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Drei Tipps zur Tomate

YEAH! Mit „Drei Tipps zur Tomate“ kommt heute mein erster Beitrag zu meiner neuen Kategorie Warenkunde.

Ich war ja die Tage in Holland bei Tasty Tom Tomaten zu Besuch. Dort habe ich unglaublich viel über Tomaten gelernt und so einige „Aha-Erlebnisse“ gehabt. Mein Besuch hat mich bewogen, euch „Drei Tipps zur Tomate“ zu schreiben. Ton Janssen, der Chef von Tasty Tom hat uns sehr viel gelehrt. Er ist so begeistert von seinen Tomaten, mit Herzblut dabei und die Stunden dort vergingen wie im Fluge. Ton hat eine tolle Art Wissen zu vermitteln. Am liebsten zeigt er Kindergruppen seine Tomaten und das glaube ich sofort. Die Kids werden Spaß ohne Ende mit ihm haben. Die Tomaten sind übrigens köstlich!

Warenkunde Tomate - 3 interessante Tipps1) Tomaten immer an der Rispe kaufen

Intuitiv mache ich das schon ewig so. Es gibt einige Gründe dafür. Die Tomaten können auch nach der Ernte noch am Strunk weiterreifen. Ohne Strunk reift sie farblich kaum nach. Sie ändert lediglich die Farbe und wird rot. Im Innereien reift nichts mehr nach und vor allem nicht der Geschmack. Hattet Ihr auch schon Tomaten die aussen schön rot waren und innen noch so weißlich/grün? Jetzt wisst ihr warum. Tomaten die man an der Rispe kauft sind auch deutlich aromatischer. Auf dem Foto links seht ihr eine perfekt gereifte Rispe. Kauft man die Tomate lose, kauft man automatisch unterschiedlich reife Tomaten. Warum das so ist steht im zweiten Punkt. Nur wenn man die Tomaten an der Rispe kauft, kann die Tomaten in der richtigen Reife-Reihenfolge essen und zwar so:

2) Tomaten immer von oben nach unten essen

Wenn man sich einmal anschaut wie Tomaten am Strauch wachsen wird schnell klar, warum die Empfehlung lautet, sie von oben nach unten von der Rispe zu essen. Die Tomate bildet oben an der Rispe die ersten Früchte, diese reifen heran während nach unten hin jüngere Früchte nachwachsen. Schaut mal, auf diesem Foto sieht man das sehr gut.Der Unterschied ist sehr deutlich erkennbar:

Warenkunde Tomate

Interessant oder? Die oberen sind schon reif während die unteren noch unreif sind. Bei losen Tomaten wird zwar immer erst die obere Hälfte geerntet, aber auch die hat unterschiedliche Reifestadien.

3) Tomaten nie in den Kühlschrank legen

Tomaten hassen Kälte! Ja doch doch, die Tomate ist sehr kälteempfindlich. Bewahrt man sie im Kühlschrank auf, flacht das Aroma ab und kommt auch nicht wieder. Einfach die Rispen bei Zimmertemperatur aufbewahren und nach und nach (von oben nach unten 😉 ) verbrauchen. In Italien gibt man die Tomatenrispen in einen Papierbeutel. Es heisst, dann entfaltet sich das Aroma noch besser.

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Warenkunde Tomate

So sieht Steinwolle aus.

Was für mich auch völlig neu ist, wie qualitativ hochwertige Tomaten in Holland angebaut werden. Eigentlich wären sie Bioqualität wenn sie in Erde wachsen würden. Die Wurzeln stecken aber in Steinwolle und somit ist es keine Bioqualität. Die Tomaten werden mit Hummeln bestäubt, es wird mit Nützlingen gegen Schädlinge gearbeitet und nur im äussersten Notfall wird partiell Chemie eingesetzt. Diese Notfälle liegen unter 1% pro Jahr auf die komplette Ernte gesehen. Finde ich total interessant und wirft für mich ein völlig anderes Licht auf die Holland-Tomaten. Der „Carbon Footprint“ ist natürlich auch ein anderer. Von Holland nach Deutschland ist es einfach nicht so weit wie von Spanien nach Deutschland.

Übrigens durften wir uns bei Rockwool und dort bei der zugehörigen Firma Grodan die Produktion von Steinwolle ansehen. Ich hatte ja keine Ahnung! Ein absolut natürliches Produkt aus Lavagestein. Das Gestein wird mit Luft und Wasser zur Steinwolle aufbereitet. Mehr passiert da nicht, keine Chemie oder sonstige künstliche Vorgänge. Steinwolle ist DAS DING für Vertikal und Urban Gardening. Im professionellen Bereich nennt man es auch „Precision Growing“. Auch Ikea hat solch kleinen Gewächshäuschen zum Salat anbauen im Angebot. Das ist die besagte Steinwolle drin. Wusstet ihr das? Ich nicht und bin sehr fasziniert. Ich werde euch noch einmal in einem separaten Artikel von unseren weiteren Stationen erzählen.

