Hallo.

In letzter Zeit wurde ich oft gefragt, ob ich hauptberufliche Bloggerin sei oder hauptberuflich Allergiker und Intoleranzler in Ernährungsfragen beraten würde.

Die Antwort ist ein klares Nein. Weder noch.
Es ehrt mich, dass mir eine solch große Kompetenz unterstellt wird. Vielen Dank dafür.

Hier ein paar Hintergrund-Informationen zu mir (und jetzt mit Update aus Januar 2014):

In meiner eigentlichen Profession bin ich eine Kommunikations-Strategin mit Schwerpunkt digitalem Design.

Immer wenn ich das sage, kommen schon die nächsten Fragen. Was ist das? Was macht man da? Klingt interessant.

Oh ja, das klingt nicht nur interessant, das ist sehr spannend.

In diesem Beruf entwickelt man Konzepte für die unterschiedlichsten Produkte, Anwendungen, Medien, Apps, Social Media Kampagnen, Virals, etc., man arbeitet international, national oder regional, für die Wirtschaft oder auch für die öffentliche Hand.
Es gibt immer eine oder mehrere Aufgaben, die zu erfüllen sind und sehr viele Herausforderungen und Hürden. Mal soll ein neuer Telefontarif erklärt und beworben werden, mal eine visuelle Identität für einen internationalen Konzern entwickelt werden, ein anderes Mal wird ein Mitarbeiter-Portal für einen Konzern entwickelt und wieder ein anderes Projekt ist – einen Service (App & Social-Plattform) zu kreieren, der Kinder ohne ermahnenden Zeigefinger dazu erzieht, sich freiwillig und gerne die Zähne zu putzen, dann wiederum überlege ich mir ein Konzept, wie ich Vertriebsleute von Großkonzernen mit Tablets das Leben erleichtern und deren Umsatz mit modernen Mitteln stärken kann, und und und.

Das bedeutet, ich arbeite in einem Team von Spezialisten. Jede/r hat einen Schwerpunkt, meiner liegt im Konzeptionellen, Visuellen. Wir finden im Team heraus, was können wir wie und mit welchen Mitteln erreichen, wer genau ist die Zielgruppe, was ist die beste Plattform für die Aufgabe – ist es Internet, eine App, eine Social Media Kampagne, ein TV-Spot, ein Mix oder ein ganz anderes Medium? Dann stellen wir fest, in welcher Art und Weise kommuniziert wird, wie die Sache auszusehen hat, … Es gibt viele Stationen bei solchen Projekten.

Mein Job hat sich über die Jahre schon auch verändert. Mein Schwerpunkt liegt im digitalen Bereich, lag er schon immer. Was früher exotisch war, ist heute normal. Zwinker.

Eine sehr schöne Seite an meinem Beruf ist, Du wirst immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Du arbeitest Dich immer wieder in neue Themenfelder ein, lernst Neues kennen. Wer Herausforderungen liebt, ist in der Kommunikations-Branche ganz gut aufgehoben.

Inzwischen verfüge ich über 18 Jahre Berufserfahrung auf internationalem Parkett. Jetzt staune ich gerade selbst. Es sind tatsächlich schon 18 und in Kürze 19 Jahre. Verrückt. In den 18 Jahren hab ich für fast alle Branchen der Wirtschaft gearbeitet und für ziemlich viele internationale Marken und Konzerne.

