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Glutenfreie Fruchtwolke mit Amaretti | super locker und saftig

Locker, saftig, fruchtig – das ist die glutenfreie Fruchtwolke

Die glutenfreie Fruchtwolke ist da! Selten habe ich etwas derartig saftiges, lockeres, fruchtiges und schmackhaftes gebacken! Das ist ein hohes Lob an die Fruchtwolke. Gleichzeitig schüre ich damit eure Erwartungen enorm, das weiß ich. Doch das kann ich getrost machen, denn die Fruchtwolke ist unglaublich gut. Alle, wirklich alle, die sie hier probiert haben waren total geflasht. Das Beste, es waren allesamt Normalesser. Also Menschen, die gar nicht glutenfrei leben. Niemand hat etwas bemerkt. Das ist ja immer das allerhöchste Lob. Die Fruchtwolke trocknet nicht sehr schnell aus. Meine war auch am nächsten Tag noch locker, saftig und fruchtig. Einfach perfekt!

glutenfreie Fruchtwolke | super lockeres, saftiges und fruchtiges Hefegebäck

Der Name ist Programm

Ist Fruchtwolke nicht ein toller Name? Den habe nicht ich erfunden, sondern ihr meine lieben Leser*innen. Ich war absolut ideenlos, wie dieses geniale Hefegebäck heißen könnte. Da habe ich euch einfach auf meiner Facebookseite befragt und ihr habt so tolle Namen gefunden, dass am Ende die Wahl schwer fiel. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank für euer kreatives und geniales Engagement. Die Fruchtigkeit findet sich im Namen wieder und die extreme Lockerheit auch, die kommt echt einer Wolke gleich. Schaut mal, wie locker:

Ist Fruchtwolke nicht ein toller Name? Den habe nicht ich erfunden, sondern ihr meine lieben Leser*innen. Ich war absolut ideenlos, wie dieses geniale Hefegebäck heißen könnte. Da habe ich euch einfach auf meiner Facebookseite befragt und ihr habt so tolle Namen gefunden, dass am Ende die Wahl schwer fiel. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank für euer kreatives und geniales Engagement. 

Die Füllung ist sehr flexibel

Meine Fruchtwolke ist mit Rhabarberkompott gefüllt, das ich selbst gekocht habe. Ihr könnt sie mit dem Kompott, Fruchtmus oder auch Marmelade füllen, die ihr gerne mögt und auch gut vertragt. Die Fruchtwolke ist kein Schlankmacher, sondern eher etwas gehaltvoll. Im Teig sind ordentlich Butter (oder Margarine) und auch Zucker. Ich habe meinen Teig mit Kokosblütenzucker gemacht. Hefeteige mit Erythrit sind sehr speziell und gelingen nicht immer. Deshalb habe ich darauf verzichtet. Kokosbütenzucker ist eine prima Alternative für so ein Gebäck. Er hat einen tollen Geschmack und immer noch bessere Nährwerte als normaler Zucker. Ihr könnt aber auch normalen Zucker nehmen. Das ist selbstverständlich euch überlassen. Man isst ja auch nicht täglich so ne Fruchtwolke oder? 😉

Einen besonderen Kick bekommt die Fruchtwolke durch den hohen Anteil an Amaretti. Ich liebe alles was nach Mandeln schmeckt. Die Kombination Hefeteig, Amaretti und Frucht ist echt ne Wucht. Amaretti werden ganz oft im Standardsortiment im Supermarkt glutenfrei angeboten.

Der Teig geht easy über Nacht

Dieser Hefeteig ist einfach zu handhaben. Du machst ihn einfach abends, stellst ihn in den Kühlschrank und am nächsten Tag holst du ihn wieder raus. Er hat an Volumen zugelegt, ist fester geworden und du verarbeitest ihn einfach kalt. Ich bin ein großer Fan von sogenannten Übernacht-Garen.

