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Ernährugseinschränkungen im Beruf – der richtige Umgang

Ernährungseinchränkungen im Beruf

Im Beruf ist es häufig nicht möglich, Ernährungseinschränkungen zu verbergen, z. B. beim gemeinsamen Essen in der Firma. Auch bei Kundenterminen kann das Thema unerwartet zur Sprache kommen. Oft stehen wir unseren Kolleg*innen, Vorgesetzten und Kund*innen aber nicht so nahe, dass wir ganz natürlich mit ihnen darüber sprechen wollen. Wie sprechen wir das Thema Ernährungseinschränkungen im Beruf also am besten an? Ich habe dir meine besten Tipps zusammengestellt!


Was sagt das Arbeitsgesetz dazu?

Das deutsche Arbeitsgesetz sagt, dass du im Beruf keine Informationen über deine Ernährungseinschränkungen preisgeben musst. So weit, so gut.

In der Realität sieht es häufig anders aus. Das Thema Ernährung kommt ganz automatisch zur Sprache. Beim gemeinsamen Mittagessen, bei Terminen oder der Gestaltung des Arbeitsplatzes können Ernährungseinschränkungen relevant sein. Auch dann ist es kein Muss, dass du alles über deine Einschränkungen erzählst. Eine kurze Erklärung sorgt aber immer für mehr Verständnis.

Ernährungseinschränkungen im Bewerbungsgespräch

Beim Bewerbungsgespräch solltest du deine Einschränkungen nicht ansprechen – jedenfalls in den meisten Fällen. Bei Unternehmen, die z. B. allergenarme Lebensmittel herstellen, gilt das natürlich nicht. Hier kann ein kurzer Ausflug zu deinen eigenen Erfahrungen deine Bewerbungsmotivation sein und dich mit der Unternehmensidentität verbinden. Aber um den gemeinsamen Nenner herauszustellen, musst du nicht ins Detail gehen.

Obwohl du dir Expertenwissen zu deinem Thema angeeignet hast, sind deine Ernährungseinschränkungen für diesen Beruf nicht relevant. Wichtig sind nur deine fachlichen Qualifikationen.

Du bist als Allergiker*in nicht weniger leistungsfähig und wirst auch nicht häufiger krank, wenn das für dich passende Allergiemanagement möglich ist. Also darfst du ruhig selbstbewusst ins Gespräch gehen.

Ernährungseinschränkungen im neuen Beruf kommunizieren

Du hast die Bewerbungsphase überstanden und nun beginnt dein neuer Beruf! Aber… wie soll das alles ablaufen? Hier stehst du nun vor neuen Herausforderungen, die nicht nur beruflicher Natur sind.

Wenn du mit Ernährungseinschränkungen in ein neues Arbeitsverhältnis eintrittst, ist zunächst etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Natürlich solltest du das erste Gespräch mit deinen neuen Kolleg*innen nicht mit Infos zu deinen Ernährungseinschränkungen beginnen. Andererseits bleibt dir in bestimmten Situationen gar nichts anderes übrig, als darüber zu sprechen. Wenn dir kritische Lebensmittel angeboten werden und du sie ablehnst, ist es gut, wenn du das kurz begründest.

Mit schweren Allergien umgehen

Schwieriger wird es, wenn du unter einer besonders schweren Nahrungsmittelallergie leidest. Wenn du schon auf kleinste Allergen-Mengen reagierst, musst du deine Kolleg*innen dafür sensibilisieren. In diesem Fall ist ja auch das Verhalten der anderen ein Thema für deine eigene Gesundheit. Wenn du z. B. anaphylaktisch auf Nüsse reagierst, solltest du spätestens darüber sprechen, wenn ein gemeinsames Essen geplant wird. Wenn du von Anfang an offen damit umgehst, ist es am besten. So ist es für die Kolleg*innen auch einfacher, Rücksicht zu nehmen.

