Inzwischen ist die vierte und letzte Woche meines Berlin-Aufenthalts angebrochen. Heute will ich Euch von meinen Restaurant-Erfahrungen berichten. Ich war ja doch ganz schön unterwegs hier und hab einiges ausprobieren können.

Vorab, Berlin ist ein Paradies in Sachen Restaurants und Essen. Jaaajaaa nix neues ich weiß. Was für mich aber schon sehr neu ist, es ist null Problem verschiedene Ernährungsstile oder auch Einschränkungen problemlos zu kombinieren. Zum Beispiel glutenfrei und vegan zusammen ist hier in der Stadt gefühlt überall angeboten. Natürlich nicht überall, doch gibt es immer Optionen und fast immer stehen genau diese Optionen schon auf der Menü-Karte aufgeführt oder es steht schon ein Schild vor dem Restaurant. Das sind schon paradiesische Zustände für Menschen mit etlichen Einschränkungen.

Neulich suchten wir für einen Brunch ein Lokal. Wir waren 15 Leute und nahezu alle von uns hatten Einschränkungen und natürlich nicht die Gleichen. Wir sind fündig geworden und erlebten einen tollen Brunch.

Sooo, wo fang ich jetzt am besten an? Bei meinem neuen Liebling, dem ChénChè Teehaus.

Das ChénChè Teehaus ist etwas sehr besonders wie ich finde. Ihr könnt dort wie der Name schon sagt, Teezeremonien vollziehen und extrem gut essen. Wir waren soooo begeistert, dass wir gleich zweimal hintereinander dort waren. Das Essen ist einfach köstlich und sehr authentisch. Fast alle Gerichte gibt es wahlweise mit Tofu oder teils mit Fleisch. Ist eine super Wahl wenn Ihr eine gemischte Truppe seid. Schaut auch mal, wie schön, das Restaurant ist und der Garten erst …

Ganz begeistert bin ich auch von der Chaostheorie am Prenzlauer Berg. Ich habe nur wenige Fotos gemacht. Wir waren sooooo begeistert von unserem Kuchen. Ich war mit Manu da, meiner Mit-Finalistin beim Keimling Food Blog Award. In der Chaostheorie gibt es unterschiedlichste vegane Speisen und Kuchen, auch glutenfrei. Hier könnt Ihr also die Kombination vegan und glutenfrei genießen. Ausserdem ist die Chaostheorie auch bekannt für die genialen veganen Cocktails.

Bleiben wir am Prenzlauer Berg. Da gibt es noch das Fast Rabbit. Das Fast Rabbit ist rein vegan. Ihr bekommt auch glutenfreie veganen Alternativen. Man muss einfach nur dem sehr netten Personal Bescheid geben.

An den „Goodies“ Coffee Shops kommt man fast gar nicht vorbei. Es gibt sie in Berlin immer mit am veganz oder auch extra auf der Warschauer Straße. Hier haben Manu und ich uns auch einen Kuchen geteilt. War lecker. Die Läden sind aber aufgrund der Atmosphäre nicht sooooo meins.

Wir hatten etwas zu feiern und luden Freunde ins La Mano Verde ein. Das La Mano Verde ist ein gehobeneres veganes Restaurant. Für mich ist aber der Eindruck der auch über die Website erweckt wird nicht ganz stimmig. Das selbstbestimmte Niveau wird nicht ganz erfüllt für meinen Geschmack. Das Personal war nicht entsprechend geschult an unserem Abend und nicht wirklich aufmerksam. Wir wählten 3 Gänge und alle Speisen waren sehr gut, aber mir fehlte das sogenannte I-Tüpfelchen. Leider. Aber vielleicht bin ich auch wirklich viel zu anspruchsvoll in Sachen Essen. Das mag schon sein. Bestellt wird über iPads. Natürlich mussten wir direkt damit rumspielen uuuunnnddddd ohaaaa, man konnte meinen eigenen Blog aufrufen. Hihi. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, ist auch hier die Kombination glutenfrei und vegan gar kein Problem. Die Speisen sind sehr schön angerichtet, da gab es mal gar nix auszusetzen.

Auch ein gehobeneres veganes Restaurant ist das Lucky Leek am Prenzlauer Berg und mein Favorit in Sachen „Fine Dining“. Zumindest bislang. Ich war ja noch nicht alle Restaurants hier besuchen, die man in diese Kategorie einordnen könnte. Wir kamen auf einem Spaziergang am Lucky Leek vorbei und beschlossen spontan dort zu dinieren. Eine sehr gut Wahl. Die Speisen waren alle perfekt austariert was den Geschmack angeht und auch wunderbar angerichtet. Die Karte ist klein, kommt mir aber sehr zugute. Ich bin oft verloren, wenn das Menü zu vielfältig ist. Unsere Bedienung war sehr charmant und auch amüsant und natürlich. Wir haben dort sehr schöne und genußvolle Stunden verbracht. 5 Stern von mir für das Lucky Leek.

hmmmm, was haben wir denn noch so im Angebot …. Ach ja, das Lauuma in Friedrichshain.
Auch prima dort und lecker. Das Lauuma ist was für jeden Tag. Ihr könnt Sonntags dort auch brunchen. Mit glutenfrei kommt Ihr hier nicht weit. Das muss man evtl. vorher wissen.

Vorletztes Wochenende war noch das Vegan-vegetarische Sommerfest hier in Berlin auf dem Alexanderplatz. Es war ziemlich groß mit vielen Vorträgen, Konzerten, Infoständen und natürlich Essen, Essen, Essen. Auch hier war die Kombination vegan-glutenfrei kein Problem. Hat mir gut gefallen, das Publikum war total gemischt und auch viele neugierige Touristen waren dort, die fleissig probierten. Das Wetter war ein wenig grau in grau, machte aber gar nix aus was die gute Stimmung anging. Hahaaa, die Pelzkappen-Verkäufer waren erst mittendrin zwischen den Ständen und verzogen sich dann aber freiwillig an den Rand.

Auf der Schönhauser Allee gibt es nebeneinander The Barn, till the cows come home und die Platoon Kunsthalle wo der Biteclub hin und wieder stattfindet. Hier ein paar Impressionen:

Für heute schließe ich meinen Artikel mit dem Ohlala in Friedrichshain. Das Ohlala hat seinen Namen mehr als verdient. Ich schwelgte im siebten glutenfrei und vegan Himmel. Hab mir einen Tresor gegönnt. Den schaffte ich aber auch nur, weil ich kein Mittagessen hatte. Im Ohlala gibt es glutenfreie und vegane Speisen und vor allem göttliche Torten und Kuchen. Geht da unbedingt hin, es ist eine tolle Erfahrung.

Das waren jetzt noch längst nicht alle kulinarischen Erlebnisse, die ich bislang in Berlin hatte. Ein zweiter Artikel dazu folgt noch. Ich bin ja auch noch ein paar Tage hier.

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