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Leinsamen-Eier, Chia-Eier, vegane Eier ohne Ei-Ersatz 100% natürlich

Kommen wir doch heute noch einmal auf die natürlichen Ei-Alternativen zu sprechen. Es gibt ja echt einige. Man muss also nicht unbedingt auf diese merkwürdigen Pülverchen zurückgreifen. Die ich persönlich übrigens gar nicht vertrage.

Neulich hatte ich ja schon über den Leinsamen-Schnee einen Artikel veröffentlicht. Das ist eine wunderbare Alternative zu Eischnee auf pflanzlicher Basis ohne eben Chemie einzusetzen und Eiersatz à la noEgg und Konsorten. Den Artikel findet Ihr hier: https://www.kochtrotz.de/2014/03/09/veganer-eischnee-aus-leinsamen-allergiearm-ohne-noegg/

Dann hatte ich bereits in 2011 schon einmal 6 verschiedene Alternativen zu Hühnereiern vorgestellt. Diese findet Ihr hier: https://www.kochtrotz.de/2011/05/16/alternativen-eifrei-backen-bei-ei-allergi/

Heute ist meine Thema „ganze Eier“ zu ersetzen. Also eine pflanzliche Ei-Alternative für Gerichte zu schaffen, in die eigentlich ganze Eier gehören. Den pflanzlichen Ei-Ersatz aus Leinsamen oder auch Chia-Samen könnt Ihr einfach wie Eier verwenden. Leinsamen werden im Allgemeinen sehr gut vertragen. Chia-Samen werden fast noch besser vertragen so mein Eindruck. Ist auch ein wunderbarer Ersatz wenn man kein Hühnerei verträgt. Man muss nicht unbedingt vegan leben, damit diese Ei-Alternative zum Einsatz kommt.

Ein paar Fotos für Euch und dann geht es los mit dem einfachen Rezept.

Leinsamen-Eier, Chia-Eier, vegane Eier ohne Ei-Ersatz 100% natürlich

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MENGE
1 Ei
VORBEREITUNG
3 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
0 Minuten
RUHEZEIT
15 Minuten
SCHWIERIGKEIT
babyleicht

ZUTATEN

Leinsamen-Eier
  • 50 g Leinsamen gold - oder je nachdem wie viele Eier es werden sollen
  • gefiltertes Wasser
Chia-Eier
  • 50 g Chia-Samen - oder je nachdem wie viele Eier es werden sollen
  • gefiltertes Wasser
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Eines vorab, Ihr braucht unbedingt eine Gewürzmühle oder eine Kaffeemühle.
Große Blender wie Vitamix oder auch Thermomix mahlen die Leinsamen-Körnchen nicht fein genug in so kleinen Mengen und Ihr wollt sicherlich auch nicht gleich 500 vermahlen :)

Nehmt unbedingt den goldenen Leinsamen und nicht den braunen. Der Braune ist stärker im Eigengeschmack.

ZUBEREITUNG

  1. 1. Die Sache ist denkbar einfach.

    Ihr malt den Leinsamen oder Chia in der Kaffee- oder Gewürzmühle zu Leinsamen-Mehl oder auch Chia-Mehl.

    [gallery type="rectangular" ids="12366,12367"]

    Ein Ei ist immer 1 Teelöffel Leinsamen- oder Chia-Mehl und 3 Teelöffel Wasser.

    Also nehmt entsprechend viele Teelöffel vom Leinsamen- oder Chiamehl  und entsprechend viele Teelöffel Wasser.

    Verrührt die beiden Bestandteile gut mit einem Löffel oder Gabel in einem Schüsselchen.
    leinsamen-eier-flax-eggs-chia-eier-chia-eggs-rezept-natuerlicher-eiersatz-1-7
    Stellt das Gemisch für etwa 15 Minuten beiseite.
    Ihr stellt fest, es ist ein recht fester Klumpen geworden und die Flüssigkeit ist aufgesogen.
    Das ist nur Euer "Pflanzen-Ei" :)
    leinsamen-eier-flax-eggs-chia-eier-chia-eggs-rezept-natuerlicher-eiersatz-1-11
    Ihr könnt Eure Pflanzen-Eier nun überall verwenden wo ganze Eier in ein Gericht kommen.

    EASY ODER?

    Viel Spass damit.

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33 Kommentare

  1. Alex 12. Oktober 2018 um 2:35 Uhr - Antworten

    Wenn sich so ein Klumpen gebildet hat, (hatte ich beim Flohsamenschalen Eiersatz) wie rühre ich das denn dann unter, uhne dass da Klümpchen im Teig bleiben?
    Bisher konnte ich leider noch immer keinen adäquaten Ei Ersatz zum backen herstellen….
    Glg Alex

    • Kochtrotz 15. Oktober 2018 um 12:39 Uhr - Antworten

      Ja genau so Alex! Geht super mit dem Pürierstab oder auch mit dem Handmixer mit den Schneebesen. Viele Grüße Steffi

  2. Anonymous 14. Februar 2017 um 13:52 Uhr - Antworten

    ich habe keine mühle. würde auch eine größere menge im thermi gehen zum mahlen?