glutenfreie Fruchtwolke | super lockeres, saftiges und fruchtiges Hefegebäck

Ach ja eins noch. Ich habe für meine Fruchtwolke ein Mehl verwendet, das ihr nicht unbedingt kaufen könnt. Ich hatte noch eine Packung glutenfreie Mehlmischung aus Serbien hier. Das habe ich von meinem letzten Besuch mitgebracht. Die Konsistenz dieser Mehlmischung für alle mögliche Anwendungen ist sehr ähnlich der Universalmischungen, die wir hier kaufen können. Insofern könnt ihr einen Mehlmix für Kuchen und Kekse oder ein sogenanntes Universalmehl verwenden. Durch die Gare des Teiges über Nacht, zieht der Teig eh an und wird noch fester. Das war mein Mehl für die Fruchtwolke:

glutenfreie Fruchtwolke | super lockeres, saftiges und fruchtiges Hefegebäck

Arbeitsschritte für Kenwood Küchenmaschinen

Im Rezept gebe ich euch noch die Arbeitsschritte für die Chef Modelle von Kenwood an. Ihr wisst ja, ich bin ein großer Fan dieser Maschinen und habe sogar meine eigenen Kenwood KochTrotz-Editionen.

Im Moment gibt es wieder eine tolle Aktion. Sie nennt sich myChef und es gibt Zubehörteile umsonst.

Noch lockerer wird die Fruchtwolke …

… mit Lievito Madre! Sollett ihr eine glutenfreie Lievito Madre zu Hause haben, dann gebt ruhig 2 EL davon dazu. Einfach direkt in den Teig geben und mitkneten lassen. Dann wird dieses ohnehin schon sehr luftige Hefegebäck noch lockerer. Hier gibt es übrigens die Anleitung zur Lievito Madre.

Glutenfreie Fruchtwolke mit Amaretti | super locker und saftig

glutenfreie Fruchtwolke | super lockeres, saftiges und fruchtiges Hefegebäck
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Super locker, saftig und fruchtig - das ist die geniale glutenfreie Fruchtwolke!
MENGE
1 Fruchtwolke
VORBEREITUNG
30 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
35 Minuten
RUHEZEIT
10 Stunden
SCHWIERIGKEIT
normal

ZUTATEN

  • 300 mlOrangensaft
  • 400 gglutenfreien Mehlmix
  • 12 gFrischhefe
  • 2 EL Lievito Madre (glutenfrei) aus dem Kühlschrank (optional)
  • 80 gKokosblütenzucker oder anderen Zucker
  • 1PriseSalz
  • 1StückEi Gr. M
  • 80 gsehr weiche Butter
  • 350 gAmaretti
  • 350gRhabarberkompott
  • 1großeBackmatte 60 x 40 cm
  • 1StückBackpapier
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Eier ersetzen: 
Du kannst 3 Wachteleier verwenden, ein Chia- oder Leinsamenei oder auch Ei-Ersatz.

Welchen Saft?
Du kannst alle möglichen Fruchtsäfte verwenden. Der Orangensaft rundet den Geschmack ab. Du kannst aber auch einen Saft passend zu deiner Füllung aussuchen.

Welche Früchte: 
Hier könnt ihr alles nehmen was euch schmeckt. Mir fällt keine Fruchtsorte ein, die nicht passt. Ihr könnt Kompott, Fruchtmus, Fruchtpüree oder auch Marmelade mit einem hohen Fruchtanteil verwenden.

Backmatte: 
Die Backmatte ist für mich unerlässlich bei der kompletten glutenfreien Bäckerei. Falls ihr keine habt, versucht es mit einem Backpapier. Ich verwende ein Backmatte wie dieser hier (Affiliate Link).

