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Bärlauch-Semmelknödel – viele Varianten – wahlweise glutenfrei, histaminarm, vegetarisch, vegan – alternativ mit Basilikum, Mangold oder anderem grünem Gemüse

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Ihr Lieben, jetzt geht’s mit den Bärlauchrezepten. 3 Stück habe ich für Euch. Ihr habt ja bestimmt gelesen, mehr wird es nicht geben können wegen meiner Allergie.

Aber, immerhin! Besser als nix würde ich sagen. Starten wir also heute mit den Knödeln. Die sind total lecker. Ihr könnt sie wahlweise vegetarisch oder vegan zubereiten oder eben noch zusätzlich glutenfrei oder auch nicht. Das Rezept gibt alles her.

Ihr merkt schon, in letzter Zeit sind viele meiner Rezepte auch vegetarisch aufbereitet. Ich habe selbst wieder einen vegetarischen Teil in meine Ernährung eingebaut. Das tut mir im Moment ganz gut. Bin ja doch auch ganz schön gebeutelt wieder und vertrage gerade nicht mehr so viel wie sonst. Das liegt auch sicher mit an der Jahreszeit. Ich hab ja Heuschnupfen bekommen im letzten Jahr und der nimmt doch mehr Einfluss in mein Leben als mir lieb ist. Siehe mein Bärlauch-Dilemma 🙂

Für die Knödel habe ich einen Teil von meinem Mutanten-Toastbrot verwendet, das ich Ostern gebacken habe. Ich habe es Mutanten-Toastbrot genannt, weil es so dermaßen aufgegangen ist und insgesamt sein Volumen verdreifacht hat. Das Rezept findet ihr hier: lockeres, luftiges, glutenfreies Toastbrot

Ihr könnt den Bärlauch im Rezept durch Basilikum, andere Kräuter oder auch Mangold ersetzen. Das Rezept wird mit Wachteleiern histaminarm.

Ich verwende ja für solche Gerichte sehr gerne Butteröl. Das ist laktosefrei und vegan. Ist mir deutlich lieber als Ghee oder andere Öle. Das Butteröl ist meist auf Rapsbasis, also sehr gut verträglich.
Hier ein paar Anregungen (das sind die Öle, die ich selbst verwende):

Bärlauchknödel - wahlweise glutenfrei, vegetarisch, vegan - Alternativ mit Basilikum

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MENGE
8 Stück
VORBEREITUNG
30 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
25 Minuten
RUHEZEIT
keine
SCHWIERIGKEIT
normal

ZUTATEN

  • 400 g Toastbrot (glutenfrei)
  • 220mlMilch lauwarm
  • 2StückFrühlingszwiebeln
  • 2ELButteröl oder anderes
  • 100 g Bärlauch oder siehe unten
  • 4StückEier Gr. M oder siehe unten
  • 3PrisenMuskat
  • 2PrisenPfeffer oder Salz
  • 3PrisenSalz
  • 2TLBackpulver
Extra bei glutenfreier Variante:
  • 2ELFlohsamenschalen gemahlen leicht gehäufte
  • Optional für Käse-Variante:
  • 50 g Käse (möglichst herzhaft) gerieben
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Brot für die Knödel: 
Ihr entscheidet selbst ob glutenfrei oder nicht. Es klappen beiden Varianten mit diesem Rezept. Das Brot soll bitte nicht frisch sein, sondern schon etwas angetrocknet. Sehr lecker schmeckt auch Landbrot, also eine herzhaftere Sorte. Klassisch macht man Semmelknödel mit Brötchen. Aber Toastbrot ist genauso geeignet. Ihr könnt auch Brezeln nehmen. Ihr seht schon, wieder mal ein super variables Rezept.

Ei ersetzen:

  • ihr könnt anstatt 4 Eier auch 8 Eigelb oder 16 Wachteleier nehmen
    oder
  • 30 g Mandel- oder Cashewmuss
    40 ml ml Milch / Wasser
    2 EL Leinsamenschrot oder Chiasamen oder Flohsamen gemahlen
    >> die 3 Zutaten erwärmt ihr kurz im Topf und vermixt sie gut. Bitte nicht kochen. Es soll sich nur alles sehr gut auflösen und verbinden.
    oder
  • Eiersatz für 4 Eier Gr. M

Milch: 
Nehmt was ihr vertragt und gut findet. Es geht jede Sorte von Pflanzen- bis Laktosefrei. Ich hatte Mandelmilch.

