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Wissenswertes zu Olivenöl

Heute stelle ich euch eines meiner Lieblingsöle vor, das Olivenöl

Schon lange weiß die Forschung, dass gute Fette für unsere Körper essentiell sind. Selbst bei fettarmer Ernährung muss ein Mindestmaß an Fetten zugeführt werden damit der Körper keine dauerhaften Schäden erleidet. Ohne Fett kann unser Körper keine fettlöslichen Viatmine wie A, D, E und K, Niacin, Mineralien und Spurenelemente resorbieren. Fette sind unter anderem für den Zellaufbau, unsere Hormone und Organe wichtig. Es ist absolut empfehlenswert, den berühmten Euro mehr für beste Qualität auszugeben, gerade bei Olivenöl. 

Bei günstigen Ölen werden auch schon einmal nicht soooo einwandfreie, verunreinigte Rohstoffe zugegeben, wie zum Beispiel faulige Oliven. Auch enthalten günstigere Öle häufig einen höheren Wasseranteil. Ein weiterer Punkt ist, dass die Anlagen nicht immer gut gereinigt werden und sich noch Rückstände alter Chargen in den Anlagen befinden.

Wissenswertes zu Olivenöl

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Es wird zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren unterschieden. Bei den ungesättigten Fettsäuren wird noch einmal in einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt.

Die gesättigten Fettsäuren stecken in Käse, Butter, Sahne, Fleisch, Wurst, etc., also in tierischen Lebensmitteln. In unserer heutigen Zeit nehmen viele Menschen zu viele gesättigte Fettsäuren zu sich.

Wichtig ist, dass man Öle auch ein wenig wechselt und nicht immer nur „das Eine“ verwendet. Die unterschiedlichen Öle liefern uns nämlich verschiedene wichtige Nährstoffe. Circa 2 Esslöffel hochwertiges Öl täglich sind völlig ausreichend für eine optimale Versorgung.

Das Olivenöl

Hier räume ich gleich mit einem Gerücht auf. Olivenöl ist entgegen vieler Gerüchte zum Braten geeignet, raffiniertes Olivenöl hat seinen Rauchpunkt bei circa 230°C und unraffiniertes bei 160°C. Somit kann auch natives Olivenöl zum schonenden Garen und Braten verwendet werden.

Qualitativ hochwertiges Olivenöl ist histaminarm. Olivenöle mit minderer Qualität können histaminreich sein wenn keine einwandfreien Oliven verarbeitet wurden.

Olivenöl hat viele verschiedene Farben und Gerüche. Das liegt an

  • den vielen verschiedenen Olivensorten, dem Reifegrad der Olive
  • Herkunft, Länder, Regionen, Bodenbeschaffenheit, Wassergehalt
  • bei günstigen Ölen werden häufig Öle aus verschiedenen Ländern gemischt
  • die Farbe verändert sich auch, wurden faulige oder von Schädlingen befallene Oliven verarbeitet
  • oder es wurden Fremdkörper (Äste, Zweige, Steine, etc.) mit verarbeitet
  • Rückständen in den Anlagen von anderen Chargen
  • der grundsätzlichen Behandlung nach der Pressung
  • Ungefiltertes Olivenöl ist leicht trüb, gefiltertes klar
  • Wird Olivenöl zu kalt gelagert (unter 8 °C) kann es flockig werden. Es ist dann aber nicht kaputt, es muss nur wieder erwärmt werden.

Woher kommt mein Öl?

Olivenbäume werden heute weltweit angebaut. Wem wichtig ist, dass die verwendeten Produkte keine Weltreise hinter sich gebracht haben, schaut auf dem Etikett nach der Herkunft des Olivenöls. Wird die Herkunft nicht erwähnt, so kann man davon ausgehen, dass Öle aus aller Welt gemischt wurden oder von „irgendwo“ herkommen.

Spanien, Italien und Griechenland liegen nach wie vor vorne in der Weltproduktion. Aber USA, Argentinien und sogar Australien sind in den TOP20 der Weltproduktion.

Es gibt inzwischen auch viele kleine Manufakturen, die eine Top Qualität verkaufen. Nicht alle Öle sind mit einem Biosiegel versehen. Kleinere Unternehmen können sich die Zertifizierung teils gar nicht leisten. Dennoch wird Spitzenqualität produziert und die Oliven habe nie irgendwelche „Mittelchen“ gesehen.

Ihr könnt euch immer an die Hersteller wenden und nachfragen.

Toll ist es auch wenn man im Urlaub zusehen kann wie die Öle produziert werden. Dann nehmt doch gleich ein paar Fläschchen mit nach Hause ;). Aber fragt wie lange das Öl haltbar ist. Jetzt naturbelassener, je kürzer ist die Haltbarkeit. Das ist jetzt auch kein Wunder oder?

Was steckt drin in Olivenöl?

Circa 8 Kilo Oliven stecken in einem Liter hochwertigem Öl. Das ist gar nicht wenig oder?

