Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln | mit Dinkel

Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln

Lockerer Almhefekuchen mit Früchten

Sieht dieser Almhefekuchen mit verschiedenen Früchten nicht sehr sommerlich und zum Reinbeißen aus? Ich kann euch direkt versichern, er sieht nicht nur so aus, er ist sowas von lecker, locker, fruchtig und saftig!

Synchronbacken Nummer 18

Diese Kreation ist beim #synchronbacken Nummer 18 entstanden. Das Synchronbacken ist eine Gruppenaktion von Zorra vom Blog kochtopf und von Sandra vom Blog From-Snuggs-Kitchen. Die beiden suchen sich immer ein Rezept aus und wer Lust hat, backt mit. Hier steht der Spass im Vordergrund und nicht der Wettbewerb. Alle, die Lust haben, ob mit oder ohne eigenen Food Blog, machen mit. Wer Lust hat, zeigt seine Backfortschritte und Ergebnisse dann auf seinen Social Media Kanälen und setzt die zugehörigen Hashtags. Das ist wirklich immer ein großer Spaß! Es macht so eine Laune während der Backtage mit den anderen Teilnehmern zu schreiben und zu gucken, was sie so aus dem vorgegebenen Rezept machen.

Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln

Das ausgesuchte Rezept dient immer als Grundlage für eigene Inspirationen. Dieses Mal suchten Sandra und Zorra das Rezept vom Almhefekuchen von Lutz Geißler aus. Ich kann euch jetzt schon sagen, ich habe meine Variante extrem verändert und es ist ein ganz eigenes KochTrotz-Almhefekuchen-Rezept entstanden 😉 . Mein Teig ist mit Dinkel- anstatt Weizenmehl und das ist direkt die größte Veränderung.

Welchen Belag wir für den Almhefekuchen verwenden war uns selbst überlassen.

Die KochTrotz-Version vom Almhefekuchen

Also habe ich mir folgendes überlegt: Es ist Sommer, ich liebe Früchte (und vertrage sie ja auch fast alle wieder gut). Also müssen verschiedene Früchte auf den Belag. Verwendet habe ich Kirschen, Aprikosen, Stachelbeeren und Johannisbeeren. Durch den Fruchtmix ist der Kuchen ein echter Sommerkuchen geworden. Ihr könnt hier die frischen Früchte eurer Wahl verwenden, nur frisch sollten sie sein und circa 600 – 700 Gramm.

Mein persönliches Highlight bei diesem Kuchen: Ich habe wieder einmal Stachelbeeren getestet. Die habe ich über 7 Jahre lang nicht vertragen und jetzt vertrage ich sie wieder! JUHUUUUUU – das ist fantastisch, denn ich liebe Stachelbeeren. Als ersten Test habe ich sie hier verbacken. Gegartes ist ja grundsätzlich verträglicher. Nachdem ich keinerlei Symptome zeigte, habe ich sie am kommenden Tag roh und pur probiert. Wieder ist nix passiert! YEAH – jetzt bin ich echt guter Dinge in Sachen Stachelbeeren ♥ .

Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln

Das Originalrezept sieht Rum im Teig vor. Hmmm, geeigneten Rum hab ich aber gerade keinen da. Erstmal die Abstellkammer durchforsten. Ich finde ein Fitzelchen Amaretto, ein Fitzelchen Amarettosirup und Mandelsirup. Och denke ich mir, das könnte ich doch machen. Ich gebe meinem Almhefekuchen eine Mandelnote! Wie es der Zufall wollte, hatte ich auch Amaretti im Haus. Cool, ich mache Amarettistreusel obendrauf. Wie? Keine Ahnung, mir fällt schon was ein. Da verlasse ich mich immer auf meine Intuition. Klappt meistens 😉 Ach ja, eine Cremeschicht hätte ich dann auch noch gerne auf meinem Kuchen zwischen Teig und Früchten. Schauen wir mal, was ich so da habe … In den Teig kommt ein Eigelb. Also war direkt klar, das übrige Eiweiß will ich für die Creme verarbeiten und noch was mit Mandelgeschmack. Herausgekommen ist eine Schmand-Mandelcreme, sehr sehr lecker!

Die Zutaten-Alternativen für eine fructosearme, eifreie, milchfreie und somit auch vegane Variante findet ihr unter der Zutatenliste.

Einfacher Kühlschrank-Hefeteig

Der Teig an sich ist einfach zu machen. Er wird am Vortag einfach zusammen geknetet und dann für viele Stunden in den Kühlschrank zur Gare gegeben. Ich mag ja solche Kühlschrankteige sehr gerne. Die sind so einfach zu machen, recht gelingsicher und sie kommen mit wenig Hefe aus. Ich habe gerade mal 4 Gramm Frischhefe für eine 25 x 25 cm Form verwendet.

