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Yacón – eine tolle Knolle zum Kochen und Süßen

Yacon-Knollen

Kennst du schon die Yacon-Knolle? Nein? Dann wird es aber Zeit! Denn die tolle Knolle schmeckt nicht nur fantastisch, sie ist als Yacon-Sirup und Yacon-Pulver auch noch eine wahnsinnig gute Zuckeralternative, wächst auch im heimischen Garten und ihr werden einige gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt. Klingt gut? Finden wir auch! Deswegen haben wir die spannendsten Infos so kurz und knapp wie möglich für dich zusammengestellt.


Was ist Yacón?

Yacón oder Yacon trägt den wunderschönen wissenschaftlichen Namen Smallanthus sonchifolius. Dahinter verbirgt sich eine süße Knolle aus dem Hochland der Anden, also aus Peru in Südamerika.

Eine süße Knolle? Oh ja! Der süße Geschmack wird zum Beispiel mit Birnen, Nashi oder Melonen verglichen. Für den süßen Geschmack sorgt der Fructose-Gehalt der tollen Knolle.

Ihre Blüte erinnert an eine Sonnenblume, weil Yacon zur Familie der Korbblütler gehört. Zu dieser Familie gehören beispielsweise auch die Topinambur, der Kopfsalat, die Ringelblume, die Artischocke und die Stevia.

Wächst sie auch hier?

Obwohl die Yacon-Knolle aus Südamerika stammt, wird sie mittlerweile auch in unseren Breitengraden, aber auch in Asien, Ozeanien und den USA angebaut. Auch im heimischen Garten kannst du die Wurzel anpflanzen.

Es gibt eine ganze Menge verschiedener Yacon-Sorten in unterschiedlichen Farben, die auch jeweils unterschiedlich süß sein können. Die Sorten Bekya, Cajamarca, Quinault und Morado lassen sich am besten auch in Deutschland anbauen. Die lilafarbene, sehr süße Knolle Morado ist bei uns besonders weit verbreitet.

Die Pflanze bildet zwei verschiedene Knollenarten aus, einmal Rhizome, mit denen sie sich vermehren lässt, und einmal die essbaren Knollen.

Kann ich die Yacón-Knolle schon beim Gemüsehändler kaufen?

Die Antwort ist ganz einfach: Jain. Das ist noch ein bisschen Glückssache, denn die süße Knolle ist bei uns ja noch nicht sehr verbreitet. Wenn du sie dann aber mal findest, kannst du die Wurzel ganz gut roh essen, aber sie auch in Eintöpfen und Pfannengerichten verwenden oder auch als Gemüsechips zubereiten.


Was macht die Yacon-Wurzel so besonders?

Die größte Besonderheit der Yacon-Knolle ist aber, dass sie (in Trockenmasse) zu 50 bis 70 Prozent aus Fructooligosacchariden (kurz FOS) besteht. FOS sind Mehrfachzucker, die in vielen Pflanzen vorkommen – aber in keiner Pflanze ist die Konzentration so hoch wie bei der Yacon-Pflanze! Die FOS bestehen aus einem Glucose-Molekül und 2 bis 10 Fructose-Molekülen. Diese Verbindung ist so stark, dass sie vom Körper nicht als „normale“ Zuckerverbindung wahrgenommen wird, sondern als Ballaststoff – damit sind sie für den Dünndarm unverdaulich. Das bedeutet, dass die FOS unverdaut über den Dünndarm in den Dickdarm wandern und den Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen.

Erst im Dickdarm werden die FOS dann von den Darmbakterien verwertet. Insbesondere die probiotischen Bifidobakterien und Lactobacillus-Arten verwerten die FOS, wodurch die Darmflora unterstützt wird. Die Yacon ist dadurch auch präbiotisch und verdauungsfördernd. Außerdem soll sie antioxidative, antimikrobielle und antikanzerogene Eigenschaften haben.

Der glykämische Index der Yacon-Knolle (und damit auch des Yacon-Sirups) liegt bei 1. Zum Vergleich: Zucker hat einen glykämischen Index von 70, Ahornsirup liegt bei 65. Damit eignet sich die Knolle also super als Süßungsmittel in einer Diabetes-gerechten Ernährung. Außerdem soll die Verwendung der Knolle als Süßungsmittel bei der Gewichtsabnahme helfen.

Yacon-Sirup und Pulver als Süßungsmittel

Während es noch recht schwierig ist, die Knolle beim Gemüsehändler zu finden, ist es schon jetzt recht einfach, auf ein Yacon-Süßungsmittel umzusteigen. Probiere es doch mal mit Sirup * oder mit Pulver *. Den Sirup kannst du genauso verwenden wie du beispielsweise Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden würdest.

Der Yacon-Sirup besteht zu 30 bis 50 % aus FOS – also aus Ballaststoffen, die vom Körper nicht in Glukose zerlegt werden. Das bedeutet, dass auch der Sirup der tollen Knolle den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Der Kaloriengehalt von Yacon-Sirup liegt bei ungefähr 260 kcal pro 100 g – Zucker liegt bei ca. 390 kcal pro 100 g. Die Süßkraft des Sirups ist geringer als die von Haushaltszucker, da musst du also ein wenig ausprobieren, wie viel Sirup die ideale Süße für dich bringt.

Achtung bei Fructoseintoleranz

Ab und zu wird behauptet, dass die Yacon-Wurzel auch bei Fructoseintoleranz verträglich wäre. Doch leider, leider ist das nicht der Fall: Aufgrund des hohen Fructose-Gehalts der Wurzel müssen Personen, die unter einer Fructoseintoleranz oder Fructoseunverträglichkeit leiden, leider darauf verzichten.

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Mehr zur Yacon-Pflanze:

https://www.plantura.garden/gemuese/yacon/yacon-pflanzenportrait

https://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/yacon.aspx

https://www.bzfe.de/fileadmin//resources/import/pdf/eifonline_yacon.pdf

https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/study-of-the-effect-exerted-by-fructooligosaccharides-from-yacon-smallanthus-sonchifolius-root-flour-in-an-intestinal-infection-model-with-salmonella-typhimurium/A38DF2A9BEC061B37BFBFF6F372273CF

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S096399691930568X

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5 Kommentare
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Denis

Noch nie von Yacon gehört oder irgendwo gesehen. Ab jetzt heißt es Augen offen halten, damit ich sie mal ausprobieren kann! Danke für den Beitrag!

Schultz Christina

Hallo und besten Dank für die Information.
Ist möglicherweise bekannt, ob die Wurzel bei Histamin Intoleranz verträglich ist. Leider finde ich dazu nirgends keine Auskunft.
Beste Grüße

Christina

Vielen dank für die Info Sabrina. Ich werde einen Versuch starten.
beste Grüße und einen schönen Tag.

Nicolai Petra

Vielen Dank für die wertvolle Information!
Liebe Grüße Petra

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