13. Juli 2015 um 13:10 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, hast Du gut gemacht. Macht richtig Laune und Lust auf Eis. Werde ich sicher auch mal ausprobieren. Danke fürs Rezept. LG Anke

  11. Claudia 13. Juli 2015 um 12:16 Uhr - Antworten

    Hallo,ich fand dein Video auch toll, und hab’s gleich umgesetzt. Allerdings hab ich eine mango ohne Geschmack erwischt und noch ein wenig zitonenaroma dazu gemacht. Vor 3 kam es in den. Tiefkühle rund hab gerade ein wenig vom Rand genascht. Ich glaube heute Abend ist es fällig….. Hast du eine Idee, wieviel Kalorien diese blödere hat? Nur so fürs gewissen……
    Lg Claudia

    • Kochtrotz 13. Juli 2015 um 18:18 Uhr - Antworten

      Hi Claudia, prima freut mich. Die Kalorien müsstest Du Dir über so einen Rechner ausrechnen lassen. Dürfte sich aber in Grenzen halten. LG Steffi

  12. Britta Travain 13. Juli 2015 um 10:39 Uhr - Antworten

    Hi Steffi das Video war richtig gut und ich werde das Eis sicher nachmachen

  13. Anja 13. Juli 2015 um 9:54 Uhr - Antworten

    Hi Steffi, super tolles Video – hast Du wirklich gaaaaanz prima hinbekommen!!!
    Es hat Spaß gemacht sich dieses Video anzugucken und motiviert zum nachmachen – vielen lieben Dank
    Beste Grüße Anja

    • Kochtrotz 13. Juli 2015 um 18:17 Uhr - Antworten

      Hi Anja, hach – das freut mich zu hören 🙂 LG Steffi

  14. Anonymous 12. Juli 2015 um 21:36 Uhr - Antworten

    Klasse!

  15. Anonymous 12. Juli 2015 um 16:05 Uhr - Antworten

    Ganz tolles Video, liebe Steffi. Das macht Lust auf mehr! :o)

  16. Anonymous 12. Juli 2015 um 15:59 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, gut gemacht, dafür das es dein erstes Videobeitrag ist! Ich habe so richtig Lust darauf bekommen und werde es demnächst ausprobieren. Danke für das Rezept! Herzliche Grüße, Jasenka 🙂

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