Im Originalrezept ist Weizen-ASG (Anstellgut / Sauerteig) angegeben. Den kann man dazugeben, muss man aber nicht. Ein Esslöffel Lievito Madre passt auch prima oder man lässt beides einfach weg. Sauerteig, Lievito Madre ist auch ein Sauerteig, verhilft zum aromatischeren Geschmack und luftigerer Teigkonsistenz. Der Teig wird aber auch ohne die Beiden sehr locker und schmeckt herrlich.

Die geeignete Startzeit für den Teig

Mein Teig ruht 18 Stunden im Kühlschrank und dann noch einmal 1 – 1,5 Stunden bei Raumtemperatur. Auf ein bis zwei mehr oder weniger Stunden im Kühlschrank kommt es nicht an. Ein guter Startzeitpunkt für das Erstellen des Teiges ist am Vortag 15 – 18 Uhr. Dann kann der Teig am kommenden Vormittag weiterverarbeitet und gebacken werden. Der Almhefekuchen muss nach dem Backen abkühlen, sonst ist die Puddingmasse flüssig und läuft aus.

Ein wenig Bedenken hatte ich schon, dass mein Almhefekuchen zu „mandelig“ wird. Aber nein, das Ergebnis ist geschmacklich unheimlich rund geworden und der Mandelgeschmack ist nicht zu dominant sondern genau richtig.

Eine Super Sache für die sommerliche Kaffeetafel

Mit diesem Almhefekuchen seid ihr bei jeder sommerlichen Kaffeetafel der Hit. Der Kuchen dürfte im Nu weggessen sein – er ist einfach zu köstlich. Für ein komplettes Backblech könnt das Rezept auch in doppelter Menge zubereiten. Dann erhöht sich die Backzeit um circa 10 Minuten.

Hier kommt mein Rezept:

Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln
Almhefekuchen mit Früchten und Amarettistreuseln
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Für eine Variante ohne Alkohol kann einfach alkohlfreier Amarettosirup verwendet werden. Ich habe meinen Almhefekuchen in einer 25 x 25 cm Form gebacken. Die Menge passt auch für eine Springform von 26 cm Durchmesser oder eine Rechteck-Springform. Die Menge ergibt 12 - 16 Stück.
MENGE
1 Kuchen
VORBEREITUNG
30 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
35 Minuten
RUHEZEIT
19 Stunden
SCHWIERIGKEIT
normal
ZUTATEN
HEFETEIG:
  • 130gMilch
  • 25gKokosblütenzucker oder andere Süße
  • 5gSalz
  • 270gDinkelmehl Typ630
  • 4g Frischhefe
  • 1StückEigelb Gr. L
  • 1TLAmaretto oder Amarettosirup
  • 30gButter
OPTIONAL HEFETEIG:
  • 1 EL Lievito Madre oder 20 g Weizen-Sauerteig
CREMESCHICHT:
  • 4EL Amarettosirup oder Mandelsiurp
  • 150 mlMilch (laktosefrei)
  • 1PäckchenPuddingpulver Sahnegeschmack
  • 200gSchmand (laktosefrei)
  • 1Stück Eiweiß Gr. L
  • 1PriseSalz
FRÜCHTE:
  • 700gFrüchte Mein Mix: Kirschen, Johannisbeeren, Aprikosen, Johannisbeeren
AMARETTISTREUSEL
  • 50gButter (laktosefrei)
  • 120gAmaretti
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Fructosearme Variante: 
Du kannst dem Almhefekuchen problemlos in einer fructosearmen Variante backen. Hierzu eignen sich Beeren aller Art. Die Fruchtmenge würde ich dann auf circa 350 Gramm reduzieren.

Der Kuchen kann auch in der fructosearmen Variante mit Kokosblütenzucker gebacken werden. Ansonsten eignen sich kristalline Reissüße * und Erythrit (ist bei Fructose- und Sorbitintoleranz verträglich). Traubenzucker geht auch, aber den favorisiere ich ja bekanntlicher maßen überhaupt nicht.

Milch- und Milchprodukte ersetzen: 
Wer keine Milchprodukte verträgt, kann auf pflanzliche Alternativen ausweichen. Der Schmand kann problemlos durch weitere 200 ml Pflanzendrink ersetzt werden. Dann nehmt ihr im Gesamten 350 ml Pflanzendrink.

Die Butter lässt sich gut durch Kokosöl oder auch Margarine ersetzen. Für die Streusel bitte kein Öl verwenden. Das schmeckt nicht gut.