Wenn ich daran denke, wie alles begann …
Den klassischen Weg wie viele Grafik-Designer bin ich nicht gegangen. Ich war schon immer eine Querdenkerin. Ich habe bereits Anfang der 90er an einer Privat-Schule Design für Digitale Medien studiert. Als ich Mitte der 90er fertig war mit dem Studium, kam ich direkt bei ProSieben in München unter. Damals war ProSieben anderen Unternehmen in Sachen Digitale Projekte und Internet Lichtjahre voraus.
Man kann es sich heute kaum vorstellen, wir produzierten Mitte der 90er bei ProSieben den Internetauftritt vom Nachrichtendienst „Focus“. Wir hatten nämlich ein Redaktions-System fürs Internet – andere nicht. Nicht nur den „Focus“ haben wir auf die Beine gestellt, viele andere Websites stammten auch aus unserer Feder. Es gab ja kaum Unternehmen, die „große“ Internetauftritte stemmen konnten.
War ne tolle Zeit und ich hab unheimlich viel gelernt. Da es überhaupt keine Tools gab, konnten wir alle ausnahmslos HTML-Programmieren. Ein Wissen von unschätzbarem Wert wie sich immer wieder herausstellte. Das kann man sich heute kaum mehr vorstellen – Programmierende Designer, Texter und Projekt Manager.

Über die Jahre nahm ich immer neue Herausforderungen an. Meinen Schwerpunkt „Digital“ baute ich aus, ich wollte auch alles über die klassischen Medien wissen und lernen. „Au Backe“ das dachte ich mir manchmal wenn ich mich mit Broschüren, Plakaten, Anzeigen und deren Druck herumschlagen musste. Wie kompliziert, ist dass denn! Im Gegensatz zu Internet und TV musste man hier alles 20mal prüfen bevor es in Druck ging.

Bevor ich mich selbständig machte war ich einige Jahre als Creative Director für ein internationales Agentur Network tätig.

Dann folgten fast 10 Jahre Selbstständigkeit mit meiner eigenen Agentur und meinem Partner. Wir waren ziemlich gut mit unserer Unternehmung. Als unruhige Geister, trieben wir die Agentur immer weiter und weiter. Durch unser breites Wissen konnten wir von Beginn an integrierte, medienunabhänge Konzepte anbieten und wurden immer stärker für internationale Konzerne tätig.

2010 verkauften wir „den Laden“ erfolgreich. Ich gönnte mir eine Auszeit. Kann ich jedem nur empfehlen.

Inzwischen bin ich freiberuflich tätig und es macht mir riesigen Spass. Heute profitiere ich von all meinen gesammelten Erfahrungen in sooooo vielen Bereichen und Branchen. Ich arbeite so viel wie ich möchte und suche mir die Projekte aus, die mich interessieren. Das ist der allergrößte Vorteil wenn man freiberuflich tätig ist.

In den letzten Jahren habe ich als Freiberuflerin fast ausschließlich in den Feldern Kommunikations-Wettbewerbe (Pitches), Strategie, Kreativ-Konzeption und Design für die Gesundheitsbranche gearbeitet. Übergreifende Konzepte für ganz neue gesundheitliche Möglichkeiten und Konzepte für Geschäftsideen gehören heute zu meinem Repertoire. Wenn Du zum Beispiel ne neue App zur Überwachung Deines Schlafes auf Dein Smartphone herunter lädst und staunst, dass das wirklich funktioniert. Das Konzept und das Design dafür könnten von mir stammen.
Schon seit geraumener Zeit konzeptioniere ich nicht nur Projekte, ich kreiere auch Workshops und führe sie durch. Ein  weiteres Feld, das mir heute ganz besonders am Herzen liegt. Die Arbeit mit Menschen macht mir einfach Spass.

Anfang 2013 habe ich mich noch zur „ganzheitlichen Ernährungsberaterin“ ausbilden lassen. Nein, ich wollte und will keine zweites Standbein erschließen. Ich wollte einfach nur für mich und meinen Mann eine fundiertere Basis für unsere Ernährung haben. Schnell habe ich aber festgestellt, dass mir die Ausbildung für meinen Hauptjob auch viel bringt. Ich hab ja rauf und runter mit Gesundheit zu tun und der Organismus und Ernährung spielen immer eine Rolle egal ob es sich um Onkologie, Nahrungsmittel-Intoleranzen oder chronische Krankheiten dreht.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid. Bei Fragen wie immer einfach fragen :).

Viele Grüße
Steffi Kochtrotz

PS: Wenn Du noch mehr wissen möchtest – hier ist mein professionelles Profil online.

 

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