Wenn es eine Gemeinschaftsküche gibt, dann schau dir genau an, ob sie Möglichkeiten für dich bietet. Gegebenenfalls ist es gut, wenn du mit deinen Kolleg*innen über deine individuelle Situation sprichst. Bei Gluten ist es ja beispielweise so, dass es sich in Ritzen und Vertiefungen festsetzt. Das betrifft vor allem Küchenutensilien, die nicht in der Spülmaschine gereinigt werden können. Mehr zum Thema Gluten-Kontamination und wie du sie vermeiden kannst, findest du in meinem Artikel.


Essen to go

Falls die Nutzung der Gemeinschaftsküche für dich nicht infrage kommt: Es gibt mittlerweile auch tolle Mini-Kocher und tolle Thermobehältnisse, mit denen du dein Essen einfach mitnehmen kannst! Das hier sind unsere Lieblinge fürs Essen im Büro:

Neue Ernährungseinschränkungen ansprechen

Wenn du in einem bestehenden Arbeitsverhältnis „plötzlich“ mit neuen Diagnosen um die Ecke kommst, kann das ganz schön schwierig sein. Du selbst musst dich an die neue Situation gewöhnen, deine Kolleg*innen aber auch. Manchmal wirst du auch auf Unverständnis stoßen – vorher konntest du ja auch alles essen, wieso denn jetzt nicht mehr?

Eine Diagnose ist häufig auch die Antwort auf einen langen, aber stillen Leidensweg. Darüber möchtest du vielleicht nicht mit jedem sprechen. Und das ist total okay! Hier kannst du dann abwägen, wem du was anvertrauen möchtest. Einer langjährigen Kollegin verrätst du eventuell lieber, was los war, als dem Neuen, den du noch nicht kennst.

Oft hilft es, wenn du so sachlich wie möglich über das Thema sprichst. Erkläre kurz, was du hast und welche Folgen die Allergene für dich haben.

Mobbing als Reaktion auf Ernährungseinschränkungen

Leider, leider passiert das auch heute noch! Wenn man im Beruf einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt ist, kann es passieren, dass jede vermeintliche Schwäche zum Angriffspunkt wird. Diese Situationen sind immer sehr individuell, also kann ich dir keine Lösung vorschlagen, die immer passt.

Ich persönlich ändere meine Situation, wenn sie mir nicht gut tut. Auf welche Weise ich das mache, ist von der Situation abhängig.

Der perfekte Arbeitsplatz

Im Idealfall passt der Arbeitsplatz super zum persönlichen Allergiemanagement. Die Vorgesetzten, Kolleg*innen und Kund*innen sind unseren Ernährungseinschränkungen gegenüber aufgeschlossen und rücksichtsvoll. In der Gemeinschaftsküche werden keine Allergene verarbeitet. In der Kantine gibt es allergenarme Gerichte. Bei der Planung von Veranstaltungen würden unsere Bedürfnisse einbezogen werden. Und Mobber – gibt’s gar nicht!

Diesen perfekten Arbeitsplatz beeinflussen wir auch selbst. Wenn wir unsere Themen konstruktiv und transparent zum richtigen Zeitpunkt ansprechen, können wir viel bewegen!

Wie würde dein perfekter Arbeitsplatz aussehen?


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2 Kommentare
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Kim

Hallo Steffi,
ein wirklich schöner Artikel, ist bei unserer Tochter noch weit hin, aber wir als Eltern machen uns natürlich auch Gedanken wie es mal kommen wird..
Jetzt steht erstmal die erste Klassenfahrt an, wir sind gespannt…
Aber eines vorweg, die Erfahrungen konnten wir machen, richtige Freundinnen akzeptieren die Einschränkungen und passen sich dem an, was unserer Tochter gut tut.
Um auf Deinen Artikel zu kommen, bei einem Freund sollte es genau so sein.
Ist es nicht so ist er nicht der richtige, oder die Freundin keine richtige Freundin.
Zu dem Artikel mit Ernährungseinstellung im Job, finde ich es genau so. Man muss sich wohl fühlen und es muss einen gut tun. Ansonsten ist es nicht die richtige Firma / der richtige Job.

Mach weiter so! 🙂

Besten Gruß
Kim

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