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Auf diesem Foto seht ihr mich sehr relaxt auf Mallorca, im Juni 2016. Es liegen bewegende zwei Jahre hinter mir. Ich weiß, ihr wollt seit längerem wissen, warum ich mich gegen eine vegane Ernährung entschieden habe obwohl sie mir erst sehr gut tat. Tatsächlich waren die ersten circa 14 Monate der Umstellung auf die vegane Ernährungsweise für mich super. Ich wurde viele Probleme los, konnte sogar Soja teils vertragen. Ich war total begeistert. Schleichend ging es dann los, es ging mir oft nicht gut, ich war schlapp. Alle meine Werte waren allerdings im grünen Bereich. Meine betreuende Ärtzin ist sehr offen für alles und meinte schon Mitte 2014 ob ich mir sicher sei, dass das alles so gut für mich sei. Ja, war ich. Ich war voller Überzeugung. Im Sommer 2014 gesellten sich ganz neue und bis dato unbekannte gesundheitliche Probleme in mein Leben. Meine Haut drehte total durch und war mit nichts in den Griff zu bekommen. Meine Lebensmittelverträglichkeiten schraubten sich immer mehr herab, ich vertrug wieder deutlich weniger. Ich war mir absolut sicher, ich ernähre mich toll und was mir so gut tut, kann plötzlich nix schlechtes sein. Ich achtete ja extrem auf meine Nährstoffzufuhr und dass ich optimal versorgt war. Heute weiß ich, dass auch bei mir in den ersten Monaten der heilsame Entgiftungsprozess einer rein pflanzlichen Ernährung gegriffen hat, mir aber mit meiner eh eingeschränkten Ernährung viele Nährstoffe auf Dauer fehlten und mein Körper völlig anders resorbiert als der von gesunden Menschen.

Nach einiger Zeit ging es mir nicht gut. Ich war super schlapp. Oft konnte ich nicht wirklich aufstehen und mein Tagespensum schaffen. Ich ging meine Hautprobleme an. Im Oktober 2014 hatte ich das Gefühl, mein Gesicht fällt bald auseinander. Mein damalige Hautärztin ordnete Testreihen an. Wochenlang latschte ich wöchentlich mehrfach in ihre Praxis. Es gab keine aussagefähigen Diagnosen, ich fühlte mich weder besser, noch besserte sich meine Haut. Diese Ärztin war in vielen Jahren meiner Behandlungen dort Kompetenz pur. Sie hat viel entdeckt was mir halft. Letzter Ausweg Kortison und zwar 150 mg täglich. OH GOTT dachte ich mir so. Ich weiß was diese Dosen für mich bedeuten, ich vertrage Kortison nicht gut. Ich werde zum Harry damit. Kann nicht schlafen, bin hibbelig, unausstehlich, übelst gelaunt und quelle auseinander. Es gab aber erst einmal keinen Ausweg. Ich fing mit der Kortison-Therapie an. Während der Zeit stellte sich heraus, ich bin extrem allergisch auf Aloe Vera, Lanolin, Tenside, etc. Keine schöne Diagnose, ach ja auch auf Hühnerfleisch habe ich auch total allergisch reagiert im Test, auf Hühnereier allerdings nicht und auch nicht auf weiteres Geflügel. Weitere Tests zeigten, dass ich  auf unsere Waschmittel und vor allem auf alle Zahnpasten extrem allergisch reagiere. Fragt nicht, wie schlimm ich nach diesen Tests aussah, der Eiter lief mir am Rücken runter. Im März 2015 hatte ich ne tolle Sammlung von Allergien beieinander und fand nicht einmal mehr ein Shampoo geschweige denn ein Duschbad oder Waschmittel im Laden. Ich musste weiterhin 100 mg Kortison täglich nehmen und war ein ziemliches Wrack. Im April 2015 erschien mein erstes Kochbuch. Während dieser Zeit war ich bei meinen Eltern und die machten sich mächtig Sorgen über meinen gesundheitlichen Zustand. Es gab einige Momente, da konnte ich nicht mehr und war froh, dass ich bei ihnen war. Der mentale Stress der Markteinführung meines ersten Buches hinterließ natürlich auch so seine Spuren. Bei meiner Ärztin für meine ganzen Intoleranzen war ich in dieser Zeit nicht. Das war ein Fehler wie sich später herausstellte. Nicht nur, dass sie mich extrem gut kennt, sie hatte sich inzwischen auch in anderen Bereichen fortgebildet.

