Heute finde ich endlich Zeit, Euch einen Artikel über meine bisherigen Berlin-Erlebnisse zu schreiben. Vorab mal so viel und das steht fest: Ich mag Berlin sehr. Ich mag das Durcheinander, die ganz unterschiedlichen Menschen und Ihre Styles, ich mag Kreuzberg (das hätte ich im Vorfeld gar nicht gedacht) und ich bin begeistert über das kulinarische Angebot für jedes Portemonnaie und Ernährungsform (kenne ich nur aus Kalifornien) und die vielen tollen Märkte hier haben es mir angetan. Ich liebe ja Märkte in jeglicher Form.

In den vergangenen zwei Wochen hatte ich sehr viel zu tun, ich bin nicht nur zum Vergnügen hier. Ich arbeite hier auch und hatte etliche Termine wahrzunehmen, dann kochte ich ja noch beim Finale des Keimling Food Blog Awards und wir hatten schon ordentlich viel Besuch in unserem Berliner Loft. Zwischendurch streifte ich immer wieder durch die Stadt, besuchte Märkte, schaute mir Stadteile an und lies alles auf mich wirken.

Bevor ich hierhin kam hatte ich Bedenken, dass mich die langen Wege nerven. Die Stadt hat ja nun mal völlig andere Dimensionen als unser beschauliches Düsseldorf. Ja so kommt es mir gerade schon vor. Düsseldorf ist natürlich extrem sauber, geordnet aber auch sehr übersichtlich und beschaulich. Aber nein, ich bin nicht genervt ob der Wege. Das öffentliche Netz ist großartig und bringt einen schnell von A nach B.

Ich starte mit den Märkten. Ich hatte die Gelegenheit schon einige zu besuchen.


Begeistert haben mich die Prinzessinengärten in Kreuzberg. Dort wurde in 2009 mit weit über 100 Freiwilligen eine verwahrloste und vermüllte Fläche direkt am Moritzplatz umfunktioniert. Heute nennen wir solche Projekte „urban gardening“. Bis heute haben sie die Prinzessinengärten weiter entwickelt und auf der Website könnt Ihr nachlesen über Programme, Veranstaltungen, etc. Ein tolles Projket, das Unterstützung verdient in meinen Augen. Alle zwei Wochen findet in den Prinzessinengärten und zwar inmitten der Gärten ein Flohmark statt, der Flowmarkt, so heisst er. Und er ist auch sehr entspannt und im Flow. Der Flowmarkt ist noch ein richtiger Flohmarkt und es gibt keine kommerziellen Anbieter. Zumindest nicht an dem Tag, an dem ich dort war. Er findet alle zwei Wochen sonntags statt. Termine gibt es hier: klick

Dann habe ich mehrfach das RAW-Gelände besucht. Das Gelände war einmal ein Bahnausbesserungwerk und wurde von der Deutschen Bahn aufgegeben. Heute ist dort Kunst und Kultur angesiedelt und es finden viele Events, Konzerte und Parties statt und eben auch der RAW-Flohmarkt an jedem Sonntag. Als ich dort war gab es auch einen riesigen Food Market mit ganz vielen Ständen und Food Trucks. Der Food Market gab echt für alle was her, auch glutenfreies gab es. Ich hab mich dort auch mit Conny von „Lovely Jam Obsession“ getroffen und Ihr köstlichen hausgemachten Marmeladen probieren dürfen. Für 2 Euro konnte ich auf dem Flohmarkt 6 Trinkgläser erstehen. Ich habe ja seit ich in Berlin bin ein Zerstörerphase was Glas und Porzellan angeht. Hier einige Impressionen:

Auch ein sehr schöner Samstagsmarkt ist der Markt am Boxhagener Platz in Friedrichshain. Hier gibt es Obst- und Gemüse und allerlei anderes was man halt so bei einem Samstagseinkauf einkauft. Man findet Stände von regionalen Anbieter und auch viel Bio-Qualität. Sehr schön und entspannte Stimmung.