Fett:
Auch hier nehmt was Ihr mögt. Von Butter, Ghee, Margarine über Öl es klappt mit allem.

Bärlauch ersetzen:
Wie schon oben geschrieben, könnt Ihr den Bärlauch ganz problemlos durch Basilikum, Petersilie oder auch Mangold ersetzten. Spinat ist auch klasse, ist aber nicht histaminarm.
Mengen: 

  • 100 g Bärlauch oder
  • 8 Stile Basilikum oder
  • 10 Stile Petersilie oder
  • 100 g Blattspinat oder
  • 100 g Mangold aber nur das Grüne

Optional - Käse-Variante:
Sehr lecker ist etwas Käse im Knödelteig und der bindet super. Ihr nehmt einfach ca. 50 g geriebenen Käse Eurer Wahl (auch vegan) und gebt ihn einfach mit den anderen Zutaten hinzu.

ZUBEREITUNG

  1. 1.

    1. Brot in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

    2. Mit warmer Milch übergießen und abgedeckt ca. 10 Minuten stehen lassen.

    3. In der Zwischenzeit die Zwiebeln hacken und in Fett glasig dünsten.

    4. Bärlauch oder Alternative waschen, putzen und hacken.

    5. Wird das Ei ersetzt, dann alle Zutaten erwärmen und gut vermischen.

    6. Alle Zutaten (auch Käse) für die Knödelmasse gut vermengen und noch einmal 5 - 10 Minuten stehen lassen.

    7. Wasser aufsetzten, salzen, auf kochen lassen, Temperatur reduzieren. Das Wasser darf nicht kochen für die Knödel. Die dürfen nur sieden.

    8. Am besten erst einmal einen Knödel formen und sanft in das Wasser geben und schauen ob er hält. Sollte er je (unwahrscheinlich) zerfallen, noch etwas gemahlene Flohsamenschalen unter die Masse geben und kurz durchkneten.

    9. Hält er, rasch die anderen  7 - 8 Knödel formen und ins Wasser geben. Die Knödel sollen circa 20 - 23 Minuten sieden. Bitte das Wasser nie kochen lassen. Sonst zerfallen sie.


    Die Knödel schmecken sehr gut zu der Spargel-Suppe, die ich als nächstes posten werde (in ein paar Tagen) und sie lassen sie sehr gut einfrieren.

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21 Kommentare

  1. Jill 25. Dezember 2017 um 21:00 Uhr - Antworten

    Super Rezept! Habe die Knödel glutenfrei mit normalen Zwiebeln (diese auch leicht angebraten) für 20 Minuten bei 900 Watt in dem Microgourmet Dampfgarer von Tupperware gedämpft, ging sehr gut! Gibt’s auf jeden Fall nochmal! Konsistenz war richtig gut, sind nicht auseinander gefallen! Vielen Dank dafür!

    • Kochtrotz 26. Dezember 2017 um 11:15 Uhr - Antworten

      Das freut mich sehr liebe Jill. Das Gerät, das du da verwendet hast, sagt mir jetzt leider gar nichts. Aber wichtig ist, es hat geklappt und sie schmecken 😍😍. Viele Grüße Steffi

  2. Beate 6. Mai 2015 um 6:03 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, nein ich hatte nicht direkt den fein gemahlenen Flohsamen, sondern den vom DM. Der sieht eher so aus wie Weizenkleie – quillt aber enorm auf. Beim Brotbacken funktioniert der einwandfrei. Nur durch das Aufquellen mit dem Mandelmus und dem bißchen Wasser ist das halt ein Klumpen geworden. Ich denke dass es mit Chiasamen flüssiger geworden wäre. Was meinst Du? LG

    • Kochtrotz 9. Mai 2015 um 6:53 Uhr - Antworten

      HI Beate, nö das glaube ich eher nicht, dass die flüssiger werden. Aber – Versuch macht klug 🙂 LG Steffi

  3. Beate 5. Mai 2015 um 7:33 Uhr - Antworten

    Danke Lela für den Tip. Dann könnte ich das nächste mal die Knödel ja im Varoma vom Thermomix im Dampf garen. Da hätt ich auch selber drauf kommen können. Aber danke für die Hilfestellung. LG