Olivenöl enthält Vitamin E und Polyphenole (als Antioxidantien). In Ländern in denen viel Olivenöl verzehrt wird, ist die Schlaganfallrate geringer und es gibt weniger Probleme mit zu hohem Cholesterin. Das liegt sicherlich nicht nur am Olivenöl, sondern an der grundsätzlichen Ernährungs- und Lebensweise.

Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Wir brauchen jedoch auch Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie bspw. Rapsöl oder Distelöl.  Olivenöl ist sicherlich nicht das Gesündeste aller Öle. Es ist jedoch sehr gut verträglich, schmackhaft und ein toller Allrounder.

Wissenswertes zu Olivenöl

Die Güteklassen von Olivenöl:

Olivenöl ist in 8 Klassen eingeteilt.  „Natives Olivenöl extra“ und „Natives Olivenöl“ werden direkt aus Oliven mit mechanischen Verfahren und ohne Wäremeinwirkung gewonnen. Diese beiden Klassen sind am hochwertigsten. Beide Klassen haben einen Rauchpunkt von 160 °C.

„Olivenöl“ ist eine Mischung aus raffniertem und nativem Olivenöl. Das Mischungsvehältnis ist nicht vorgegeben. Hat das Öl einen intensiven Geschmack, so ist der Anteil an nativem Olivenöl höher. Der Rauchpunkt von „Olivenöl“ liegt bei circa 230 °C.

Alle anderen Klassen sind entweder nicht zum Verzehr erlaubt oder dürfen nicht an den Verbraucher abgegeben werden.

MEIN TIPP: Steht auf der Beschreibung des Olivenöls etwas von Tresteröl, so ist Vorsicht geboten. Hier wurde Öl aus dem Rückstand von Kernen, Schalen und Oliven-Fruchtfleischresten hergestellt, aber nicht mehr aus dem reinen Fruchtfleisch.

Verwendung von Olivenöl:

Olivenöl ist in der Küche vielseitig einsetzbar, eigentlich kann Olivenöl für alles verwendet werden für was man Öl verwendet, zum Braten, Backen, Kochen, für Salate, etc. Ein mildes Olivenöl eignet sich sogar zum Kuchen backen. Man kann Butter durch 80% mildes Olivenöl ersetzen. Ein Schuss Olivenöl im Brotteig macht sich immer gut und den Teig schön geschmeidig und etwas lockerer.

Toll schmecken auch aromatisierte Olivenöl mit Chili oder frischen Kräutern aus dem Garten. Diese Öle kann leicht selbst machen.

Für Salatdressings ist es immer noch mein Lieblingsöl. Oft mache ich gar kein Dressing mehr. Ich serviere den Salat und stelle die Zutaten für das Dressing auf den Tisch. So können sich alle ihre eigenen, bevorzugten Mischungen machen. In Italien bekommt man den Salat nur so serviert.

Bei mir hier im Blog gibt es auch jede Menge Rezepte, die als Zutat Olivenöl verwenden.

Ich habe noch 3 weitere Lieblingsöle, nämlich Rapsöl, Kokosöl und Leinöl. Diese kann ich euch auch sehr gerne in der nächsten Zeit vorstellen. Sagt mir Bescheid, wenn ihr Interesse habt.

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14 Kommentare

  1. Andrea Trometer 16. November 2018 um 11:29 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    wir waren im Oktober in Sanremo / Italien in Urlaub und haben in einer kleinen Ölmühle bei der Herstellung zugeschaut. Wir hätten die Mühle fast nicht gesehen als wir vorbeigefahren sind, keine Werbung oder sonstiges. Es werden dort nur Oliven aus der Region Taggia verwendet und man kann den Pressvorgang von der angelieferten Olive bis zum Mühlstein bei der Arbeit beobachten, wenn man im klitzekleinen Verkaufsraum steht.
    Nach deinem Bericht ist das ein Öl allererster Güte, dass wir dort (natürlich gleich in größerer Menge) gekauft haben. Es hat auch ein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt und ist trüb. Im Geschmack sensationell, fruchtig mild. Vom Preis waren wir angenehm überrascht: pro Liter 9,50 Euro.
    Allein dieses Öl (und natürlich auch die superschöne Landschaft dort) sind ein Grund wieder hin zu fahren wenn das Öl alle ist 😉
    Ich finde Deine Berichte super und habe schon mehrere Rezepte ausprobiert, echt lecker.
    Danke dafür. Andrea

    • Kochtrotz 16. November 2018 um 17:10 Uhr - Antworten

      Liebe Andrea, ja das glaube ich Dir gerne, dass das ein wunderschönes Erlebnis war und ihr ein tolles Öl dort bekommen habt. Es klingt ganz großartig. Viele Grüße Steffi

  2. Carmen 7. April 2018 um 22:13 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    ich befasse mich aus gesundheitlichen Gründen gerade sehr intensiv mit guten Ölen. Neben Leinöl, habe ich auch Hanföl und Schwarzkümmelöl mit in mein Repertoire aufgenommen. Sehr gerne würde ich einen Bericht von Dir über Raps- und Leinöl lesen und näheres erfahren!!!

