Bei meiner Back-Orgie für die Weihnachtsplätzchen sind mir 2 Dinge aufgefallen, die mir persönlich das glutenfreie Backen erleichtern und meiner Meinung nach auch bessere Ergebnisse liefern. Die will ich Euch nicht vorenthalten. Hier sind sie:

Tipp 1 – Mehl sparen und dabei den Teig beim Ausrollen in der Konstistenz erhalten

Glutenfreie Mehle sind ohne hin schon schwierig genug aus zu rollen wie ich finde. Dabei braucht man auch Unmengen des teuren glutenfreien Mehls und nicht selten verändert sich durch das Nachkneten mit dem Mehl, z. B. bei Plätzchen und Keksen auch noch die Konsistenz des Teigs. Das bedeutet, er wird immer trockener und somit auch brüchiger.

Ich bin schon lange dazu übergegangen, den Teig zwischen Backpapier aus zu rollen. Bei Plätzchen und Keksen nehme ich immer kleinere Teigmengen und schlage ein Backpapier um. Bei größeren Teigmengen, wie bspw. Kuchenböden, nehme ich ein Backpapier für jede Seite.

Bei kleineren Teigmengen gerade für Kekse und Plätzchen braucht man noch nicht mal zu mehlen. Es geht total gut einfach so.

Bei Kuchenböden drücke ich den Teig erst mal mit den Händen auf ca. 2 cm platt. Dann mehle ich das untere Backpapier etwas ein und lege den Teig drauf. Dann die obere Schicht des Teigbodens mehlen, Backpapier darauf legen und dann auf dem Backpapier rollen. Das müsste Ihr vorsichtig machen, damit das Papier nicht knickt. Anschließend rolle ich die Teigplatte samt einem Backpapier vorsichtig über das Wellholz und rolle sie dann über der Kuchenform ab. Klappt super.

Seither werden meine Mürbteige auch was. Früher sind sie mir immer gebrochen, weil ich soviel Mehl für das Auswellen brauchte und damit die Konsistenz veränderte.

Bei Keksen bereite ich meinen Teig entsprechend vor. Wie oben auf dem Foto. Da habe ich die Spekulatius geschnitten.

Für den Transport auf das Backblech habe ich einen recht professionellen Heber. Den hab ich irgendwann im Ausland entdeckt und mitgebracht. Sowas gibt es aber auch für teuer Geld im Fachhandel oder für kleine Maus im Baumarkt, genannt Spachtelkelle.

Auf diese Art und Weise brauche ich jedenfalls nicht mehr viel extra Mehl fürs Ausrollen :).

ABER! Bitte verwendet das Backpapier, das Ihr zum Ausrollen verwendet habt, nicht mehr zum Backen. Die Beschichtung scheint etwas zu leiden und das Backgut backt dann ganz gerne mal an. 

Tipp 2 – Glutenfreie Teige dunkler färben

Glutenfreie Mehle sind sehr hell und das Backgut ist dann manchmal so weiß. Es sieht dann halt echt anders aus, weil es beim Backen nicht so bräunt wie glutenhaltige Mehle.

Mit meinem kleinen Wunderhelfer, bekomme ich auch schön braune Ergebnisse hin. Mein Wunderhelfer heisst Kokossirup und kommt für 1,50 Euro aus dem Asialaden.

Diese kleine braune Fläschen ist der Kokos-Karmell-Sirup. Bei einer Menge von ca. 300 g Mehl gebe ich für ein helleres braunes Ergebnis 1 TL davon zum Teig. Für ein mittelbraunes Ergebnis nehme ich 2 TL.

Du musst ein wenig achten, da er ja Dein Backgut auch süßer macht. Wenn ich nur 1 TL verwende, dann ziehe ich vom Reissirup, den ich zum Backen verwende nichts ab. Bei 2 TL ziehe ich dann 20 g der anderen Süße ab.

Er ist für mich auch deshalb so geeignet, weil er 40% Kokosmilch und Zucker enthält und eben keinen Fructose-Sirup, wie die meisten Sirups. Der Kokos-Karamell-Sirup sollte bei den verwendeten Mengen für alle mit einer mäßigen Fructose-Intoleranz recht gut verträglich sein.

Kokossirup

Das waren meine 2 Tipps für Euch für heute. Ich hoffe, Ihr könnt sie gut gebrauchen. 🙂

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