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Das KochTrotz-Weihnachtsmenü 2014 vegetarisch oder vegan mit Ablaufplan

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Nach ein paar Tagen Kocherei und fast 2 Tagen Bloggerei kann ich Euch nun stolz wie Oskar mein diesjähriges Weihnachtsmenü „kredenzen“.
Ich habe mich sehr bemüht, es so allergiearm wie möglich zu halten. Das komplette Menü ist glutenfrei, sojafrei, histaminarm, sehr variabel in den Zutaten und Ihr entscheidet ob Ihr es vegan oder vegetarisch zubereitet. Beides funktioniert und für beide Wege bekommt Ihr die Anleitungen.

Ausserdem erhaltet Ihr in den einzelnen Rezepten viele Alternativen für Austausch-Zutaten geboten. Nachfolgend schreibe ich Euch noch einen kleinen Ablaufplan für die Vorbereitungen. Habt Ihr eine Histamin-Intoleranz, entscheidet bitte selbst, was Ihr alles schon am Tag vorher zubereiten könntet. Da stecke ich nicht unbedingt drin in Eurer Haut :), Ihr versteht oder?

Ich bin irre gespannt auf Euer Feedback und möchte Euch an dieser Stelle ermutigen, schreibt mir einen Kommentar, traut Euch! Auch bin ich gespannt ob Ihr gut mit den Rezepten zurecht kommt.

Das KochTrotz Weihnachtsmenü 2014

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Rotkohl-Cranberry-Suppe mit Spekulatius-Polenta-Spießchen

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gefüllte Quinoa-Maronen-Rolle mit hausgemachter Soße dazu gebratene Süßkartoffel- und Pastinakenwürfel

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Marzipan-Maracuja-Creme mit Kardamom

 

Hier mein Vorschlag für den optimalen Ablauf. Vieles könnt Ihr schon am Tag vorher vorbereiten wenn Ihr möchtet. Wenn das nicht geht, dann nehmt die Schritte einfach her für den Ablauf an einem Tag. Innerhalb von circa 3,5 Stunden ist alles erledigt 🙂 Der Festtag mit dem Festmenü soll doch streßfrei sein oder? Ich denke, so geht es ganz gut und alle Rezepte sind doch relativ einfach zu bewältigen. Ihr braucht diesmal auch keine Hochleistungsmixer oder andere Wundergeräte. Jaaaaa, einen Pürierstab brauchts, aber mehr auch nicht.

Am Tag vorher: 

  • Dessert vorbereiten. Creme vorbereiten und Dekosterne vorbereiten. Creme kühlen (mind. 3 Stunden) und Sterne separat an einem kühlen Ort aufbewahren.
  • Suppe kochen (Dauer ca. 2o Minuten), es tut Ihr sogar gut, wenn sie über Nacht durchziehen kann. Polenta-Spekulatius-Masse vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Beide Komponenten für die Maronen-Quinoa-Rolle vorbereiten. Maronen-Quinoa-Masse vorbacken und abgedeckt über Nacht stehen lassen. Gemüsefüllung kochen und im Kühlschrank aufbewahren.
  • die braune herzhafte Soße kann auch bereits am Tag vorher komplett fertiggestellt werden.

Am Koch- und Menütag:

Hier kommt es ein wenig drauf an, wie schnell die Gänge nacheinander folgen sollen. Aber die Maronen-Quinoa-Rolle hält sich sehr gut warm, wenn man sie in Alufolie eingewickelt und gebacken ruhen lässt, kann man auch im Backofen belassen (den aber ausschalten bitte).

