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Schon länger liebäugelte ich mit einem Dörrgerät auch Dehydrator genannt. Aber, der gute alte Platzmangel und der Gedanke an noch ein Gerät, ließen mich mein Vorhaben für lange Zeit auch nur ein Vorhaben sein. Als Ralf Brosius von Changefood mir spontan anbot, den Revodry zu testen, fackelte ich nicht lange und sagte spontan zu. Ralf, seine charmante Frau und ich hatten dann noch auf der Biofach 2016 die Gelegenheit,uns persönlich auszutauschen. Ich bin ja ein Fan davon, die Personen hinter Unternehmen und Gerätschaften kennenzulernen.

Flups kam ein Paket bei mir an und genauso flups war er ausgepackt und in Betrieb genommen. Das ist jetzt bald 4 Monate her. Es war kurz vor meinem vierwöchigen Südamerika Urlaub. Ich nahm den Revodry zwar in Betrieb und machte auch einiges, aber ich wollte zu diesem Zeitpunkt noch Erfahrungsbericht schreiben. Ihr wisst ja, ich mache da lieber ne ganze Sache als eine halbherzige. Zumal mein Bericht zu einer Kaufentscheidung beitragen kann.

Jetzt, gute 3 Monate später, habe ich den Revodry rauf und runter getestet und echt viel damit gemacht. Er stand sogar bis vor einigen Tagen offen in meiner Küche. Das heisst schon einiges. „Der Herr KochTrotz“ lässt nämlich nicht jedes Gerät dort stehen 😉 Inzwischen ist das Dörrgerät aber in die Abstellkammer umgezogen. Dort habe ich ihm einen Platz gegeben, mit viel Raum nach oben. Das ist wichtig, weil das Gebläse oben am Gerät sitzt und dort die Luft herauskommt.

Auf dem Foto oben könnt ihr schon sehen, dass man viele unterschiedliche Sachen mit einem Dörrgerät machen kann. Mir fallen ständig neue Sachen ein, die ich noch ausprobieren will.

Aber erst einmal ein paar Fakten. Ich war überrascht wie leicht der Revodry ist. Da hatte ich schon andere Kandidaten in Betracht gezogen.  Hier die Daten:

Gewicht: 6,4 kg
Abmessungen: B 345 x T 345 x H 240 mm (aussen)
Gehäuse: Kunststoff
Einschubroste: 6 x Edelstahl mit Gitter, 3 x Dörrfolien aus Polypropylen, 3 x Dörrgewebe
Temperatur: regelbar von 35°C bis 70°C (das war mir wichtig, dass es nicht nur 2 oder 3 Stufen gibt)
Timer: digital in 30 Minuten-Schritten von 0,5 bis 19,5 Stunden
Überhitzungsschutz: ja
Einschübe: 6 Einschübe im Gerät
Anschluß: 230 V
Leistung: 450 Watt
Garantie: 5 Jahre
Preis: 239 €

Stromverbrauch: 
Der Verbrauch ist ein Thema das oft diskutiert wird. Ich wusste nur, dass ein Dörrgerät weniger Strom braucht als der Backofen. Es ginge ja auch, alles im Backofen zu trocknen, ist aber aufwändiger und auch deutlich teurer wie ich inzwischen weiß. Ich habe ein wenig recherchiert und siehe da, es ist wirklich einfach den Verbrauch des Revodry Dehydrators auszurechnen. Geht so:
Watt x Nutzungsstunden pro Tag x KWh-Preis (Strompreis) / 1000
Ein Beispiel:
450 x 8 x 0,28 / 1000 = 1,008 €
Der Revodry verbraucht also in 8 Stunden 1,01 € für Strom. Niemals so viel, wie ich gedacht hätte.

Lautstärke:
Ich habe die Dezibel nicht gemessen. Für mein Empfinden ist er überhaupt nicht laut. Wie schon oben geschrieben, er stand jetzt gute 3 Monate in der Küche und arbeitete vor sich hin. Wir haben eine sehr offene Wohnung und einen Kater. Wir hatten aber nicht das Bedürfnis, nachts die Schlafzimmertür schließen zu müssen als er lief. Bei uns ist er etwas lauter als unsere Spülmaschine. Seit er in der Abstellkammer steht, hört man ihn auch tagsüber nicht, da ich dort einfach die Tür zumache. Nicht umsonst steht auf der Herstellerseite „flüsterleise“ geschrieben.

