So, die Hälfte unseres Urlaubs ist um. Es fühlt sich nicht so an, dass wir erst gut eine Woche hier sind. Recht schnell fielen wir in so einen Zeitlos-Modus, der die Zeit viel langsamer vergehen lässt, was ja im Urlaub super ist. So, zur Sache :).

Als Lebensmittel-Allergiker kann man hier hinreisen. Auch als Selbstverpfleger -hm- vielleicht ist das sogar besser als All Inclusive. In unserem Hotel, dem Riu Garopa / Riu Funana werden fast alle Lebensmittel aus Spanien importiert. Das bedeutet, dass viel Obst und Gemüse vorbehandelt ist. Auch in anderen Speisen sind Konservierungsmittel verarbeitet. Das Angebot am Buffet ist so aber reichhaltig, dass vermutlich jeder etwas Verträgliches finden kann. An dieser Stelle will ich völlig wertfrei erwähnen, dass die 5 Sterne der Anlage absolute Landeskategorie sind. In europäischen Regionen würde ich das Riu Garopa / Riu Funana als 3,5 Sterne Resort einstufen. Dies trifft auch auf die Qualität der Lebensmittel zu.

Auf Sal selbst wird kaum Anbau betrieben, aber auf den anderen Kapverdischen Inseln und das Obst und Gemüse ist recht naturbelassen und von ordentlicher Qualität. Fisch gibt es reichlich und täglich frisch in Santa Maria am Steg. Wenn man darum bittet, wird der Fisch auch geschuppt und ausgenommen. Eine Bäckerei gibt es auch im Ort und Gemüse- und Obststände findet man an der Strasse. Die Mini-Markets verkaufen die üblichen Bedarfsartikel wie Wasser, Reis, Nudeln, …


In Santa Maria gibt es deutlich mehr Restaurants als erst vermutet. Man muss etwas Ausschau halten und etwas mutig sein. Nicht alle sehen aus wie westliche Restaurants 🙂 .
Das Essen scheint durch die Bank von ganz guter Qualität zu sein. Wenn man sich nicht sicher ist was verkocht wird einfach nachfragen. Bislang hatten wir ausschließlich Kontakt mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Am einfachsten ist, sein gesundheitliches Handicap kurz zu schildern.

Wir haben inzwischen die komplette Insel erkundet. Rund um Santa Maria scheint man als Tourist das reichhaltigste Angebot zu bekommen.
In Santa Maria entstehen gerade monstergrosse Hotelkomplexe und es scheint so, als ob Großes geplant ist. Noch ist der Massentourismus aber fern und das ist gut so.
Aber auch genau deshalb muss man einplanen, daß man hier nicht alles bekommt. Grundnahrungsmittel und eine generelle Grundversorgung gibt es. Es wird schon schwierig Sonnencreme zu finden oder ein Medikament für eine Ohrentzündung zu erhalten. Ich hatte schon am Anfang des Urlaubs geschrieben, dass eine gut ausgestattete Reiseapotheke wichtig ist. Das kann ich nur nochmal wiederholen. Es gibt zwar Hospitals, sie machen nicht den Eindruck, dass dort komplexere medizinische Fälle behandelt werden können. Ein Gespräch mit einem Hotelier bestätigte den Eindruck. Auch er erzählte, dass man ausgeflogen wird. Medikamente unbedingt mitnehmen.

Kosmetika, Shampoo, Cremes, Deo, bestimmte wichtige tägliche Dinge, evtl. besondere Lebensmittel, Gewürze, … alles mitbringen. Einfach alles was wichtig ist für einen -mitbringen. Sonnencreme bspw. findet man, witzigerweise wird fast überall die Edeka Handelsmarke verkauft oder Nivea, allerdings für den xfachen Preis und mit Parabenen.
So verhält es sich auch mit anderen westlichen Importartikeln. Es gibt ein geringes Angebot zum etwa 3 – 4 fachen heimischen Preis.

Bei meiner Recherche vor dem Urlaub bin ich immer wieder auf die Mückenplage gestoßen die wohl auch Sal betrifft. Auf Sal ist viel zu viel Wind für Mücken :). Zu dieser Jahreszeit zumindest gibt es keine Mückenplage. Man kann zur Sicherheit einen Mückenschutz mitnehmen. Macht auf jeden Fall Sinn, wenn man Tagestrips zu anderen kapverdischen Inseln unternimmt.

Was uns immer wieder extrem positiv aufgefallen ist, ist der insgesamt saubere und gepflegte Zustand der sanitären Einrichtungen überall auf Sal. Es ist schon bemerkenswert wieviel Wert hier nicht nur auf Sauberkeit sondern auch darauf gelegt wird, dass Toilettenpapier, Handtücher und Seife immer greifbar sind. Aber Achtung, wer wie ich eine Paraben-Allergie hat, sollte mit den Seifen vorsichtig sein und ggf. Immer eine eigene Alternative mit sich führen. kann ich aus eigener Erfahrung berichten 🙁 .

So, das war mein Allergie-Bericht für die Insel-Sal, Kapverden.
Morgen fliegen wir mal nach Boa Vista und schauen uns diese Insel an.

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