  • Maronen-Quinoa-Rolle füllen und danach backen (Dauer gesamt mit Ruhezeit ca. 1,25 Std).
  • Polenta-Spekulatius-Würfel schneiden, panieren und im Backofen backen (Dauer ca. 30 Minuten gesamt)
  • Rotkohl-Cranberry-Suppe erwärmen
  • Polenta-Spekulatius-Spieße stecken
  • Vorspeise anrichten
  • Vorspeise genießen 🙂
  • Süßkartoffeln- und Pastinaken vorbereiten und braten (Dauer gesamt ca. 20 Minuten)
  • Soße erwärmen
  • Nebenher das Dessert aus der Kühlung nehmen und beiseite stellen
  • ca. 2 cm dicke Scheiben aus dem Maronen-Quinoa-Rolle schneiden und alles schön anrichten
  • Hauptgang genießen 🙂
  • Das Dessert muss noch noch angerichtet werden und ist dann sofort bereit für den Genuss
  • Espresso? War’s lecker? Steffi einen Kommentar im Blog schreiben. Kann auch am Folgetag geschehen. HiHi 🙂

Kommt Ihr so zurecht? Wenn nein, schreibt mir einfach einen Kommentar mit Euren Fragen in den Blog.

Fröhliche Weihnachten wünsche ich Euch und genussvolle Tage mit Euren Lieben <3,
Eure Steffi

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10 Kommentare

  1. Verena 20. Januar 2015 um 16:14 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi,

    Weihnachten ist ja nun schon etwas her. Genug Zeit, ein Resümee zu fassen.
    Ich habe mein Weihnachtsmenü nach Deinen Rezepten zusammengestellt. Zumindest Hauptgericht und Nachspeise. Gut, ich habe hier und da abgewandelt, vereinfacht, verweihnachtlicht 😉 und überhaupt mehr meinem Geschmack angepasst. Ich wäre nicht ich, wenn ich ein Rezept genau nach Anweisung kochen würde…
    Ich hatte meine teils vegetarisch, teils ansatzweise vegan und teils omni- Familie bei mir. Für mich war es das erste vegane Weihnachtsmenü und ich war unglaublich aufgeregt, da ich auch im veganen Kochen noch nicht so die wahnsinns- Erfahrung habe. Klar habe ich auch zu omni- Zeiten alles Mögliche gekocht, das vegan war. Aber ein ganzes Menü? Noch nie. Erschwerden kam hinzu, dass ich eine Person mit Gluten- Unverträglichkeit in der Familie habe. Dazu kam dann noch, dass der geplante Seitan- Braten einfach nur nach Gummi und absolut nicht lecker geschmeckt hat. Zack! War mein bis dahin geplantes Menü dahin.
    Dann stieß ich über fb auf Dein Menü und dachte mir: Guckst Du mal. Beim Lesen kam mir schon die ein oder andere Idee, was man anders machen könnte. Den Braten (bei mir aus Hirse) habe ich testgebacken – super!
    Zu Weihnachten dann das ganz normale Chaos: Nichts klappt, alles versinkt im Chaos…. Der Braten ein Haufen Matsch….
    ABER: geschmacklich war der Braten der absolute Knaller! Unglaublich lecker! Ich habe ihn mit Rosmarinkartoffeln und Prinzessböhnchen gemacht. Es blieb nicht ein Fitzelchen übrig. Nichts. Ratzekahl leer. Selbst die Alufolie wurde noch auf Reste untersucht und abgekratzt! 😀
    Und der Nachtisch: gefräßiges Schweigen. Ich habe das Ganze in so kleine Dessertgläschen gefüllt – welch Fehler! Da bekommt man die Reste so schlecht raus! ;D
    Wie gesagt: ein absoluter Erfolg! Ganz herzliches Dankeschön für die tollen Rezepte!!!

    LG
    Verena

    • Kochtrotz 21. Januar 2015 um 9:59 Uhr - Antworten

      Hallo Verena, hach was soll ich sagen? Ich freu mich jetzt einfach über so schöne Komplimente und dass es Euch so gut geschmeckt hat. Lieben Gruß Steffi

  2. Anke Wessels 27. Dezember 2014 um 22:02 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    einfach auf der Suche nach einem vegetarischen Weihnachtsmenü stolperte ich über deinen Vorschlag, den ich dann auch in die Tat umsetzte. Großes Lob von allen Seiten war der Dank, den ich gerne an dich weiterreiche! Es war superlecker! Und dank des Ablaufes und der gut vorzubereitenden Gerichte auch prima vorzubereiten. Nur mit der Zeitangabe (waren es nicht 3,5 Stunden?) kam ich leider nicht hin – ich brauchte doch mehr Zeit. Aber egal, was war köstlich! Und mir gefällt, dass es Grundideen sind, die sich auch abwandeln lassen und in Variationen nochmal wiederkommen können.
    Vielen Dank also und herzliche Grüße
    Anke W.

