Heute berichte ich euch von meinem Ausflug nach Bielefeld zum Gut Wilhemsdorf. Die Biomolkerei Söbbeke lud eine kleine Gruppe Blogger ein. Ich bin ja eh ein Fan von Biohöfen, kaufe selbst so oft es geht beim Erzeuger, hatte an diesem Tag Zeit und sagte gerne zu.

Also stieg ich vor gut einer Woche früh morgens in den Zug gen Bielefeld. Ich kam gerade in Bielefeld an, da rief mich schon unser Fahrer an und erklärte mir den Weg zum Wagen. Ich war so positiv überrascht über eine so tolle Organisation. Das kann ich gleich vorausschicken, unser Tag war so liebevoll und perfekt vorbereitet wie ich es in dieser Form noch nie bei einem Bloggertreffen erlebt habe.

Wir wurden von Herrn Polla dem Geschäftsführer von Söbbeke herzlich begrüßt. Herr Polla übergab dann an Herrn Berger und seinen Hof Gut Wilhelmsdorf. Bevor es mit der Hofführung losging erwartete uns ein Picknick. Ein klasse Buffet war aufgebaut mit tollen Kreationen, Smoothies und Säften. Natürlich waren die Söbbeke Produkte verarbeitet worden. Die Stimmung war von Beginn an klasse und alle hatten sich auf den Tag gefreut.

Das Essen war köstlich. Mein besonderer Liebling war der Kartoffel Burger mit Feuerkäse. Das war genau mein Ding, schön pikant und aromatisch.

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So eine Hofführung ist immer wieder ein Erlebnis und man erfährt so viel Neues, Wissenswertes und interessantes. Die Bio Landwirtschaft unterscheidet sich extrem von der konventionellen. Es wird noch etliches von Hand gemacht und vor allem geht es den Tieren so viel besser. Jede Kuh hat einen eigenen Platz im Stall und auch einen eigenen Schlafplatz. Die Kühe gehen jeden Tag auf die Weide und haben einen festen Tagesablauf. Herr Berger erklärte uns auch ausführlich wie sie die Kühe melken. Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass auch beim Melken noch so viel Handarbeit stattfindet. Interessant auch welche händischen Hygienevorkehrungen getroffen werden damit die Kühe gesund bleiben. Natürlich bekommen Kühe auf einem Biohof anderes Futter und werden nicht mit Medikamenten vollgestopft. Das Futter wird zum Teil auf dem Hof direkt angebaut.

Klar hatten es uns die Kälbchen angetan. Als wir ankamen war das jüngste 2 Tage alt. Als wir abreisten war ein weiteres geboren. Doch dazu später mehr. Interessant und gut finde ich den Umstand, dass Bio Kalbfleisch überhaupt nicht nachgefragt ist. Abverkauft wird nur Rindfleisch.

Das hier unten ist eine Jersey-Kuh. Ich finde sie so hübsch. Sie ist deutlich kleiner als die Kühe, die wir sonst so kennen, gibt aber mehr Milch. Aha, wieder was gelernt. Ausserdem habe ich mir eingebildet, dass sie die ganze Zeit lustige Grimassen machte 🙂  Ich mag Jersey-Kühe.

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Unser Hofführung begann bei der sogenannten Transfergruppe. So nennen die Bauern die Kühe, die in den kommenden 3 Wochen kalben. Sie bekommen einen eigenen Stall. Wir gingen über den ganzen Hof und kamen gegen Ende hin wieder am Stall der Transfergruppe vorbei. Dieses Mal allerdings auf der anderen Seite. Uns stockte wohl allen der Atem etwas als wir sahen, dass ein frisch geborenes regloses Kalb dort lag. Keine Sorge, es war nichts passiert, Herr Berger half kurz nach damit es genug Luft in die Lungen bekam und schon war alles ok. Es war ein sehr bewegender Moment und niemand von uns Besuchern war je so direkt bei der Geburt eines Kalbes dabei. Wir waren alle sowas von erleichtert, dass das Kalb wohlauf war. Das Erlebnis wird mir sicher lange in Erinnerung bleiben.

Übrigens, auf Gut Wilhlemsdorf gibt es einen großen Hofladen, ein Café, einen Spielplatz, eine Ladestation für E-Bikes und auch eine Kita. Die Kinder sind ganzjährig draussen und in der Natur. Super oder? Hofführungen finden immer wieder statt und ihr könnt auch teilnehmen. Ich kann euch nur empfehlen auch mal einen Hof zu besuchen. Das könnt ihr eigentlich überall in Deutschland machen.

Nach unserem Rundgang führte uns Jessica Bertmer in die Söbbeke Produktwelt ein und wir durften uns einmal Querbeet durch das Sortiment kosten. Einige Produkte kannte ich bereits, da ich sie selbst gerne kaufe. Söbbeke hat ja ein echt breites Angebot über Milch – auch laktosefrei, Joghurt in ganz vielen Sorten bis hin zu tollem Käse. Söbbeke ist echt breit aufgestellt. Seit einiger Zeit sind auch vegane Produkte im Angebot die schmecken. Die Fruchtjoghurts kann man auch gut kaufen, da sie nicht so vollgestopft mit Zucker sind und ohne Aromen auskommen. Es sind durch die Bank sehr natürliche Produkte wie ich finde. 

Abschließend gab es noch einen Vortrag von Bioland. Vorgetragen von Till Deininger und Stephanie Strotdrees, Bioland Vizepräsidentin. Es war echt eine Freude zu erleben wie beide mit Herzblut am Werk sind. Till erklärte und die Prinzipien von Bioland. Ich war erneut beeindruckt. Auch hier hinter steckt so viel Engagement und Arbeit. Je mehr ich zum Thema Bio Landwirtschaft erfahre, desto klarer wird mir, welche extremen Unterschiede zur konventionellen Landwirtschaft bestehen. Jedes Produkt ist seinen Preis wert. Ich bin ja eh ein Fan von Bio Produkten und gebe auch gerne das Geld dafür aus.

Ruckzuck war unser Tag auf dem Land mit Söbbeke vorbei. Die Zeit verging wie im Flug und schon kam unser netter Fahrer wieder und brachte uns zum Hauptbahnhof.

Das war ein super schönes Tag bei dem ich viel Neues erfahren habe. Ich habe mich sehr wohlgefühlt unter meinen Blogger Kolleginnen. Wir haben auch untereinander so viel Wissenswertes ausgetauscht, das ist auch keine Selbstverständlichkeit. Besonders bedanken möchte ich noch einmal bei den Organisatoren die diesen Tag zum dem gemacht haben was er war: Ein Erlebnis.

Hach ja, das war noch was. Wir bekamen ja noch ein Geschenk mit auf den Weg. Eine Kühltasche voller Söbbeke-Produkte – YEAH! Am Bahnhof habe ich doch tatsächlich noch ein verträgliches Brot ergattert und so gönnte ich mir abends noch eine Scheibe Brot mit „Le Bouton Rose“ von Söbbeke. Das war dann mein krönender Abschluß des Tages.

Lange hat mein Souvenir nicht gehalten. Mein Mann ist dann am Wochenende drüber hergefallen und ich hatte Mühe auch was abzubekommen.

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