Nach Erscheinen meines ersten Buches flogen wir recht unmittelbar danach nach Jamaika. Jamaika ist für mich seit Jahren ein absolut relaxter Ort auf dieser Welt. Ein Ort an dem ich mich erholen kann und vor allem auch immer fast alle Lebensmittel vertrage, da dort noch viel im Land und nicht industriell hergestellt wird. Wir halten uns dort nie an sehr touristischen Orten auf und kennen das Land und die Bewohner inzwischen auch sehr gut. Ich war mir sicher, dort wird es mir besser gehen und ich kann mich erholen. Leider nicht! Mir ging es schlecht, sehr schlecht sogar. Meine Haut wurde immer schlimmer, erst war es ja nur das Gesicht. Aber auf Jamaika war dann die komplette Haut am ganzen Körper betroffen und ich schlief nur. Ich brauchte täglich 14 – 16 Stunden Schlaf. Hinzu kam mein schlechtes Gewissen. Hey, wir sind doch im Urlaub, wir wollen gemeinsame Zeit erleben. Es ging mal gar nix. Ich schleppte mich von Ort zu Ort, von Mahlzeit zu Mahlzeit. Die Sache gipfelte darin, dass ich auch noch unglaubliche Schmerzen im Gesicht bekam. Ich nahm täglich circa 2000 mg Ibuprofen um es aushalten zu können und zusätzlich mehr als die Höstdosis an Antihistaminika und das Kortison. Mein Mann sorgte sich und suchte Kliniken in USA heraus. Wir gaben mir noch einen Tag für eine Besserung, ansonsten hätte er mich nach USA in einen Klinik verfrachtet. Soweit kam es nicht. Zum einen stellten wir Dank der Hotelleitung fest, dass es auf Jamaika sehr gute privatärztliche Betreuung gibt, da die Amis gerne nach Jamaica fliegen um sich preisgünstig alles mögliche richten zu lassen, zum anderen liessen die Schmerzen nach. Im Urlaub entschied ich, ich wechsle den Arzt! Machte direkt noch auf Jamaika einen Termin für einen neuen Dermatologen. Eine DermatologIn, wie sich dann herausstellte 😉

Ich war damals so schwach, dass ich keinen Willen mehr hatte, meine vegane Ernährung aufrecht zu erhalten. Ich konnte einfach nicht mehr und wusste auch unterbewusst, dass mir Nährstoffe fehlten. Zurück zu Hause nahm ich zum einen den Termin bei der neuen Dermatologin wahr und zum anderen ging ich zu meiner Ärztin, die mich in Sachen Intoleranzen betreut. Alle Ergebnisse waren heftig. Es wurde aber auch schnell klar, mir kann geholfen werden. Sofort die Ernährung ändern, was ich eh schon gemacht hatte. Ich hatte auf Jamaika eh schon gegessen wonach mir der Sinn stand, bzw. mein Körper verlangte. Der Organismus und die Resorption von Allergikern ist einfach eine völlig andere als von gesunden Menschen. Ich habe ja seit längerem ein Thema mit Zink, Magnesium, Mangan, B-Vitaminen, D-Vitamin, Omegas und noch einigen anderen.  Die Dermatologin handelte sehr gut, schnell und hilfreich. Schaut mal, so sah mein Gesicht aus als ich zu ihr kam und 6 Wochen später:

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Bis heute ist meine Haut so gut geblieben und es gibt keine Probleme mehr damit. Auf Jamaika hatte mein Körper so sehr rebelliert, dass zu meiner perioralen Dermatitis noch eine heftige Sonnenallergie hinzukam. Die Sonnenallergie ist wieder verschwunden. Ich war ja danach mehrfach an sehr sonnigen Orten auf dieser Welt. Eins ist aber für mich auch klar, ich hätte viel früher den Dermatologen wechseln sollen und mich nicht auf die jahrelange Kompetenz der ehemaligen Ärztin verlassen sollen. Aber ihr kennt das bestimmt auch, hat man einmal Vertrauen gefasst … 😉

Meine Werte waren im Juni 2015 das völlige Desaster. Meine Nährstoffdepots waren leer, sowas von leer und das innerhalb kürzester Zeit. Es muss eine Erklärung dafür geben, das war klar. Aber was? Ich kann direkt sagen, bis heute ist einiges unklar aber wir nähern uns. Seither waren meine Tanks aber auch nie wieder so leer wie damals.

Jedenfalls habe ich im Zuge aller dieser Erfahrungen meine Ernährung wieder umgestellt. Seit dieser Zeit bin ich wieder ein „Allesesser“. Es geht mir wesentlich besser damit. Ich musste anerkennen, dass mein Körper eine eh schon eingeschränkte Ernährung abkann, aber eine noch eingeschränktere auf Dauer nicht toleriert. Ich kann viele Algenprodukte, Soja, teils Hülsenfrüchte und viele weitere Produkte, die ich für eine rein pflanzliche Ernährung brauchen würde nicht vertragen. Wir ernähren uns weiterhin mit einem extrem hohen pflanzlichen Anteil. Unsere Lebensmittelqualität habe ich noch einmal gesteigert. Wir beziehen fast ausschließlich Bio-Qualität, ich bevorzuge den Kauf bei Höfen wo ich auch weiß wie Obst und Gemüse angebaut wird und die Tiere gehalten und ernährt werden. Bei Waschmittel, Duschbad und Badezusatz bin ich komplett auf Bioprodukte umgestiegen und kann sogar wieder einige Tenside wieder vertragen. So geht es mir wieder deutlich besser. Mir ging es sogar so schnell so gut, dass ich bereits in 2015 ein zweites Kochbuch für Mehrfach-Intoleranzen schreiben konnte 🙂

Meine betreuende Ärztin in Sachen Intoleranzen ist dran geblieben. Sie und ich wollten uns mit meinem „akzeptablen“ Zustand nicht zufrieden geben. Sie war sich total sicher, das ist noch was anderes und sie sollte Recht behalten. Im Oktober 2015, nachdem sich mein Zustand wieder stabilisiert hatte, gingen wir dann weitere Tests an.