Auf jeden Fall ist das Geräusch durchgehend konstant und er piept lediglich ein paar Mal, wenn die Zeit abgelaufen ist.

Bedienung: 
Die ist babyleicht würde ich mal sagen. Es gibt nur wenige Knöpfe und die sind selbsterklärend.

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Man wechselt zwischen Timer und Temperatur und stellt über die Plus- und Minustasten die gewünschte Gradzahl und Dauer ein. Das war alles. Easy oder 🙂

In der 4seitigen Bedienungsanleitung stehen einige wichtige Punkte zum Gerät, Reinigung und Lagerung von gedörrten Lebensmitteln. Also einfach mal kurz durchlesen. Die 4 Seiten DIN A 5 habe selbst ich geschafft, die sonst nie Bedienungsanleitungen liest 😉

Die Einschübe sind mit Verlaub „idiotensicher“ gemacht. Da kann nichts schiefgehen.

Das Gerät ist auch leicht zu reinigen und auch am Boden kann man es reinigen. Ich sauge es immer aus und wische es dann feucht. Fertig.

Die Luftklappe lässt sich vollständig abziehen und ist durchsichtig. Nicht verkehrt, so kann man beobachten wie weit der Trocknugs-, Gär- oder auch Backvorgang fortgeschritten ist.

Ihr merkt schon, ich habe so gut wie nichts auszusetzen. Die Größe ist für uns perfekt mit den 6 Einschüben. Ich weiß, es gibt noch größere Geräte. Aber hey, wir sind ein 2 Personen Haushalt und ich denke, der Revodry ist auch geeignet bis 4 Personen wenn man nicht gerade Rohköstler ist. Diesen Umstand kann ich nicht beurteilen. Wir sind keine Rohköstler. Allerdings essen wir jetzt sehr viel mehr Rohkost in getrockneter Form 😉

Das Design ist jetzt nicht soooo mein Favorit. Dazu kann ich aber auch sagen, es gibt so gut wie kein Gerät am Markt, das mir optisch gefällt. Mein Plan war auch nie, es in der Küche aufzustellen. Der Dehydrator gehört in die Abstellkammer, sonst gibt es Ärger mit „Herrn KochTrotz“.

Am Ende der Seite gibt es noch einen Link zur Bezugsquelle. 

Hier ein paar Fotos meiner ersten Dehydrier-Aktion mit dem Revodry:

Gestartet bin ich ganz klassisch mit dem Trocknen von Obst und Gemüse. In meinem Fall Bananen. Das werden wir beide echt nicht so schnell vergessen. Ich habe 4 vollreife Bananen getrocknet. So ab dem Stadium, dass sie trocken aber noch soft waren, haben wir ständig genascht. Ein unglaublich intensiver Geschmack ist das. Als die Bananen dann knusprige Chips waren, haben wir den Rest „gefuttert“. Das ist ein schlimmer, schlimmer Nachteil – alles ist soooo intensiv im Geschmack und durch das Dörren schrumpfen ja auch viele Lebensmittel im Volumen und wir neigen dann dazu noch einmal mehr zuzugreifen 😉 Das Ende vom Lied war, dass wir alle 4 Bananen aufgegessen hatten während des ersten Dehydrieren. Man war das gut. Im Laufe der Zeit haben wir dann gelernt, uns zu zügeln – hihi.

Mein absoluter Favorit sind „fettfreien Röstzwiebeln“ aus dem Dehydrator. Dazu muss man wissen, dass es nur ein Produkt für glutenfreie Röstzwiebeln am Markt gibt und – wen wundert’s – das ist nicht günstig. Ich habe sie sonst in der Pfanne gemacht, aber die werden nie soooo wie die Richtigen mit der Kindheitserinnerung. Jetzt allerdings habe ich hier Röstzwiebeln am Start, die sind mit kaum was zu toppen 😉 Das sind sie, sie sehen etwas anders aus als die im Supermarkt:

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Was ich auch sehr liebe, sind die getrockneten Zesten und vor allem an, die von der Grapefruiert. So intensiv und so frisch, echt gigantisch. Ich gebe sie mir morgens gerne auf mein Porridge drauf.