    Herzliche Grüße, Carmen

    • Kochtrotz 8. April 2018 um 9:47 Uhr - Antworten

      Liebe Carmen, Schwarzkümmelöl gehört auch bei mir inzwischen zum Repertoire. Liebe Grüße Steffi

  3. Brigitte 5. März 2018 um 9:50 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,
    auch ich habe großes Interesse mehr dir über die verschiedenen Öle zu erfahren. Ich bin manchmal echt unsicher, welches ich verwenden soll und greife dann meistens auf das Olivenöl zurück.
    LG Brigitte

    • Kochtrotz 5. März 2018 um 14:04 Uhr - Antworten

      Alles klar liebe Birgit. 😁

  4. Conny 30. Januar 2018 um 14:29 Uhr - Antworten

    Würde mich sehr interessieren auch von den anderen Ölen zu lesen.

    • Kochtrotz 30. Januar 2018 um 17:19 Uhr - Antworten

      Alles klar liebe Conny.

  5. Veronika 28. Januar 2018 um 11:10 Uhr - Antworten

    Danke für den ausführlichen Artikel und Deinen tollen Blog! Wir haben Bekannte, die in Griechenland Bio-Öl aus ihren eigenen Oliven produzieren und haben damit immer feinstes Olivenöl zu Hause.

    Diese Bekannten haben erzählt, dass weltweit mehr Olivenöl verkauft wird, als es Oliven gibt. Billiges Öl ist damit oft gepanschtes, sprich gefärbtes und aromatisiertes Öl anderen Ursprungs.

    Der Euro mehr lohnt sich wirklich, vor allem, wenn dann noch faire Löhne an die Arbeiter gezahlt werden.

    • Kochtrotz 28. Januar 2018 um 11:27 Uhr - Antworten

      Liebe Veronika, das ist natürlich klasse, dass ihr so nah an einer guten Quelle sitze. Ob es weniger Oliven gint als die Nachfrage weiss ist nicht. Eines ist jedoch sicher, Ölivenöl kommt aus allen möglichen Ländern und die Qualität ist teils sehr fragwürdig.

    • Ioannis 28. Januar 2018 um 12:28 Uhr - Antworten

      Liebe Veronika, liebe Steffi,
      es ist wirklich erschreckend wieviel Betrug mit Olivenöl betrieben wird. Wir selber lassen Olivenöl auf Thassos herstellen und kennen die Produktionskosten und faire Bezahlung der Olivenbauer. Ein gutes Olivenöl für 5€ den Liter, das kann nicht sein. Da hat entweder der arme Bauer nichts daran verdient oder es wird uns eine andere Qualität vorgegaukelt als es wirklich ist.
      Ich habe letztes Jahr die großangelegte und europaweite Ermittlungen mitbekommen. Da wurden große Abfüllfirmen hochgenommen die Olivenöl gefälscht hatten. Sie nahmen Rapsöl, extrahierten Öl aus dem Spinatblatt, fügten Wasabi und Pfeffer hinzu und machten die Mischung schmackhaft nahe Olivenöl. Der Profit bei minimalen Produktionskosten ruft Betrüger schell hervor.
      Am allerbesten ist Olivenöl direkt vom Erzeuger. Einfach einen schönen Urlaubsort aussuchen und Ausflüge an den Ölmühlen unternehmen.

      Liebe Grüße
      Ioannis

      • Kochtrotz 28. Januar 2018 um 15:13 Uhr - Antworten

        Liebe Ioannis, vielen Dank für deine Erklärung. Ich bin auch ein Fan davon, beim Erzeuger direkt zu kaufen. Viele Grüße Steffi

  6. Brigitte 28. Januar 2018 um 11:03 Uhr - Antworten

    Liebe Steffi, aber unbedingt…!
    Toll finde ich, wie Du entsprechende Infos aufgreifst, und diese weiter gibst.
    Gerade Leinöl ist wichtig, wegen des Omega3-Gehalts, da wir mit Plastik im Fisch nicht mehr so gesegnet sind.
    Daher ist ein Austausch m. E.sehr wichtig, da erhebliche Unsicherheit in Sachen Ernährung besteht.
    Daher bin ich dankbar für eben solche Berichte wie auch für Deine super ausgearbeiteten Rezepte, die dankenswerterweise für jedermann/-frau nachvollziehbar sind.
    Ich liebe Deine Rezepte, auch als Nicht-Allergikerin, und gebe sie immer gerne weiter, wobei Allergiker immer dankbar darauf reagierten.
    Liebe Grüße
    Brigitte

    • Kochtrotz 28. Januar 2018 um 11:24 Uhr - Antworten

      Liebe Brigitte, ganz herzlichen Dank für diesen schönen Kommentar. In Sachen Leinöl gehe ich absolut konform mit deiner Meinung. Schönen Sonntag und liebe Grüße Steffi

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