ZUBEREITUNG

  1. 1. Mehl und Saft verrühren und 30 Minuten ruhen lassen.
  2. 2. Frischhefe zerbröseln, optional Lievito Madre, Zucker, Salz, Ei und optional Lievito Madre zum Mehlgemisch geben.
  3. 3. Für 5 Minuten auf Stufe 1 (auch Kenwood-Geräte) mit dem K-Haken kneten lassen. Dabei die weiche Butter nach und zugeben. Der Teig ist relativ weich. Er hat die Konsistenz von Rührteig und das ist richtig.
    TIPP: Hat der Teig bei dir eine anderen Konstistenz, gib entweder noch etwas Saft oder Mehl hinzu. Am besten Esslöffel pro Esslöffel.
  4. 4. Den Teig abgedeckt eine Stunde bei Raumtemperatur anspringen lassen. Jetzt fängt die Hefe an zu arbeiten. Danach stellst du ihn für 10 - 14 Stunden in den Kühlschrank.
  5. 5. So in etwas sieht dein Teig dann nach der Ruhezeit im Kühlschrank aus. Er hat ordentlich an Volumen zugelegt.
  6. 6. Am nächsten Tag: Die Form (Springform oder Auflaufform) mit Backpapier auslegen.
  7. 7. Bevor du den Teig am nächsten Tag verarbeitest, mahlst du die Amaretti fein. Das klappt sehr gut mit einem Multi-Zerkleinerer.
    Kenwood Chef Modelle: Messer in den Multi-Zerkleinerer einsetzen, Amaretti einfüllen, Deckel schließen, auf Stufe 3 für circa 20 Sekunden feinst zerkleinern.
  8. 8. Backmatte auslegen und sehr gut (richtig dick) mit den Amaretti-Bröseln bestreuen. Den kalten Teig darauf geben und ebenfalls mit Amaretti-Bröseln bestreuen.
  9. 9. Mit der Hand platt drücken und immer wieder mit Amaretti-Bröseln bestreuen. Ich verwende keine Nudelholz, da ich mit der Hand mehr Gefühl habe. Der Teig soll am Ende ein Rechteck von circa 1,5 cm Dicke sein. Dieses dann wieder sehr gut mit Amaretti-Bröseln bestreuen.
  10. 10. Jetzt mit einem Löffel das Fruchtkompott verteilen und die Ränder dabei auslassen.
  11. 11. Nun kommen die Vorteile der Backmatte zum Einsatz. Mit Hilfe der Backmatte eine lockere Rolle formen. Die Matte an einer breiten Seite hochheben und den Teig einschlagen. Dann mittels der Matte den Teig lose aufrollen. Es ist nicht schlimm, sollte sie an einer Stelle brechen.
  12. 12. Mit einem großen Messer oder Teigkarte Teigstücke von circa 5 cm Breite abstechen.
  13. 13. Die Stücke mittels einem Tortenheber in die Form geben und dort einfach wild auslegen.
  14. 14. Einfach Stück für Stück in die Form legen und etwas zusammen schieben. Hier braucht es keine Ordnung, je wilder je besser.
  15. 15. Die restlichen Amaretti-Brösel über die Traumwolke streuen.
    Die Form mit einem Tuch abdecken und für circa 1 Stunde ruhen lassen. Das Teigvolumen erhöht sich ordentlich.
  16. 16. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
    So sieht der Teig aus, wenn er an Volumen zugelegt hat:
  17. 17. Die Traumwolke für circa 35 - 40 Minuten backen. Ab Minute 25 auf Unterhitze umschalten. So backt die Traumwolke auch von unten gut durch und wird oben nicht braun.
    Achtung, jeder Backofen backt anders. Es kann sein, dass das Gebäck auch etwas länger oder kürzer braucht.
  18. 18. Die Form aus dem Ofen nehmen und noch für 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Dann samt Backpapier aus der Form heben.
  19. 19. Die Traumwolke schmeckt lauwarm köstlich! Sie schmeckt aber auch kalt und auch noch am nächsten Tag sehr lecker.
    Ich bin gespannt, wie sie dir schmecken wird. Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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13 Kommentare

  1. Rat 17. Mai 2018 um 14:07 Uhr - Antworten

    Hallo,
    welche Amaretti (also Marke oder Ladenkette wo du sie gekauft hast) hast du denn verwendet?
    Weil mit fertigen glutenfreien geht es ja schneller und einfacher. :-))
    LG Rat

    • Kochtrotz 18. Mai 2018 um 7:44 Uhr - Antworten

      Hallo, ich kaufe meine entweder in der Metro, bei Andronaco oder Lidl. Viele Grüße Steffi

      • Rat 20. Mai 2018 um 16:55 Uhr - Antworten

        Ok, danke!
        Metro komme ich nicht rein als Privatmensch und das zweite sagt mir gar nichts, aber LIDL gibt’s hier. Dann schaue ich da mal nach. :-))

  2. Katharina 11. Mai 2018 um 22:36 Uhr - Antworten

    Die Mehlmarke habe ich hier in Slowenien auch schon gesehen, allerdings leider noch keine glutenfreien Amaretti… Aber vielleicht finden sich ja nochmal welche, das sieht nämlich echt lecker aus!