  4. Lela Finkbeiner 4. Mai 2015 um 21:02 Uhr - Antworten

    Da mir Knödel auch schon oft im Wasser zerfallen sind, gare ich sie im Dampf. Folgendes Vorgehen: Mit feuchten Händen Knödel formen, dabei gut festdrücken und außen glätten, damit sie später nicht zerfallen.
    Dämpfeinsatz und Wasser in einen gut schließenden Topf (ich nehme einen Schnellkochtopf, geht auch ohne) geben, Knödel darauf setzen. Ca. 30 min (im Schnellkochtopf etwas weniger Zeit, man braucht keine Angst haben, dass sie zu lange garen, lieber etwas länger im Topf lassen) im heißen Dampf garen. Bisher sind sie mir so nicht zerfallen. Viel Glück beim Ausprobieren!
    Das ist ein super Rezept, hab schon einige glutenfreie/vegane Knödel probiert, das hier ist mein Favorit zur Zeit. Ich liebe das KochTrotz-Kochbuch. Leute, gewinnt es, kauft es oder lasst es Euch schenken. Nein, ich bekomme keine Provision, bin nur überzeugte Kundin. 😉

    • Kochtrotz 5. Mai 2015 um 3:40 Uhr - Antworten

      Lela, Du bist bist ein Goldstück <3
      Super Tipp und super Werbung 🙂
      Und nein, sie bekommt keinen Cent dafür.
      Lieben Gruß Steffi

  5. Beate 3. Mai 2015 um 16:53 Uhr - Antworten

    Hallo, ich habe die Knödel heute probiert – mit Eiersatz. Allerdings habe ich mich gewundert, dass das Wasser mit dem Mandelmus und den Flohsamenschalen ja eher ein klebriger Klumpen wurden. Sollte das nicht flüssiger sein – weil die Eier hätten ja auch mehr Flüssigkeit? Geschmacklich waren sie oberlecker – nur sind sie mir fast zerfallen, trotz Probeknödel (ich hab aber nur 10 Min. gewartet – war wohl zu wenig) und gekocht haben sie auch nicht. Wo war denn mein Fehler? Ach ja, ich hatte übrigens Dinkeltoast, ob es daran lag? LG Beate

    • Kochtrotz 5. Mai 2015 um 3:29 Uhr - Antworten

      Hallo Beate, sowas ist immer schwer zu sagen aus der Ferne. Hattest Du gemahlene Flohsamen? Viele Grüße Steffi

  6. Maria Steiner 13. April 2015 um 7:22 Uhr - Antworten

    Hallo Stefanie, ich bin über einen Artikel in einer Zeitungsbeilage auf deinem Blog gestoßen und bin total begeistert über deine kreativen rezepte. Die knödel werde ich gleich heute ausprobieren. Ich habe mich aber gewundert, dass du sowas wie Butteröl verwendest und empfiehlst. Dieses enthält nämlich einen Emulgator sowie künstliches Aroma, beides nicht hilfreich, wenn man allgemein empfindlich ist und unter Unverträglichkeiten leidet. Oder siehst du das nicht so tragisch?

    • Kochtrotz 13. April 2015 um 9:11 Uhr - Antworten

      Hallo Hallo Maria, Danke für das tolle Kompliment. Das muss meiner Meinung nach jede/r selbst wissen ob man solche Produkte verwendet oder auch nicht. Es gibt ja auch welche ohne. Und nein, ich sehe das absolut nicht tragisch. Viele von uns Allergikern sind sehr eingeschränkt und mit solchen (unproblematischen) Produkten kann man etlichen „Genuss“ zaubern. Wir nehmen täglich weit mehr schädlichere Dinge zu uns als so was 😉 Meine Meinung 🙂 LG Steffi

  7. Anja Harrell 7. April 2015 um 13:43 Uhr - Antworten

    Hi, die sehen klasse aus!!! Wieviele Knödel ergibt das Rezept so circa?
    lg
    Anja

  8. Hildegard Schiffer 7. April 2015 um 12:30 Uhr - Antworten

    Hm, das hört sich doch mal wieder sehr gut an. ich hatte ja die ganze Zeit angst mir Bärlauch aus dem Wald zu holen wegen Fuchsbandwurm, aber jetzt hat meine Freundin welchen im Garten ;-))

    • Kochtrotz 7. April 2015 um 17:42 Uhr - Antworten

      Oh das ist ja klasse! Dann wünsche ich eine gute Ernte. LG Steffi

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