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Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Unser Urlaub nach Südamerika und New York mit Ausflug nach Washington ist auch schon wieder fast vier Monate her. Heute nutze ich die Zeit und schreibe meine Reiseberichte in vier Teile. Diese Woche ist dann also Reisewoche und alle vier Berichte kommen nacheinander weg.

Im März und April 2016 gönnten wir uns eine vierwöchige Reise inklusive Kap Horn Kreuzfahrt. Die Reise war lange geplant und ein großer Wunsch meiner Eltern zum Anlass Ihrer beiden 70jährigen Geburtstage in diesem Jahr. Bereits im Oktober 2015 planten wir die komplette Reise. Wir wussten schon damals, dass wir alles selbst buchen werden und kein Paket mit Flügen und Kreuzfahrt zusammen. Das wäre schlicht unbezahlbar geworden, da wir ja auf dem Rückweg noch 6 Tage in New York verbringen wollte.

Also suchten wir uns alles selbst zusammen. Wir entschieden uns für das Kreuzfahrtschiff Rhapsody of the Seas der Reederei Royal Carribean. Ein für heutige Verhältnisse sehr kleines Kreuzfahrtschiff mit 2.435 Passagieren. Das Schiff wurde 1997 zu Wasser gelassen und war damals das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Also nicht das neueste Schiff, aber dafür kleiner, intimer und vor allem auch bezahlbar. Wir buchten Aussenkabinen, das war uns echt wichtig. Bei so einer Kreuzfahrt wollten wir zumindest etwas sehen. War eine gute Wahl wie sich herausstellte.

Wenn wir schon einmal unterwegs sind und so weit fliegen, dann wollten wir auch noch ein paar Tage in Buenos Aires verbringen, dann die Kreuzfahrt erleben und anschließend noch nach Santiago de Chile reisen, dort einige Tage verbringen und dann nach New York weiterfliegen für ein paar weitere Tage. So der Plan und den setzten wir auch genauso um.

Wir buchten also Flüge für die gesamte Route, Hotel in Buenos Aires, die Kreuzfahrt, Hotel in Santiago de Chile und dann noch ein Loft in New York City. Es war so viel günstiger für 4 Personen ein L0ft zu mieten als ins Hotel zu gehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass euch die Kosten interessieren. Nun, das ist kein Geheimnis:

Flüge von
– Frankfurt am Main – über Atlanta – nach Buenos Aires
– Santiago de Chile über Atlanta nach New York
– New York nach Frankfurt am Main
Ticket pr0 Person in der Delta Comfort Klasse (das ist sowas wie Premium Economy) 890,00 €

Hotels
Hier hatten wir uns ein Budget von maximal 100,00 € pro Doppelzimmer und Nacht gesetzt. Also 50,00 € pr0 Person pr0 Nacht. Würden wir dann für Buenos Aires das nächste Mal erhöhen. Das war jetzt nicht so berauschend 🙂

Kreuzfahrt
Aussenkabine pro Person 1.520,00 €

Loft in New York City für 5 Übernachtungen und alle Mann: 1.500 €

Macht als zusammen für alle Flüge, Übernachtungen und Kreuzfahrt:  3.085 € pro Person

Hinzukommen natürlich noch viele weitere Kosten für Ausflüge an Board, Essen gehen in den Städten, Citytrips, etc. Aber das ist ja auch immer individuell und die Kösten können klein und gr0ß ausfallen.

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Das Essen auf dem Foto oben ist ein Teil meiner Einkäufe am Flughafen in Atlanta. Es hat nämlich nicht geklappt gehabt mit dem vorbestellten Essen. Ich bin immer gewappnet und hatte für den ersten Flug von Frankfurt nach Atlanta genügend eigenes Essen für uns beide dabei. Also ein Einkaufsparadies ist der riesige Flughafen in Atlanta nicht gerade.

Die komplette Anreise nach Buenos Aires ist schon sehr lange und wir waren sehr sehr froh, als wir in Buenos Aires landeten nach 25 Stunden Anreise.

Hier ein paar Impressionen unserer Tage in Buenos Aires.
Am ersten Tag setzten wir uns in einen H0pp on hopp off Bus und verbrachten so den ganzen Tag. An den darauf folgenden Tagen liessen wir uns dann eher treiben und schauten uns auch Märkte an. Wir hatten Glück und konnten den Flohmarkt in San Telmo besuchen. Der ist klasse.

Buenos Aires ist bunt und quirlig, überall findet sieht man Graffitis wie in ganz Südamerika. Man merkt aber auch sehr schnell, dass Argentinien bewegte Zeiten hinter sich hat und auch noch erlebt. Wir haben die Menschen als sehr freundlich erlebt. Abends herrscht ein tolle Atmosphäre, alle sind bei gutem Wetter draussen und an vielen Plätzen wird getanzt, die jungen Menschen tanzen zu HipHop und aller möglicher Musik und natürlich wird auch Tango getanzt.