    • Kochtrotz 1. Januar 2015 um 11:41 Uhr - Antworten

      Hallo Anke, ohhhh ich freue mich, dass es Euch so gut geschmeckt hat. Ja war mit 3,5 Stunden angegeben. Magst Du mir verraten wie lange Du gebraucht hast, dann würde ich es ändern. LG und frohes Neues Jahr.

  3. Eva-Maria Nowak-Zimnoch 26. Dezember 2014 um 22:05 Uhr - Antworten

    Das Weihnachtsmenue war super gut!! Die Rotkohl-Cranberry-Suppe eine echte Granate. Dass wir so viel vorbereiten konnten, hat den heutigen Tag wesentlich entspannter gemacht. Eine Herausforderung für mich war, dass ich die 3-fache Menge zubereiten musste. Hat aber dank Ablaufplan alles super geklappt. Schöne Tage noch und einen guten Jahresstart, Eva

    • Kochtrotz 1. Januar 2015 um 11:39 Uhr - Antworten

      Was für ein wunderbares Feedback und Danke dafür! Oh ja, die dreifache Menge ist ne ziemliche Herausforderung. Happy New Year <3

  4. Anke 25. Dezember 2014 um 15:45 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi, mein Weihnachtsessen war super. Richtig schön zart, schön warm, super durch und genau das, was ich bestellt hatte. Die Chefin wollte nochmal wissen ob ich jetzt kein Mehl darf. Ich hab kurz erklärt, daß das mit dem Mehl Gluten und das bei mir Laktose also nicht vertragen von Milch und Milchprodukten ist. Sie wollen es wirklich wissen und hören auch zu. Darauf war ich gar nicht gefasst. Ich bin das ja auch noch nicht gewöhnt. Aber ich finde es toll – und sie lernen ganz nebenbei dazu. Ich finde es toll, daß auch bei uns so auf Allergiker eingegangen wird. Trotz viel Betrieb wird sich da etwas Zeit für ein kleines Gespräch mit dem Gast genommen. Wenn ich wie abgesprochen, kurz an der Theke vorne vorbei schaue. Ich hatte auch eins gemacht. ! Ich hatte vorher im Restaurant angerufen !! Da konnte der Küchenchef danach einkaufen. Sie richten sich gerne auch auf andere Allergiker ein. Man muß halt sagen, was man braucht und was berücksichtigt werden muß. Wenn der Unterschied (gluten und laktose … ) oder andere Allergene mal nicht verstanden werden sollte, wäre für mich die schnellste Lösung mit einkaufen zu gehen und den Unterschied nochmal zu erklären. Meinen oder andere Geburtstage lassen sich ja wieder planen. Also gehe ich halt im nächsten Jahr wieder vorbei und frag dann mal nach einem glutenfreien Kuchen zB.. Verwirrung? Glaub ich jetzt nicht. Wenn doch, muß ich als Allergiker den Wind aus den Segeln nehmen, ruhig bleiben und dann halt nochmal erklären. Heute habe ich gegessen „Schweinefilet mit Kroketten und Salat mit Essig-Öl-Dressing“ – alles auf den Punkt gebracht und wirklich spitze. Die anderen Male werde ich sehen. Wir brauchen auch eine Zeit lang ein Essensabbo, genau in diesem Restaurant, weil Mama in Kurlaub geht nächstes Jahr. Den Stress mit dem Kochen, will ich Papa diesmal sparen und hab mir gedacht, wir gehen da hin Abboessen für die Zeit. Mal sehen, was er davon hält und ob wir das dann wirklich machen. Ich hoffe es und freu mich eigentlich schon drauf.
    Liebe Grüße Anke

