Ruckzuck-Rezept: rustikale Möhren-Quinoa-Baguettes, hefefrei und glutenfrei – optional mit Dinkelmehl

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Zur allergiearmen Kürbissuppe für meinen Dreh mit dem WDR-Team für die Sendung frauTV backte ich noch schnell ein paar Baguettes. Ich dachte mir – naja, so eine nackte Suppe ohne irgendein Brot macht ja auch nix her ;). Es gab erstmal kein Rezept, ich hab frei Schnauze gebacken. Die Baguettes sind dann aber soooo lecker geworden, dass ich sie nochmal gebacken und die Zutaten aufgeschrieben habe und vor allem die Mengen. Beim ersten Backen hatte ich nämlich nix abgewogen. Typisch Frau Kochtrotz würde ich sagen 😉 Hier habe ich ein wenig über meine tollen und spannenden Erlebnisse der beiden Drehtage geschrieben: http://www.kochtrotz.de/2014/10/02/frautv-dreht-einen-bericht-mit-und-ueber-steffi-kochtrotz-ein-tolles-erlebnis

Die Baguettes werden ohne Hefe gebacken und sind trotzdem fluffig. Ich verrate Euch gleich im Rezept den Trick, aber den kennt Ihr eventuell auch schon wenn Ihr meinen Blog schon länger lest. Das absolut Coole an diesem Rezept ist, man benötigt keine aufwändigen Teigknet-Maschinen. Den Teig rührt Ihr am besten mit einem ganz gewöhnlichen Löffel zusammen. Gut ne 😉 Aber noch besser ist, da der Teig hefefrei ist, muss er natürlich auch nicht gehen. Ihr braucht also gerade mal ca. 45 Minuten bis Ihr die frisch gebackenen Baguettes auf dem Tisch stehen habt. Noch besser ne 😉

Über den Zutaten unten stehen einige Alternativen zum Austausch von Zutaten bei Unverträglichkeiten. Bitte beachtet diese. So können eigentlich alle individuell verträgliche Baguettes herstellen.

Achtung Achtung: Wenn Ihr Sonnenblumenkerne nehmt dann wundert Euch bitte nicht, wenn Ihr am nächsten Tag grüne oder sogar grün-blaue Sonnenblumenkerne im Baguette habt. Durch die Natron-Essig-Verbindung verfärben sie sich innerhalb von einigen Stunden. Es ist aber nur eine Verfärbung und nix bedenkliches oder gesundheitsschädliches. Ihr könnt das Baguette ganz entspannt essen.  

Ihr benötigt für das Backen der Baguettes keine Baguette-Bleche. Da ich aber immer wieder danach gefragt werde, hier ist noch ein Link für das Baguette-Blech das ich auch verwende. Es ist nicht sehr teuer. Dieses Modell hat keine scharfen Kanten, wie so manch anderes Produkt in der gleichen Preiskategorie.

Im Rezept habe ich die „Dinkel-Option“ integriert. ABER ACHTUNG – Dinkel ist nicht glutenfrei. Wer sich glutenfrei ernährt, bitte kein Dinkel verwenden. Viele meiner Leser/innen haben eine Gluten-Sensivität und können Dinkel vertragen.  

Im Rezept habe ich ganz viele Fotos für die einzelnen Zubereitungsschritte integriert. So kann eigentlich nix schieflaufen. Das Rezept ist ganz einfach und auch für Back-Neulinge super geeignet.

Möchtet Ihr den Beitrag bei frauTV noch in der Mediathek schauen? hierlang bitte:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/frautv/filterseite-frautv100.html

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Ruckzuck-Rezept: rustikale Möhren-Quinoa-Baguettes, hefefrei und glutenfrei - optional mit Dinkelmehl
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Achtung, Sonnenblumenkerne werden in Verbindung mit Backpulver oder Natron grün. Gesundheitsschädlich ist die Sache nicht, sieht aber nicht sooooo einladend aus ;)
MENGE
3 Baguettes
VORBEREITUNG
15 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
30 Minuten
RUHEZEIT
keine
SCHWIERIGKEIT
einfach
ZUTATEN
  • 100 g Möhren - schon geputzt und geschält, Alterantive s. oben
  • 100g Quinoa-Körner
  • 150 g Vollkornmehl glutenfrei oder Dinkel-Vollkormehl (Typ 1050)
  • 150g glutenfreier Mehlmix (für Brot oder für alle Verwendungszwecke) 150 oder Dinkelmehl (Typ 630)
  • 60 g Kürbiskerne oder s. oben
  • 1.5ELLeinsamen geschrotet
  • 1.5TLSalz
  • 0.5TLKreuzkümmel (bei Unverträglichkeit weglassen)
  • 0.5TLKardamom (bei Unverträglichkeit weglassen)
  • 2.5gestrichene TLNatron
  • 3ELApfelessig oder s. oben
  • 250mlstark kohlensäurehaltiges Mineralwasser ca. , kommt auf das Mehl an
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • Backpapier
Optional:
  • Baguette-Blech
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Hier noch einmal der HINWEIS: 
DINKEL ist NICHT GLUTENFREI!
Wer sich "nur" weizenfrei ernähren muss kann Dinkel gut als Alternative wählen. Für alle die sich glutenfrei ernähren ist Dinkel KEINE Option.

