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Reis enthält Schadstoffe und ist schnell verderblich – darauf musst du achten

Reis – egal ob Basmati-Reis, Naturreis oder eine andere Reis-Sorte – ist in der Regel für alle sehr verträglich. Leider sind viele Reissorten mittlerweile mit unterschiedlichen Schadstoffen belastet. Worauf du achten musst, wenn du Reis (roh und gekocht) richtig lagern willst und wie du ihn vor dem Kochen perfekt vorbereitest, erfährst du hier.


Schadstoffe im Reis

Öko-Test hat herausgefunden, dass viele Reissorten mit Arsen, Mineralöl oder Pestizidspuren belastet sind. Auch Cadmium haben sie in einigen Reissorten nachweisen können.

Reis wird mit den Wurzeln unter Wasser angebaut. Die Reis-Pflanze nimmt Arsen über die Wurzeln auf und lagert es in den Randschichten der Körner an. Laut Öko-Test ist deshalb geschälter Reis weniger Arsen-belastet als ungeschälter Naturreis.

Wie das Mineralöl an den Reis kommt, ist nicht ganz klar – es könnte über Transportverpackungen übertragen werden. Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, die in zwei Basmatireis-Sorten nachgewiesen wurden, können krebserregende Verbindungen enthalten.

Cadmium, ein giftiges Schwermetall, kommt natürlich im Boden vor und gelangt über die Wurzeln in den Reis. In zwei Reis-Marken wurde es nachgewiesen.

Außerdem wies Öko-Test Rückstände eines Pestizids in einer Reissorte nach.

Personen mit einer Histaminintoleranz müssen bei Basmati-Reis besonders aufpassen: Getrockneter Basmati-Reis ist laut Stiftung Warentest mittlerweile häufig mit Stoffen belastet, die Symptome einer Histaminintoleranz auslösen. Hierzu zählen beispielweise Schimmelpilzsporen, die durch ihren eigenen Histamingehalt den Gehalt im Basmati-Reis steigern.

Die Belastungen betreffen sowohl Reissorten in konventioneller als auch in Bioqualität.

Wichtige Tipps für den Reis-Genuss trotz Belastungen

Trotz der Belastungen musst du Reis nicht direkt von der Speisekarte streichen. Hier findest du ein paar Tipps und Tricks, damit du weiterhin Reis genießen kannst:

Rohen Reis lagern

Alle Reissorten (wie eigentlich alle Getreide) enthalten einen geringen Anteil Eiweiß. Dadurch besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Bakterien Histidin (eine Aminosäure und damit ein Eiweiß) in Histamin umwandeln könnten. Roh und trocken gelagert bietet Reis aber keine Atmosphäre, in der sich Bakterien „wohlfühlen“. Roher Reis kann also auch bei einer Histaminintoleranz problemlos im Vorratsschrank auf seinen Einsatz warten.

Vor dem Kochen richtig vorbereiten

Du kannst den Schadstoffgehalt auf (nicht in) den Reiskörnern etwas reduzieren, indem du den Reis vor dem Kochen sehr gründlich wäschst.

Gib den Reis dazu in eine Schüssel mit Wasser und wasche ihn mit den Händen durch – ein bisschen wie ein Waschbär. Die überschüssige Stärke trübt das Wasser. Gieß das Wasser ab und wiederhole das Waschen, bis das Wasser klar bleibt.

Portionsgerecht kochen

Ein eigentlich banaler Tipp, aber: Koch immer nur so viel Reis, wie du wirklich brauchst.

Je weniger Reis überhaupt übrig bleibt, desto besser. Selbst wenn du das gleiche Reis-Gericht am nächsten Tag nochmals essen möchtest, koch den Reis am Folgetag lieber frisch statt am ersten Tag Portionen für zwei Tage vorzukochen.