    • Kochtrotz 14. Februar 2017 um 14:14 Uhr - Antworten

      Hallo. Probier es aus, du musst aber bestimmt 250 g nehmen damit es klappt. Viele Grüße Steffi

      • Anonymous 15. Februar 2017 um 10:02 Uhr - Antworten

        was ist denn mit Leinmehl? würde das auch gehen?

        • Kochtrotz 15. Februar 2017 um 10:48 Uhr - Antworten

          Ja das sollte klappen sofern es nicht stark entölt wurde. Mit normalem Leinmehl geht es auf jeden Fall.

  3. Maria Gittersberger 23. Januar 2016 um 12:13 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi, seit kurzen bin ich eine grosse Fan von Quinoa,Chai,Leimsamen……dein Blog ist eine grosse Hilfe für mich,-Anfängerin- die Rezepte sehr fein und die Eier-ersazt sehr hilfreich.
    Danke und Liebe Grüsse Maria

    • Kochtrotz 30. Januar 2016 um 9:02 Uhr - Antworten

      Liebe Maria, das freut mich sehr und weiterhin gutes Gelingen und viel Spaß hier. LG Steffi

  4. ReginaH 17. August 2015 um 9:08 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi, es klappt großartig. Vielen Dank!!!!

  5. Pia 26. Januar 2015 um 15:56 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,

    bloß um sicher zu gehen. In dienem älteren Artikel schreibst du, dass du immer 1EL Mehl mit 3EL Flüssigkeit mischst.
    Hier schreibst du, dass 1TL Mehl mit 3 TL Flüssigkeit = 1Ei ergeben.
    Was ist nun richtig? Esslöffel oder Teelöffel?

    Würde mich wirklich freuen, wenn du mir antworten kannst, weil ich auch durchs Internet total verwirrt bin. Jeder schreibt was anderes.

    Lg Pia

    • Kochtrotz 27. Januar 2015 um 14:14 Uhr - Antworten

      Hallo Pia,
      Teelöffel ist korrekt für das Herstellen der Pflanzeneier, also für diesen Artikel. Man sieht es auch auf den Fotos, da ist immer ein Teelöffel verwendet. Das ergibt in etwa den Ersatz eines Ei Größe M.

      Ich weiß jetzt gerade nicht welche älteren Artikel Du meinst, aber wenn dort Esslöffel steht, habe ich die Menge dort so verwendet.
      Tut mir leid, dass Du verwirrt bist. Aber ja, es steht auch überall was anderes. Ich habe das auch schon oft gesehen.

      Lieben Gruß
      Steffi

  6. Sophie 27. November 2014 um 10:25 Uhr - Antworten

    Danke für deine vielen verschiedenen Ei-Ersatzideen!
    Warum muss ich gefiltertes Wasser für die Chia-Eier nehmen? Geht es da um die Haltbarkeit? Wenn ich sie sofort verwende, kann ich aber auch normales Leitungswasser nehmen, oder?

    Liebe Grüße!

    • Kochtrotz 27. November 2014 um 18:50 Uhr - Antworten

      HI, es geht um die Keime, wenn sie nicht erhitzt wird die Masse. LG Steffi

  7. Swantje 29. September 2014 um 18:46 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi,

    du schreibst, das man zum Mahlen der Leinsamen mit einem der Blender wie Vitamix oder Thermomix bei kleinen Mengen nicht so gute Ergebnisse erzielt. Ich hatte das Problem auch bei dem veganen Joghurt mit Kokosflocken. Mein Thermomix wollte sie einfach nicht zerkleinern, egal wie lange ich ihn laufen ließ.

    Nun schreibst du, man könnte eine Gewürz- oder Kaffeemühle zum Zerkleinern nehmen. Ich würde mir gerne eine Mühle für diese Zwecke anschaffen (z.B. auch für das Zerkleinern von Ingwer oder anderen Gewürzen). Hast du vielleicht eine Empfehlung für mich, welches Gerät sich gut eignet? Ich habe bei Amazon schon viele Rezensionen gelesen. Oftmals steht, dass die Geräte für ölhaltige Lebensmittel (wie z.B. Leinsamen) nicht geeignet sind. Nach meinen Studien scheint der Kenwood CH 580 Quadblade Zerkleinerer ganz gut im Preis-Leistungs-Verhältnis zu sein.
    Vielleicht magst du mir einen schnellen Hinweis geben, möchte nämlich unbedingt deine leckeren Quinoa-Frikadellen ausprobieren 😉

    Liebe Grße
    Swantje

    • Kochtrotz 2. Oktober 2014 um 12:28 Uhr - Antworten

      Hallo Swantje, ich hab selbst einen Aufsatz für die Gewürzmühle für meine Kenwood Chef und die mahlt so ziemlich alles klein. Aber ansonsten kann ich Dir da nicht weiterhelfen. Aber evtl. jemand anderes hier? LG Steffi