Im Rezept ist ne gute Menge Apfelessig enthalten. Keine Sorge, den schmeckt man hinterher nicht mehr raus.

Alternativen zum Ersetzen von Apfelessig bei Unverträglichkeit: 
3 EL Apfelessig können ersetzt werden durch:
3 EL Verjus
3 EL ungesüßten Rhabarbersaft
1,5 EL Branntweinessig
1,5 EL Zitronensaft
1,5 EL andere verträgliche Säure

Alternative zum Ersetzten von Karotten / Möhren. Karotten werden bei Fructose- und oder Sorbit-Intoleranz oft auch in kleinen Mengen nicht gut vertragen.
100 g Karotte am besten mit 100 g gelben Zucchini ersetzen oder auch mit grünen.

Alternative für Körner / Samen: 
Anstatt 60 g Kürbiskerne können auch Hanfsamen, Sesamkerne oder andere Samen verwendet werden. Sie können auch weggelassen werden bei Nuss- oder Samenallergie.

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser:
Keine Sorge, auch wenn Ihr ansonsten keine Kohlensäure vertragt, sie dient hier nur dazu den Teig fluffig zu machen. Nach dem Backen ist sie sozusagen raus ;)

ZUBEREITUNG
  1. 1. Die Quinoa-Körner unbedingt gut waschen und in einem Haarsieb abtropfen lassen. Oft sind noch Bitterstoffe enthalten, die wascht Ihr einfach aus den Quinoa-Körnern raus. Körner gut abtropfen lassen.

    Wenn Ihr habt, dann gebt die Karottenstücke und Quinoa in einen Multi-Zerkleinerer und schreddert beides zusammen klein. Wenn nicht, reibt die Karotte auf einer feinen Reibe von Hand.
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    Den Backofen auf 230 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Besser nicht mit Umluft backen, die trocknet oft das Backgut sehr aus.

    Gebt alle trockenen Zutaten in eine Schüssel (Mehl, Kerne, Gewürze und Natron) und rührt gut durch, damit sich alles gut verteilt.
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    Jetzt gebt noch die Möhren und Quinoa dazu und rührt sie auch unter mit dem Löffel, danach den Apfelessig kurz unterrühren.
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    Dann ist es schon Zeit für das Mineralwasser. Ihr müsst unbedingt Mineralwasser mit viel Kohlensäure nehmen und kein stilles, das sorgt nämlich zusammen mit dem Natron dafür, dass der Teig fluffig wird. Keine Sorge, auch wenn Ihr sonst kein Mineralwasser vertragt, das macht hier nix. Die Kohlensäure geht beim Backen raus.

    Ihr rührt mit dem Löffel das Wasser einfach unter. Je nach Mehl könnte es sein, dass Ihr sogar weniger benötigt oder auch etwas mehr. Daher erst mal nur die Hälfte des Mineralwassers unterrühren. Geht behutsam vor und rührt nur so viel wie nötig. Die Kohlensäure soll drin bleiben. Gebt soviel Mineralwasser in den Teig bis alles gebunden ist und der Teig aber recht fest ist.
    FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-9 FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-10
    Nun teilt Ihr den Teig in 3 Teile, gebt etwas Mehl auf Eure Arbeitsfläche und rollt ganz sanft eine längliche Wurst, der Teig will nicht geknetet werden, sonst wird er nicht fluffig. Muss überhaupt nicht gleichmäßig sein, das verhilft zum "optimalen Landhaus-Charakter". So verfahrt Ihr mit allen 3 Teigstücken. Ich nehme immer ein Baguetteblech, das ist aber auch nicht nötig. Ihr könnt die Baguettes einfach auf ein Backblech mit Backpapier legen.
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    Nehmt Ihr ein Baguette-Blech, dann schneidet das Backpapier in Streifen. Legt einen Streifen über ein Baguette und rollt den Teig auf das den Backpapier-Streifen, fasst ihn an den langen Enden und hebt das Baguette auf dem Papier in die Mulde vom Blech legen.
    FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-5 FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-14 FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-15 FrauTV-KochTrotz-rustikale-baguettes-mit-moehren-glutenfrei-hefefrei-1-16
    Die Baguettes backen bei 230 Grad Ober-Unterhitze ca. 27 - 30 Minuten im Backofen. Sie sollen etwas dunkler als goldbraun werden.
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    Nehmt sie aus dem Ofen und lasst sie ein wenig auf einem Gitter auskühlen. Bin gespannt was Ihr sagt. Das WDR-Team, meine Freundin Kawai und ich fanden sie sehr lecker.

    Die Baguettes lassen sich sehr gut einfrieren. Das hatte ich auch über Nacht mit ihnen gemacht, damit sie auch am zweiten Drehtag noch frisch waren. Ich habe sie dann noch einmal für 10 Minuten bei 200 Grad aufgebacken.
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