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Ich fasse mich jetzt kurz, da noch nicht alles ans Tageslicht kam. Meine Schilddrüse ist extrem in Mitleidenschaft gezogen worden. Meine Werte waren immer schon schwankend. Das Ergebnis vom  NitroStessTest war nicht gut. Daher ordnete sie weitere Untersuchungen an mit dem ersten Ergebnis: Ich habe eine dolle Schwermetallvergiftung. Woher sie kommt, ist noch nicht klar, wird aber gerade therapiert. Ich vertrage die wöchentlichen Ausleitungen immer besser und bin eine gute Entgifterin wie sich herausgestellt hat. Da bin ich ganz zuversichtlich, dass ich die Therapie in circa einem Jahr erfolgreich abschließen kann. Die Quelle der Metallvergiftung muss noch herausgefunden werden, da bin ich dran. Amalgam habe ich keines mehr im Mund, daran liegt es schon mal nicht.

So gehe ich jetzt mal wieder Stück für Stück meinen Weg und lasse mir das Leben und den Genuss nicht verderben 😉
Wie immer halt. ♥ Wie gut, dass sich die Fructose-, Histamin- und Sorbit-Intoleranz weiterhin so gut wie zurück gezogen haben. Gut auch, dass, dass meine Darmflora seit Jahren seht stabil geworden ist. Mit der HPU komme ich auch gut klar. Das alles hilft mir natürlich enorm.

Superfoods habe ich zum großen Teil aus meinem Leben verbannt, da sie sehr häufig extrem Schwermetall belastet sind. Da schaue ich heute genau, was ich da so zu mir nehme und schreibe auch schon mal die Hersteller an und bitte um die Werte. Weiterhin kaufe ich nichts mehr was in Alufolie verpackt ist, da achte ich auch darauf. So lernt man immer und immer weiter hinzu.

Eine wirklich interessante Erfahrung habe ich während unseres Urlaubs im März/April 2016 gemacht. Zöliakie habe ich ja keine, soweit war ich ja schon mit Biopsie und Magenspiegelung. Ich kann auch ab und an Dinkel essen, aber nicht zu viel. Eine Weizenallergie wurde nie festgestellt, aber ich bin auch ein sogenannter NonResponder und reagiere auf die RAST-Tests nicht wirklich. Weizen-Backwaren kann ich in hiesigen Gefilden schlecht vertragen, die Quittung kommt sofort. Während unsere Südamerika Urlaubs habe ich ein paar Diätfehler ohne Folgen begangen. Nachdem das gut ging, wurde ich mutig und habe in Südamerika immer wieder Weizenprodukte ohne jeglichen Folgen gegessen. Hier in Deutschland muss ich das immer und sofort büßen. Dort hatte ich null Symptome und es ging mir super. Noch interessanter war, dass nach unserem Urlaub fast alle meine Vitalwerte im optimalen Bereich lagen! Kann es womöglich sein, dass ich die ganzen Additive (Enzyme), die den Backwaren zugesetzt werden einfach nicht vertrage? Hier habe ich mich aber noch nicht an Weizenprodukte dran getraut. Ich vermute bei mir nicht, dass es das ATI in Weizen ist. Das dürfte in Südamerika ebenfalls eingezüchtet worden sein. In Südamerika ist Monsanto sehr aktiv.

Ihr Lieben, das war es für heute erst einmal zu meinem aktuellen Status. Ich gehe weiterhin 1 – 2 Mal wöchentlich zur Entgiftungstherapie (die Infusionen dauern immer so lange und sind für mich wie ne Chemo light), entgifte auch unter der Woche und gehe auch ansonsten meinen Weg. Mir geht es wieder deutlich besser. Durch die Entgiftung vertrage ich auch noch mehr Lebensmittel, das ist natürlich super.

Alles Liebe eure

signatur-steffi-kochtrotz-de

PS: „Der Herr KochTrotz“ hat ja selbst so seine Allergiepäckchen zu tragen, ist aber immer an meiner Seite und ich an seiner. Wir haben uns nicht über Allergien oder sowas kennen gelernt. Die kamen irgendwann in unser Leben. Wir integrieren sie und leben damit. Mal besser mal schlechter 😉 ♥ Ich schreibe euch das hier einmal, da ihr mich immer wieder danach fragt.

PSS: Mallorca ist übrigens ein toller Ort um mal in Europa zu entspannen und ein glutenfrei- und laktosefrei Paradies.

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