Hühnerei ersetzen: 
Das klappt wie immer prima mit Wachteleiern (5 Stück). Wer keine Eier verträgt, nimmer für den Teig einfach 2 EL Apfelmus (Äpfel sind enthalten allerdings recht viel Fructose und auch Sorbit). Den Eischnee in der Creme streicht ihr einfach ersatzlos.

Früchte: 
Hier nehmt ihr 600 - 700 Früchte eurer Wahl.

Streusel: 
Wer keine Amaretti verwenden möchte, kann natürlich auch normale Streusel zubereiten oder mit Mandelblättchen belegen. Geht alles und schmeckt alles ;) .

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ZUBEREITUNG
TEIG ANSETZEN:
  1. 1. Milch (kann direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden), Zucker und Salz vermischen und auflösen.
  2. 2. Jetzt alle weiteren Zutaten bis auf die Butter unterkneten. Ich lasse den Teig mit meiner Küchenmaschine auf kleinster Stufe für 6 Minuten kneten.
  3. 3. Den Teig etwas schneller kneten lassen (nächst höhere Stufe der Küchenmaschine) und die Butter nach und nach in kleinen Stücken hinzugeben. Insgesamt lasse ich den Teig weitere 3 Minuten kneten.
  4. 4. Der Teig glänzt jetzt herrlich und wirkt recht kompakt. Das ist ok und richtig. Den Teig in eine Schüssel mit aufgesetztem Deckel packen (bitte keine Metallschüssel) und für circa 18 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Auf ein bis zwei Stunden mehr oder weniger kommt es hier nicht an.
TEIG WEITER VERARBEITEN:
  1. 1. Am Folgetag eine Backform fetten oder mit Backpapier auslegen. Den Teig in entsprechender Größe ausrollen und in der Form auslegen. Abgedeckt circa 1 Stunde ruhen lassen.
    Nach der Teigruhe den Teig eventuell noch etwas an die Seitenwände der Form drücken.
CREME HERSTELLEN:
  1. 1. Milch, Amarettosirup und Puddingpulver vermischen.
  2. 2. Jetzt entweder:
    Im Topf erhitzen und dabei ständig rühren bis die Masse andickt und dann sofort von der Herdplatte nehmen. Etwas abkühlen lassen und Schmand unterrühren.
    Oder:
    Das Milchgemisch in der Mikrowelle kurz erhitzen bis es andickt. Dann wieder etwas abkühlen lassen und Schmand unterrühren. Bitte einmal abschmecken ob die Masse süß genug ist. Eventuell etwas nachsüßen.
  3. 3. Eischnee mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die abgekühlte Creme heben. Die Creme beiseite stellen.
AMARETTISTREUSEL HERSTELLEN
  1. 1. Amaretti mit den Fingern zerdrücken und mit flüssiger Butter gut vermischen. Die Streusel beiseite stellen.
    TIPP: Bitte mit von Hand machen, sie sollen noch ein paar grobe Stücke enthalten.
FRÜCHTE:
  1. 1. Die Früchte waschen und ja nach Frucht vorbereiten (entsteinen, von den Stielen entfernen, etc.). Ich habe meine Stachelbeeren halbiert, sie waren sehr groß. Die Aprikosen habe ich in Scheiben geschnitten.
FINALE UND BACKEN:
  1. 1. Jetzt alle Komponenten bereitstellen (Teig in der Form, Creme, Früchte und Streusel).
  2. 2. Die Creme auf dem Teig gleichmäßig verteilen.
  3. 3. Die Früchte verteilen. Ich habe sie wild gemixt.
  4. 4. Nun noch die Amarettistreusel als oberste Schicht verteilen.
  5. 5. Der Kuchen kann jetzt noch einmal 30 Minuten ruhen. Muss aber nicht unbedingt sein sollte die Zeit je knapp werden bis zur Kaffeetafel.
  6. 6. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. 7. Den Almhefekuchen für circa 35 Minuten backen. Bitte unbedingt nach den ersten 15 Minuten kontrollieren ob er oben schnell braun wird. Dann bitte lose abdecken damit die Amarettistreusel nicht verbrennen.
  8. 8. Nach dem Backen den Kuchen noch circa 10 - 15 Minuten in der Form stehen lassen.
  9. 9. Almhefekuchen aus der Form lösen und ohne Backpapier auf ein Kuchengitter zum Abkühlen legen. Die Cremeschicht soll sich wieder festigen können.
  10. 10. Jetzt nur noch genießen! Ich wette, der Kuchen überlebt den nächsten Tag nicht :) Er ist einfach zu gut.
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