Uns hat es gefallen, allerdings bin ich im Nachhinein froh, dass wir erst in Buenos Aires und dann in Santiago de Chile waren. Denn Santiago war für mich viel beeindruckender.

Wie sch0n geschrieben, unser Hotel war nicht dolle. Wir waren aber eh nur zum Schlafen da aber dennoch froh, als wir nach 3 Nächten für die nächsten 2 Nächte in Buenos Aires schon aufs Schiff konnten.

Jetzt noch ein paar Worte zum Essen und Lebensmittel.

Lecker Essen kann man in Buenos Aires, das steht ausser Frage. Die Speisen des Landes sind echt vielfältig und es gibt nicht nur Steak, wie man manchmal den Eindruck hat. Erhältlich sind auch überall vegetarische Speisen. Vegan ist nicht so verbreitet, aber alle Restaurants bieten auch vegane Speisen an (ohne dass sie auf der Karte ausgewiesen sind) und man kann sich dann selbst auch etwas zusammenstellen. Auf den Märkten habe ich gesehen, dass es eine vegane Bewegung gibt, dort gab es dann vegane Sandwiches, etc.

Es gibt wunderschöne Restaurants aller Art und Style. Von modern, super styilisch, abgefahren, bis klassisch ist alles da und natürlich auch in allen Preisklassen.

Viele Speisen sind von Haus aus glutenfrei, in vielen steckt allerdings Laktose. Ich kann nur empfehlen, nehmt ausreichend Laktase (also Laktosetabletten) für einen Trip nach Argentinien mit. Wäre ja echt schade, wenn ihr auf die ganzen Dulce de Leche Leckereien verzichten müsst. Ich hatte im Vorfeld gelesen, es sei gar kein Problem in Buenos Aires glutenfreie Produkte zu erhalten. Hm nö, kann ich nicht bestätigen. Ich habe bei meinen Vorort-Recherchen kein einziges Restaurant, Imbiss, Café, etc. gefunden, das glutenfreies, Brot, Brötchen, Kuchen, etc. anbietet. Das eine das ich gefunden hatte, hat das glutenfreie Angebot eingestellt. Aber unmöglich ist es nicht. Man muss sich dann im Restaurant einfach gut um sich selbst kümmern und Absprachen halten. Oft sind die Küchen offen und die Koch-, Grill und vor allem Backstationen weit von einander entfernt.

Wir haben in Buenos Aires göttliches Eis gegessen. Es gibt Eisdielen deren Sorten nur aus verschiedenen Dulche de Leche Eissorten bestehen. Da wäre ich am liebsten eingezogen. Überhaupt gibt es so tolle Kuchen, Dessert, Brote, etc. aber alles nicht glutenfrei. Eine argentinische Gebäckspezialität „Alfajor“ habe ich glutenfrei gefunden.

Klar, ich war auch im Supermarkt um zu checken wie es da so aussieht mit gluten- und laktosefreien Pr0dukten. In den kleinen Supermärkten in denen ich war, war das Angebot ziemlich mau. Fündig wird man aber in Apotheken. Dort gibt es eine kleinere Auswahl. Richtig fündig geworden bin ich dann in einem gr0ßen Asia-Supermarkt. Dort war die Auswahl gut und es gab sogar deutschen Schmelzkäse – hihi, warum auch immer. Ganz am Ende unseres Aufenthalts in Buenos Aires hatte ich noch die Chance einen großen Supermarkt zu besuchen. Dort war das Angebot bedeutend besser, aber lange nicht so wie wir es kennen. Ich habe sogar laktosefreie Milch gefunden.

Bei einer Reise nach Argentinien ist es auf jeden Fall ratsam, das Hotel anzufragen, ob glutenfreies Frühstück serviert werden kann. Mit Laktoseintoleranz ist es etwas einfacher, da kann man sich mit Tabletten behelfen. Fructosearmes Essen bekommt man überall ganz gut, da man sich die Speisen zusammenstellen kann. Auch histaminarmes Essen klappt. Viele Restaurants kochen frisch und man kann auch Einfluß auf die Gewürze nehmen.

Voraussetzung ist aber, man spricht englisch oder am besten gleich spanisch 😉 Wir kamen sehr gut zurecht und hatten auch gar kein negatives Erlebnis.

Wer sich traut und weniger Einschränkungen hat, dem empfehle ich mal an den Straßenständen zu essen. Dort wo die Argentinier teils ihre Mittagspause verbringen. Soooo lecker und frisch gekocht. Wir haben das ausprobiert und die beiden Männer im Imbiss haben sich nen Ast abgefreut, dass wir ihr Essen probieren. Preislich auch natürlich sehr interessant. Buenos Aires ist nämlich nicht gerade günstig und an so einem Stand bekommt man zum Beispiel einen Eintopf für 2 €.

Schaut mal, hier ein paar Impressionen in Sachen Essen und Lebensmittel:

Im zweiten Teil berichte ich dann über unsere Kreuzfahrt.

 

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