Eine interessante Entdeckung habe ich während meiner Testphase mit dem Revodry gemacht. Ich vertrage ja alle Zitrusfrüchte ausser Limetten nicht gut, Apfel übrigens auch nicht so gut. Sobald die Früchte getrocknet sind, klappt es besser. Auch nur in Maßen, aber ich kann 2 Scheiben Zitrusfrüchte und 4 Stücke getrockneten Apfel essen, ohne dass mir der Hals zu schwillt. Kräuter sind geschmacklich auch der Burner.

Inzwischen ist es echt so, dass ich oft denke wenn etwas noch hier übrig ist: Ach, steck es doch in den Revi 🙂

Die verschiedenen Einschübe lassen eigentlich auch alles möglich trocknen und ich belade ihn meist voll mit unterschiedlichen Sachen. Das klappt gut und die Gerüche gehen nicht aufeinander über.

Der Revodry trocknet auch bei Vollbeladaung gleichmäßig, die Luft zirkuliert also sehr gut.

Natürlich richtet sich die Trocknungszeit immer nach der gewählten Temperatur und der Lebensmittel mit unterschiedlichem Flüssigkeitsgehalt

Gären im Revodry!
Auch eine super Sache. Nimmt man alle Einschübe aus dem Revordry, hat man quasi eine sehr große Gärkammer. Die nutze ich häufig für sehr volumenreiche Hefeteige. Macht man die Einschübe rein, kann man Kleingebäck sehr gut gehen lassen. Ich habe davon noch gar kein Foto gemacht, fällt mir gerade auf. Ich lasse meine Teige bei 35°C gehen. Das ist perfekt.

Hier noch ein paar Aufnahmen von diversen Lebensmitteln:

Hätte ich einen Garten, bräuchte ich vermutlich im Sommer einen ganzen Fuhrpark von Revis 🙂 Die getrockneten Tomaten sind ja auch ein Traum.

Übrigens, mein neustes Projekt sind angekeimte Nüsse, die ich dann anschließend trocknen lasse. Davon gibt es noch gar keine Fotos. Das ist generell eine gute Sache. Wer sich für dieses Thema interessiert, empfehle ich einmal nach „Phytinsäure in Nüssen“ und nach „Enzyme in Nüssen aktivieren“ zu googeln. Zu diesem Projekt werde ich bestimmt ein anderes Mal schreiben.

Gebacken habe ich auch noch im Revodry. Ich habe Kräcker gemacht. Hier muss ich noch üben, denn das Flüssigkeitsverhältnis ist anders. Die Kurkuma-Rosmarin-Kräcker haben uns sehr gemundet.

So, jetzt bin ich am Ende meines Berichtes angekommen. Ich möchte den Revodry nicht mehr missen. Ein Dörrgerät ist sehr praktisch und er arbeitet sehr zuverlässig. Der Kaufpreis liegt bei 239 € und da spielt mit seiner Größe und den 6 Einschub-Möglichkeiten eher in der günstigen Liga mit.

Mein Fazit: ein extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Hier gebe ich euch noch den Link zum Shop von Ralf Brosius. Dort gibt es noch weitere Infos und ihr könnt natürlich einkaufen, sofern ihr da möchtet:

>> Revodry – hier kaufen *

Den Revoblend Hochleistungsmixer, den ich seit langer Zeit im Einsatz habe, könnt ihr auch direkt im Shop beziehen:
>> Revoblend – hier kaufen *

Meinen Erfahrungsbericht zum Revoblend könnt ihr hier nachlesen.

Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir unten in den Kommentaren. Wenn ihr eine Idee habt, was ich mal ausprobieren könnte mit meinem Revodry, schreibt es mir auch bitte. Solltet ihr Interesse an Rezepten haben, die ich bereits gemacht habe im Dörrgerät, lasst es mich wissen.

* Solltet ihr über meinen Link hier je einen Revodry erwerben, so erhalte ich eine kleine Provision. Einkünfte dieser Art nutze ich zur Kostendeckung meines Blogs. Aber das wisst ihr ja schon 😉

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