Und direkt noch einer meiner Lieblinge: Markhalle Neun in Berlin-Kreuzberg. Sicherlich nicht die günstigste Angelegenheit, aber tolle Ware und eine wunderschöne alte Halle. Es wird in der Halle Brot gebacken und es gibt alle mögliche Leckereien für jeden Gaumen ist etwas dabei in einer tollen Qualität. Das Foccacia ist unglaublich gut und hach, alles andere halt auch. Man kann dort einkaufen und Frühstücken, alles in einem.
Am Donnerstag werde ich dorthin mit meinen Eltern zum „Streed Food Thursday“ gehen. Da bin ich schon ganz gespannt.

Natürlich darf der Mauerpark-Flohmarkt samt Besuch im Mauerpark nicht fehlen. OMG, ist dieser Flohmarkt groß, sehr groß. Ich fühlte mich erst etwas verloren. Hier mischen sich recht kommerzielle Angebote mit klassischen Flohmarktständen und natürlich gibt es auch jede Menge zu Essen. Ich musste zwischendurch mal da raus. Es war auch recht voll, obwohl das Wetter nicht soooo dolle war. Zum Entspannen ging ich in den Mauerpark und genoß die unglaubliche Atmosphäre beim Karaoke dort. Wenn Ihr mal die Gelegenheit habt, lasst Euch das nicht entgehen. Es ist echt toll. Es gibt Profi-Sänger genauso wie Laien, die nicht wirklich singen können. Ein ganze wunderbare Mischung, die diese Stimmung erzeugt. Ich war ganz fasziniert und konnte mich super entspannen.
Hier meine Eindrücke und ein kurzer Film:

Für diesen Bericht kommt jetzt erst einmal der letzte Markt und zwar der „bio-oriental“ türkische Markt am Maybachufer in Neukölln. Man soll wohl nicht mehr Türkenmarkt sagen, das sei rassistisch. Hm, naja, die Website heisst ja immer noch so und die Internetadresse auch. Egal. Ich nenne ihn dann wohl Wochenmarkt am Maybachufer.
Der Markt ist sehr bekannt in Berlin und findet immer dienstags und donnerstags statt. Hauptsächlich gibt es Gemüse, Obst und Stoffe – uuuuuuunnnndddd natürlich – Essen. Auch hier ist glutenfrei, vegetarisch und vegan gar keine Problem. Für alle gibt es was zu Essen wie überall in Berlin halt. Echt super!

Auf dem Markt finden sich natürlich die „Türken“ mit ihren Ständen. Aber auch regionale Anbieter aus dem Umland mit toller Ware. Das Angebot ist saisonal und sehr vielfältig und extrem günstig. Kommt man am späteren Nachmittag kann man eine ganz Kiste Mangos oder Bananen für 1,5o € kaufen. Unglaublich oder? Natürlich hält die Ware nicht mehr ewig und ist auch kein Bio. Manchmal muss es das aber auch nicht sein. Ich habe tollen Mangold, Rote Bete und viel anderes Gemüse von einem Bauern aus dem Haveland gekauft. Da muss es für mich keine Bio sein.  Am Freitag werde ich wieder hingehen. Wir planen eine kleines Event am Wochenende in unserem Berliner Loft. Wo sonst, könnte ich besser dafür einkaufen. Stoff habe ich dort auch erstanden, ich konnte mich bei 2 € den Meter nicht mehr zurückhalten. Seht selbst:

So, ich habe eben beschlossen, ich beende meinen Artikel an dieser Stelle jetzt erst einmal. Ich muss gleich los und er ist auch schon ganz schön lang geworden.

In meinem nächsten Artikel geht es dann mit Restaurants weiter, die ich bislang besucht habe. Essen kann man ja in Berlin überall und ständig und glutenfrei, vegan, vegetarisch, Paleo, Low Carb, Slow Food, ….. es ist einfach alles da.

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