Na was sagt ihr jetzt? Waren euch meine 3 simplen Tricks schon bekannt?

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17 Kommentare

  1. […] Übrigens hat Steffi von kochtrotz.de drei Tipps zur Tomate hier veröffentlicht.  […]

  2. murmel 12. April 2017 um 15:18 Uhr - Antworten

    Toller Artikel, seit dem ich die Tomaten nicht mehr in den Kühlschrank gebe schmecken sie endlich wieder nach Tomaten.

    • Kochtrotz 13. April 2017 um 11:56 Uhr - Antworten

      Hihi. Ja das ist echt so. 😂😂😂

  3. gunter bahn 14. März 2017 um 20:18 Uhr - Antworten

    Sehr interessant – meine Mutter hat auch mal einen Sommer lang Tomaten gepflückt.
    Da hat sie besonders viele gegessen.

    • Kochtrotz 15. März 2017 um 1:58 Uhr - Antworten

      Ja ne! Ich staunte selbst nicht schlecht!

  4. Brid Bischoff 14. März 2017 um 15:47 Uhr - Antworten

    Danke liebe Steffi für die interessante Ausführung. Bei meinem nächsten Kauf werde ich die Rispe nicht mehr wie sonst abmachen. Normalerweise heißt es bei Radieschen oder Möhren, das Grün muss ab, da es sonst die Kraft aus dem Gemüse zieht. Nun ist das bei Tomaten anders. Sie dürfen demzufolge nicht im Gemüsefach gelagert werden. Hole sie dort gleich raus 😉

    • Kochtrotz 15. März 2017 um 1:57 Uhr - Antworten

      Liebe Brid, ist es nicht fast schon spektakulär was man immer wieder dazu lernen kann? Und dabei so einfach 🙂 Das liebe ich. Hol die Tomatjes schnell wieder raus 🙂 Lieben Gruß Steffi

  5. Carmen 14. März 2017 um 0:18 Uhr - Antworten

    Habe ich nicht gewußt! Danke!
    Ist Du trotz Histaminintoleranz Tomaten!? Oder hat sich das bei Dir inzwischen auch gelegt? Aufgrund der Darmsanierung? LG, Carmen

    • Kochtrotz 14. März 2017 um 6:50 Uhr - Antworten

      Liebe Carmen, meine Histamin-Intoleranz habe ich bereits seit 2 Jahren erfolgreich im Griff und so gut wie besiegt. Ja, ich esse wieder Tomaten 😉 Lieben Gruß Steffi

  6. Susanne 12. März 2017 um 10:53 Uhr - Antworten

    Find ich sehr interessant! Wenn ich ehrlich bin, hatten die Tomaten aus den Niederlanden bei mir eher ein schleches Image! Das muss ich dann jetzt wohl revidieren 🙂
    LG, Susanne

    • Kochtrotz 13. März 2017 um 8:36 Uhr - Antworten

      Liebe Susanne, ja dieser Mythos hält sich wacker 😉 Lieben Gruß Steffi

  7. Michaela 9. März 2017 um 13:29 Uhr - Antworten

    Das mit der Steinwolle wusste ich auch nicht. Das ist ein heißer Tipp, wir haben noch welche übrig vom Hausbau und bis der Garten fertig ist, kann ich die ja prima zum Pflanzen nutzen. Wenn du noch eine Seitenempfehlung hast, auf der die Nutzung zum Pflanzen beschrieben wird, dann her damit 🙂
    Danke und weiterhin viel Erfolg!

    • Kochtrotz 11. März 2017 um 13:02 Uhr - Antworten

      Hallo Michaela, nein habe ich jetzt gerade auch nicht. Aber ich bin gespannt auf Deine Erfolge. Lieben Gruß Steffi

  8. Renate 9. März 2017 um 13:26 Uhr - Antworten

    Wieder etwas gelernt! 🙂 Danke dafür!!
    Glg Renate

    • Kochtrotz 11. März 2017 um 13:01 Uhr - Antworten

      Aber gerne doch Renate. Lieben Gruß Steffi

  9. Delphine 9. März 2017 um 7:45 Uhr - Antworten

    Super – finde ich klasse, dass Du die Erkenntnisse mit uns teilst! Danke !!!
    Der Vorteil zu spanischen Tomaten ist auch noch Folgender: In Spanien werden die Felder oftmals illegal aus Brunnen gewässert. Das Wasser ist Pestizid-verseucht, was sicherlich nicht gesund ist.
    Was bin ich froh, dass unser Holzhaus mit Steinwolle gedämmt ist … da könnte ich glatt Tomaten in Wänden und Decken züchten 😉 😀
    LG
    Delphine

    • Kochtrotz 11. März 2017 um 13:01 Uhr - Antworten

      HI Delphine, danke für Deinen Tipp. Ja, ich weiß es geht so einiges schief in Spanien. Hihi, bohrst Du jetzt Löcher in die Holzwände und baust Gemüse an 😉 LACH. Lieben Gruß Steffi

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