    • Kochtrotz 1. Januar 2015 um 11:31 Uhr - Antworten

      Ach das freut mich sehr Anke! Du machst das schon, ich sehe Deine Fortschritte. Toll und weiter so <3

  5. Anke 18. Dezember 2014 um 21:03 Uhr - Antworten

    Du machst mich neugierig. Schmeckt bestimmt lecker. Bei uns gibt es zu Weihnachten eine Kleinigkeit und am 25. Dezember gehen wir essen. Für mich wird es dieses Jahr nicht so üppig ausfallen. Ich werde mich auf einen schönen Salatteller mit Pommes beschränken oder werde mir was passendes „gemüsiges“ aussuchen. Für meine Eltern ist es schon schwer, mit meiner neuen Laktoseunverträglichkeit umzugehen. Ich hab im Moment auch grade wieder die Phase, in der ich kein rohes Fleisch zubereiten oder riechen kann. Meine Eltern finden beides schrecklich, weil wir Fleisch lieben – in jeder Art von Zubereitung. Von meiner Mutter kriege ich wenig Verständnis für „kauf bitte laktosefrei“ Ich muß auch da wieder schmuggeln – in den Einkaufswagen. Mein Bruder hat im Dezember Geburtstag – den Kuchen macht sie natürlich mit „normalem Quark“ Antwort – das bischen. Du mußt ja keinen essen. Dann gibt es noch eine Torte. Natürlich mit „normaler Sahne“ Antwort – das bischen Du mußt ja keine essen. Ich würde sowohl den Kuchen mit Quark, wie auch die Torte mit Sahne laktosefrei machen – und keiner von uns dreien von vier hätte Durchfall. Aber grade meine Mutter ist in solchen Dingen und ihren geliebten Rezepten zur Zeit sehr schwer davon zu überzeugen, daß man keinen wirklichen Unterschied schmeckt und dass Milch, Quark oder in einem Fall die Sahne genau so zu handhaben sind, wie die normalen Produkte. Weihnachten ist bei uns immer „sehr heiss“ sehr stressig. Und irgendwie will jeder ausser meinem Bruder mit dem Kopf durch die Wand. Ich hoffe, es läuft gut und vielleicht kriege ich noch einen glutenfreien Kuchen mit laktosefreier Milch gebacken. Der Rest mit dem Fleisch ist für meine Eltern am schlimmsten und ich werde damit gerne hochgemommen. Na mal sehen – ich werde auch das überstehen. Ich muß auch da genau schauen, was ich wirklich vertrage. Ganz schön schwer bei so viel Kohl im Winter. Am liebsten sind mir Kartoffeln, Reis, Mais, Karotten, sämtliche Küchenkräuter getrocknet, Tomaten, sämtliche Blattsalate …. Auch Bohnen aus der Dose gehen, sind aber genauso mit Vorsicht zu genießen, wie bei mir der Kohl. Da gibts bei mir gern zusätzlich Bauchweh. 🙁 Ja für heute erstmal genug erzählt. Jetzt lass ich das alles auf mich zukommen – und werde sehen, wies läuft. Dir/Euch wünsche ich schöne Weihnachten und guten Appetit bei Eurem leckeren Weihnachtsessen.
    Liebe Grüße Anke

    • Kochtrotz 18. Dezember 2014 um 22:08 Uhr - Antworten

      Hallo Anke, besorg Dir doch Laktase-Tabletten, dann musst Du wenigstens nicht leider wenn schon keiner Rücksicht nimmt. Kauf am besten direkt die hochdosierten mit 14.000. Dann musst Du nur eine Tablett nehmen. Dir auch schöne Weihnachtstage und alles Liebe, Steffi

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KochTrotz ist ein Foodblog und ein Reiseblog der sich an Allergiker, Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen und alle richtet, die Spaß an Ernährung und am Selbermachen haben. Weiterhin gibt es einen großen Bereich mit Reise- und Restaurantbesuchen. Reisen und Genuss trotz Einschränkungen ist mein Credo.

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