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Das Foto stammt von Flickr, Fotografin ist Marina Noordergraf

Meine Güte, was habe ich mich rumgeplagt mit Blähbauch und Magenschmerzen, vom Rest wollen wir ja hier gar nicht reden, könnt Ihr Euch denken.

Inzwischen befinden wir uns ja schon mitten in der zweiten vegan-for-fit-Challenge. Während der ersten 30 Tage habe ich mich jeden Tag, ausser am Wochenende mit Magenschmerzen und einem enormen Blähbauch abgemüht. Teilweise war es so schlimm, dass ich nach dem Mittagessen meine Hose öffnen musste und manchmal wusste ich nicht so recht wie ich den Rest des Tages rumbringen soll. Unschön, alles sehr unschön.

Der Blähbauch und die Magenschmerzen kamen grundsätzlich nach dem Mittagessen. Jeden Tag unter der Woche, egal was ich zu Mittag aß. Am Wochenende und abends hatte ich sie nicht.

Mein Frühstück ist eigentlich immer Breakfast Crunch aus dem Vegan-for-fit Buch oder manchmal, aber eher selten Firestarter. Da ich Zöliakie habe, ist das Müsli bei mir glutenfrei. Ich habe ja auch eine Fructose-Intoleranz, also mische ich meisten Beeren, vor allem Heidelbeeren unter. Die vertrage ich ganz gut.

Mittags esse ich Stufe 1 und 2 Gerichte, bevorzuge aber Stufe 1 Gerichte. Wegen meine zahlreichen Intoleranzen und Nahrungsmittel-Allergien dachte ich lange Zeit, es ist irgendein oder sogar mehrere Lebensmittel, die ich nicht vertrage. Also, fing ich erstmal an, Lebensmittel auszulassen und nur Lebensmittel zu essen, die ich gut vertrage.

Da im Frühstück auch wenige Trockenfrüchte sind, Goji Beeren und Cranberries, lies ich auch die weg.  Eigentlich vertrage ich trotz Sorbit-Intoleranz gerade diese beiden Sorten in geringen Mengen. Nix, keine Änderung.

Alle meine Versuche brachten kein Ergebnis. Es war mal mehr oder weniger schlimm. Eigentlich war ich mir recht sicher, dass ich „irgendwelche“ Lebensmittel nicht vertrage. Wäre ja auch nicht weiter verwunderlich bei all meinen Intoleranzen.

An was es wirklich liegt, wäre ich erstmal von alleine nicht drauf gekommen. Aber lest weiter.

In der vegan-for-fit Gruppe auf Facebook wird auch immer wieder über dieses Thema diskutiert. Es scheinen echt viele Menschen davon betroffen zu sein, die die Challenge machen. Es scheint auch echt egal zu sein, ob man vorher „Allesfresser“ war, Vegetarier oder schon Veganer. Total egal, Blähbauch und Co. sind in allen Gruppen vertreten.

Als wir wieder einmal in einem Thread über Blähbauch und weitere Unannehmlichkeiten diskutierten, kam ein Tipp von Iris. Sie gab den Tipp, einen Blick auf die Reihenfolge der Lebensmittel zu werfen, die wir so zu uns nehmen. Hm, Reihenfolge? Es gibt keine Reihenfolge. Die Rezepte sind ja so konzipiert, dass in einem Gericht alles drin ist. Iris gab uns diesen Link. In dem Artikel vom Zentrum der Gesundheit wird über die Reihenfolge von Nahrungsmittel geredet.

Da wurde auch mir einiges klarer. Allerdings brauchte es eine Zeit lang, bis ich drauf kam, dass die Beschwerden, die nach dem Mittagessen kommen, gar nicht direkt vom Mittagessen resultieren, sondern eine Folge meines Frühstücks sind.

Ich esse morgens ein Breakfast Crunch Müsli oder einen Firestarter. Die Zutaten beider Gerichte sind recht ähnlich. Ich gebe rein: meist Heidelbeeren, glutenfreie Haferflocken, Amaranth, Cornflakes, Nüsse, Goji Beeren und Cranberries. Das ganze übergieße ich mit bestenfalls zimmerwarmer Mandelmilch und (beim Firestarter wird die Sache noch püriert ohne Cornflakes). Dann esse ich alles schön durcheinander.

Die Zutaten sind ja teilweise recht schwer verdaulich. In meinem Magen landen also viele Dinge auf einmal. Da hat der ganz schön zu tun! Obst hat eine deutlich kürzere Verdauungszeit als Getreide oder sogar Nüsse.

Dann kommt noch eine Komponente dazu, Getreide ist besser verdaulich, wenn es gekocht ist. Ich aber gieße einfach Mandelmilch drüber, die sogar oft vorher noch im Kühlschrank war. Nix gut.

Dann hab ich ein paar Dinge verändert:
Obst esse ich jetzt 20 – 30 Minuten separat und vor dem eigentlichen Frühstück. Das Müsli übergieße ich mit heisser Mandelmilch und lasse es 10 Minuten stehen.

Ergebnis:
Keinen Blähbauch mehr nach dem Mittagessen

Warum eigentlich erst nach dem Mittagessen?
Die Beschwerden traten bei mir auf, weil mein Frühstück noch gar nicht wirklich verdaut war als ich nach 5 – 6 Stunden wieder aß und meinem Magen und Darm schon wieder „Arbeit“ verschaffte. Ich habe meinen Magen und Darm so heftig belastet, dass der Blähbauch, samt Magenschmerzen und Blähungen das Resultat waren.

Kling logisch oder?

Wenn man sie die Gerichte aus vegan-for-fit und die Kombinationen der Lebensmittel einmal anschaut, stellt man fest, dass in vielen Gerichten die Bestandteile eine sehr unterschiedliche Verdauungszeit haben.

In vielen Gerichten sind recht große Mengen von sehr fettreichen Nußmusen drin. Wer hat sich vorher schon so ernährt? Das könnte auch der Grund sein, warum nicht wenig auch abends Blähungen, etc. haben.
Solange keine anderen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten vorliegen. Das scheint ja auch bei vielen der Fall zu sein.
Auch der Anteil an Hülsenfrüchten in den vegan-for-fit Gerichten ist nicht unbeträchtlich, die in Kombi mit Nußmusen, uiuiui.

Ich selbst habe nie die angegebenen Mengen der Nußmuse eingesetzt, weil mir das schlichtweg zu viel und zu fettig ist. Wer Probleme hat, könnte versuchen, die Mengen zu reduzieren.

Ebenfalls finde ich, dass die angegebenen Mengen an Agavendicksaft unglaublich hoch sind. Ich vertrage den ohnehin nicht und ersetzte durch Reissirup. Ich süße aber nur die Belohngs-Rezepte, also die Süßigkeiten. Ansonsten wandert keine Süße in mein Essen, auch nicht ins Frühstück.

Fazit!
Ich muss auf die Kombination der Lebensmittel und deren Verdauungszeit achten, vor allem bei Obst in Verbindung mit Getreide und Nüssen. 

So, das sind meine Erfahrungen zu Blähbauch und Co.
Vielleicht helfen sie Euch ja auch. Es ist so ein unangenehmer Zustand.

Es ist bestimmt nicht für alle der Schlüssel zum Glück.

Besonderen Dank an dieser Stelle noch einmal an Iris, die bei mir den Stein ins Rollen brachte.

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