    • Kochtrotz 11. Mai 2018 um 23:43 Uhr - Antworten

      Die Amaretti kannst du sonst auch sekbst machen. Geht ziemlich einfach. Lieben Gruß Steffi

  3. Kaja 8. Mai 2018 um 7:22 Uhr - Antworten

    DER KNALLER!
    Ich war gespannt auf den wachsenden Hefeteig im Kühlschrank, ich dachte immer die brauchen warm. Naja. Er ist gewachsen und war top. Ich habe Rhababer mit Himbeeren gemischt, weil ich ausversehen zu wenig Kompott gekocht hab 😂
    Ich musste mehrfach die geschnittenen Teigstücke umfüllen, weil erst eine zu kleine Schüssel genommen und dann festgestellt dass ich das Backpapier vergessen habe….sieht aber trotzdem lecker aus, die Wolke, und schmeckt mega lecker!!
    Danke Steffi!

    • Kochtrotz 9. Mai 2018 um 8:18 Uhr - Antworten

      Liebe Kaja, das freut mich sehr! Hefe braucht keine Wärme um den Teig zum Gehen zu bringen. Sie braucht nur deutlich länger. Dafür wird der Teig sehr luftig und saftig. Lieben Gruß Steffi

  4. Patricia Heller 6. Mai 2018 um 7:33 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    ich musste jetzt meine komplette Ernährung umstellen und dank deinen beiden Kochbüchern ist mir das relativ gut gelungen.
    Leider darf ich keine Hefe essen.
    Gibt es eine Alternative zu Hefe, die ich bei diesen Rezept benutzen kann? Dieser Kuchen sieht einfach zu gut aus, um nicht gemacht zu werden.

    Liebe Grüße, Patricia

    • Kochtrotz 9. Mai 2018 um 8:16 Uhr - Antworten

      Liebe Patricia,
      Du kannst die Fruchtwolke auch mit Backpulver/Weinsteinbackpulver zubereiten. Dann allerdings lässt du den Teig nicht ruhen, sondern backst direkt. Das Gebäck ist dann nicht ganz so lange haltbar.
      Lieben Gruß Steffi

      • Patricia 11. Juni 2018 um 20:45 Uhr - Antworten

        Ich habe die Fruchtwolke mit Weinsteinbackpulver gebacken und es hat super geklappt. Sehr lecker und den habe ich bestimmt nicht das letzte mal gebacken.
        Danke.

        • Kochtrotz 12. Juni 2018 um 16:46 Uhr - Antworten

          Klasse liebe Patricia. Ich finde es großartig, dass du das einfach ausprobiert hast. Das wird noch viele andere hier sehr freuen! Danke Dir und herzliche Grüße Steffi

  5. Katja 5. Mai 2018 um 8:05 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, danke erstmal für deine tollen ideen. Mir ist schon ein paar mal aufgefallen (da ich eine hühnerei-allergie habe) das oben im rezept steht:hühnereifrei und dann bei den zutaten trotzdem ein ei steht! Das ist immer eine kleine gefühlsachterbahn für mich. Meine Erfahrung ist nämlich, dass man nicht immer problemlos ein ei ersetzen kann. Viele liebe grüße, Katja

    • Kochtrotz 5. Mai 2018 um 8:06 Uhr - Antworten

      Liebe Katja, wenn ein Rezept mit „eifrei“ gekennzeichnet ist, dann findest du immer die Alternative dafür unter der Zutatenliste beschrieben. So auch in diesem Rezept. Vielleicht hast du das bislang übersehen. ☺️
      Viele Grüße Steffi

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