Gekochten Reis lagern

Anders als bei der Lagerung von trockenem Reis sieht es aus, wenn gekochter Reis gelagert werden soll. Gekochten Reis sollte man nur sehr kurz aufbewahren – bis zu einem Tag, immer im Kühlschrank und unbedingt in einer luftdicht verschlossenen Verpackung.

Alternativ kannst du gekochten Reis auch vakuumieren – eine Anleitung dazu findest du hier.

Das gilt durchweg für alle Reissorten. Gekochter Reis ist leicht verderblich und bietet durch seine Feuchtigkeit einen idealen Nährboden für Bakterien und damit natürlich auch eine Umgebung, in der Bakterien Histidin in Histamin umwandeln.

Dennoch ist die kurze Lagerung besonders bei gekochtem Basmati-Reis sehr wichtig. Die Belastung mit Schimmelpilzsporen sorgt für eine raschere Histamin-Bildung und damit auch für ein höheres Risiko, die Symptome der Histaminintoleranz auszulösen. Falls das doch mal passiert, kannst du dir mit Wasser etwas Erleichterung verschaffen.

Quellen:

https://www.test.de/Basmati-Reis-im-Test-4118269-0/

https://dasgastroenterologieportal.de/Histaminintoleranz.html

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Reis-Test-Zu-viel-krebserregendes-Arsen-in-zwoelf-Marken_11334_1.html


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11 Kommentare
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DANIELA

Hallo!Paraboile Reis ist gut bei Histaminintlerant?Danke

Steffi von KochTrotz

Hallo Daniela,
Die Verträglichkeit von Parboiled Reis ist sehr unterschiedlich. Probiere zunächst eine kleine Menge.
Viele Grüße
Steffi

Susanne

Die Erfahrung mit Basmatireis habe ich auch gemacht. Leider haben die letzten Tests bei mir ergeben, dass ich nun generell auch auf Reis verzichten soll. Da es aber so viele Reissorten gibt, frage ich mich wie aussagekräftig das ist. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Langkornreis von Alnatura gut vertrage und auch das Reismehl vom Bauckhof. Da ich aber selten zeitnah reagiere, ist es schwierig zu sagen, auf was ich reagiere und auf was nicht. Es ist oft mehr so ein „Bauch“-Gefühl. Danke für den Artikel!

Birgit

Was mache ich wenn ich den Reis in der Mühle mahlen möchte?

Steffi von KochTrotz

Man kann ihn nach dem Waschen wieder trocken. Geht am besten im Ofen bei niedriger Temperatur.

Sandra

Vielen Dank für die wertvollen Infos! Das wusste ich nicht und ich habe mich vor Kurzem gewundert, warum ich ein Gericht mit Basmati-Reis nicht gut vertragen habe … Auch habe ich immer vorgekocht, um mindestens an zwei Tagen hintereinander Frühstück zum Mitnehmen zu haben. Ist zwar etwas mehr Arbeit, es jeden Tag frisch zu machen, aber wenn man dann weniger Schadstoffe zu sich nimmt auf jeden Fall lohnend!

Steffi von KochTrotz

Liebe Sandra,
oh weh! Das tut uns leid.
Wenn die Tipps Dir helfen freuen wir uns sehr.
Viele Grüße
das KochTrotz Team 😍

Silvia

Steffi, danke für diesen Bericht. Es überrascht mich, dass Reis so empfindlich reagiert. Davon habe ich bisher keine Infos. Denn ist es nicht so, dass viele bei HIT (auch ich) in schlechten Phasen nur Reis vertragen? Künftig werde ich meine Reaktionen genauer beobachten nach einem Reistag.

Steffi von KochTrotz

Liebe Silvia,
ja, leider war auch ich über die Jahre überrascht. Ich habe lange recherchiert und ausgetestet. Wir lernen nie aus, würde ich an der Stelle sagen.
Viele Grüße
Steffi

Anonym

Wertvolle Tipps. Vielen Dank!

Steffi von KochTrotz

Sehr gerne

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