    • berg wichtl 11. Januar 2016 um 9:11 Uhr - Antworten

      Hat schon jemand versucht mit diesem Leinsamen-Ei Eierspätzle zu machen? Und wie ist der Geschmack bei Waffeln, da kommen ja recht viel Eier rein.
      Herzliche Grüße,
      Dagmar

  8. Valez 21. September 2014 um 12:01 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, danke für deinen tollen Blog! Da ich einen TM31 mein eigen nenne, würde mich die Antwort auf die Frage nach der Haltbarkeit der gemahlenen Leinsamen auch interessieren… Viele Grüße Valez

    • Kochtrotz 21. September 2014 um 12:39 Uhr - Antworten

      6 – 8 Wochen gut verschlossen in einem Glas halten sie definitiv. LG Steffi

  9. Regina 23. August 2014 um 14:19 Uhr - Antworten

    Ich hatte nur den dunklen Leinsamen da, also habe ich den genommen und vorsichtshalber Kakaopulver in zu meinem Rührkuchenrezept hinzugefügt – und zumindest in dieser Zusammenstellung schmeckt man den Leinsamen nicht.
    Nur ist der Kuchen nicht so hochgebacken wie früher (mit Ei) – liegt das am dunklen Leinsamen oder sollte man generell mehr Backpulver nehmen?
    Ansonsten aber geniales Ergebnis – wunderbar locker und kein Unterschied zum ‚Original‘ – vielen, vielen Dank für diesen Tipp!

    • Kochtrotz 28. August 2014 um 8:23 Uhr - Antworten

      Na das nenne ich mal einen Erfolg! Freut mich sehr Regina <3

  10. Laura 31. Juli 2014 um 21:31 Uhr - Antworten

    Hallo 🙂
    kann man das Leinsamenmehl auf Vorrat „produzieren“ und dann luftdicht aufbewahren oder glaubst du das verliert an Wirkung? Und ich bin leicht irritiert, weil in einem Kochbuch das ich neu habe immer ein Esslöffel statt ein Teelöffel steht. Tut mir leid, falls du es schon irgendwo erwähnt hast, wenn dann habe ich es leider übersehen!
    Dein Blog ist wirklich eine tolle Bereicherung 🙂
    Liebe Grüße,
    Laura

  11. Stefanie vom Kochgarten 8. Juli 2014 um 8:45 Uhr - Antworten

    Ich habe ein Rezept für Gemüsewaffeln, in das ein Ei kommt. Heute werde ich mal versuchen diese Waffeln mit dem Leinsamenei zu machen. Bin gespannt. Wenn der Klumpen aber so fest ist, muss ich dann nicht noch etwas mehr Flüssigkeit in den Teig geben? Das Ei hat ja auch eine gewisse Menge an Flüssigkeit.
    Ich werde es sehen, ist bei Waffeln ja kein Problem.

    Viele Grüße aus dem KOCHGARTEN
    Stefanie

    • Kochtrotz 10. Juli 2014 um 15:43 Uhr - Antworten

      HI. Ja vermutlich etwas mehr Flüssigkeit. LG Steffi

  12. Virginia 5. Juli 2014 um 21:44 Uhr - Antworten

    Lieben Dank für deine Eiersatz Info! Du schreibst dies ist nun für ganze Eier… Deine Infos von 2011 sind doch auch für ganze Eier, oder? Für Eischnee kann man deine Info mit den Leinsamen nehmen… Was nimmt man denn, wenn Eier getrennt eingesetzt werden…also für Eiweiß und Eigelb jeweils??? Kannst du mir bei meinen Fragen weiterhelfen und entsprechende Tips geben? Lieben Dank im Voraus!
    Liebe Grüße
    Virginia

    • Kochtrotz 6. Juli 2014 um 13:52 Uhr - Antworten

      Genau dieser Tipp und der alte sind für ganze Eier und auch Eigelb. Den Leinsamen-Schnee kannst Du als Ersatz für Eischnee verwenden.

  13. snwt 5. Juli 2014 um 20:39 Uhr - Antworten

    Hey du!
    Was spricht gegen bereits geschrotete Leinsamen, wie es sie z.B. bei dm gibt?

    Liebe Grüße!

    • Kochtrotz 6. Juli 2014 um 13:51 Uhr - Antworten

      Da ist schon viel Öl raus und Du musst sie dennoch mahlen. Ich rate davon ab. LG Steffi

  14. Anonymous 5. Juli 2014 um 14:59 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi,

    Du bist ein Schatz. Vielen Dank.
    Schönes Wochenende.
    Gruß Aki

  15. Anke 5. Juli 2014 um 14:21 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi
    dieser Ei – Ersatz gefällt mir noch besser als der letzte. Du brauchst diesen wie ich lese nicht erst aufkochen. Ich würde entweder destilliertes Wasser oder mein Mineralwasser für diesen Ei – Ersatz verwenden. Auf meinem Mineralwasser steht drauf „für Babynahrung geeignet“ müßte auch gehen. Mein Bruder hat auch irgendwo noch einen Wasserfilter verstaut, in seiner Küche. Muß mal fragen ob ich den kurz mal ausleihen darf. Ich werde sehen, was ich mache.
    Liebe Grüße Anke

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