Einfaches Weizen-Dinkelbrot mit Ayran, Sesam und nur 1,5 g Hefe – Premiere!

Einfaches Weizen-Dinkel-Brot mit Ayran, geröstetem Sesam und nur 1,5 g Hefe

Einfaches Weizen-Dinkelbrot und das erste Rezept mit Weizen in meinem Blog!

Sieht dieses Weizen-Dinkelbrot nicht gigantisch aus? Jaaaaa, heute gibt es nach 6,5 Jahren bloggen eine echte Premiere. Dieses Brot hier ist nämlich das erste Rezept hier im Blog mit Weizen. Ich mache gesundheitlich auch in Sachen Weizen Fortschritte und ich musste unbedingt ein Brot mit Weizen testen. 🙂 Bereits letztes Jahr in Südamerika und auf unserer Kreuzfahrt bemerkte ich, dass ich dort das Weizengebäck vertrug. Erst einmal dachte ich, jaaaa du bist im Urlaub, entspannt und da verträgst Du ja immer mehr Lebensmittel als daheim. Auf diversen Auslandreisen habe ich dann immer wieder Weizenbrot und -brötchen probiert und sie vertragen. Nur zu Hause nicht. Also zu Hause die vom Bäcker nicht, denn selber hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit Weizen gebacken. Merkwürdig dachte ich mir so! Nein, eigentlich ist das nicht merkwürdig. Denn in vielen Ländern wird anders gebacken und vor allem der Weizen ist noch ursprünglicher als bei uns in Deutschland.

Den Härtetest habe ich dann letztes Jahr in Serbien gemacht. Dort gibt es phänomenal leckere Backwaren und natürlich alle mit Weizen gebacken. Ich habe nach Lust und Laune Backwaren gegessen und nichts, aber auch gar nichts ist passiert! Bei der Kenwood Küchenparty im Dezember war das Thema Brot und wir backten unter anderem mit Weizenmehl. Bei den leckeren Laugenstangen konnte ich nicht widerstehen und aß eine ganze davon. Wieder ging es mir gut danach. Also machte ich mich jetzt erneut ans Werk und probierte dieses Brot aus. Ich habe es super vertragen!

Inzwischen backe ich sehr gerne mit sehr wenig Hefe und dafür längeren Teig-Gehzeiten. Die Backwaren bekommen eine ganz andere Qualität und Geschmack. Mir war schon immer wichtig, dass ich gute Mehle verwende. Gerade bei Weizen und Dinkel ist mir das noch wichtiger. Ich meine auch, dass gerade glutenhaltige Backwaren mit wenig Hefe und dafür längerer Gär- bzw. Fermentierzeit für mich deutlich besser verträglich sind.

Das Rezept ist so einfach und das Brot war so gut, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte. Probiert es auch mal aus, ich finde es lohnt sich absolut. Ihr könnt den Teig Abends ansetzen und dann am nächsten Tag backen. Ist echt easy.

Ich bin mir absolut sicher, dass auch Backanfänger dieses Rezept toll hinbekommen und genau das gleiche Ergebnis wie ich erzielen. Ich habe mit Ayran gebacken. Ayran ist ein türkisches Joghurtgetränk. Eigentlich wollte ich Buttermilch nehmen, hatte ich aber nicht 😉 Da dann schon einen türkischen Einfluß in meinem Brotteig hatte, habe ich während des Faltens noch entschieden, ich gebe noch gerösteten Sesam dazu. Wow, das war nicht das letzte Mal. Gerösteter Sesam gibt ja so einen tollen Geschmack.

Den Teig habe ich insgesamt 14 Stunden gehen lassen. Dafür kommt er dann mit lediglich 1,5 g Hefe aus. Ich persönlich gebe meinen Teigen gerne viele Zeit. Dafür kommen sie dann eben auch mit so wenig Hefe aus. Für so Minimengen empfehle ich eine Feinwaage. Normale Küchenwaagen wiegen in so einem Niedriggramm-Bereich meistens total ungenau. Ich habe mir schon vor 2 Jahren eine für 10 € gekauft und die verrichtet fleissig ihren Dienst. Unten beim Bräter steht der Link.

Ich backe mein Brot ja entweder auf Stahl oder im Topf. Dieses hier ist im Topf gebacken und genau das solltet ihr auch tun. Inzwischen habe ich mir noch einen runden gußeisernen Bräter mit 25 cm Durchmesser angeschafft.  Auch die 25 cm Durchmesser sind perfekt. Darin lassen sich nämlich Teige mit 500 – 1000 g verbacken. Super Größe! Ursprünglich habe ich ihn nur zum Backen gekauft. Allerdings nutze ich ihn auch ständig zum Kochen 🙂 Das war eine absolut lohnende Investition zusätzlich zu meinem großen ovalen Bräter.

Ich habe diesen Bräter und diese Feinwaage gekauft. Für runde Brote verwende ich dieses Gärköbchen (um den Link zu sehen müsst ihr euren Popup-Blocker ausschalten):

TIPP: Habt ihr noch kein Gärkörbchen? Ihr könnt euch auf folgende Weise behelfen: Nehmt einfach ein Salatsieb, bemehlt ein sauberes Küchentuch (ohne Weichspüler), legt den Teigballen hinein und deckt ihn zu. Das klappt wunderbar und dann könnt ihr immer noch ein Gärkörbchen kaufen wenn ihr häufiger backt.

Ich werde euch ein anderes Mal über meine gesundheitlichen Fortschritten berichten. Dazu brauche ich eine ruhige Minute und den passenden Moment. Es fällt mir nicht immer einfach, über mich selbst zu schreiben. Der Augenblick wird aber sicher kommen und dann setze ich mich in Ruhe hin. Aktuell ernähre ich mich zu circa 50 Prozent glutenfrei und damit geht es mir sehr gut. Ich darf nicht zu viel Gluten essen, aber ich toleriere es wieder ziemlich gut. So kann es weitergehen.

Hier noch einmal ein Foto von dem Prachtstück:

Einfaches Weizen-Dinkel-Brot mit Ayran, geröstetem Sesam und nur 1,5 g Hefe

Einfaches Weizen-Dinkelbrot mit Ayran, Sesam und nur
Einfaches Weizen-Dinkel-Brot mit Ayran, geröstetem Sesam und nur 1,5 g Hefe
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Ich selbst achte auf gute Mehlqualität und kaufe nur Bio und gerne bei Mühlen. Das soll aber euch überlassen sein.
MENGE
1 Brot
VORBEREITUNG
10 Minuten
KOCH-/BACKZEIT
50 Minuten
RUHEZEIT
14 Stunden
SCHWIERIGKEIT
einfach
ZUTATEN
  • 1,5gFrischhefe
  • 210gWasser
  • 210gAyran oder Buttermilch (laktosefrei)
  • 100 gDinkelmehl Typ630
  • 500gWeizenmehl Typ550
  • 10gSalz
  • 2EL Mehl für das Gärkörbchen
OPTIONAL:
  • 1Handvollgeröstete Sesamsamen
  • 1StückBackpapier
ZUTATEN-ALTERNATIVEN

Den Sesam könnt ihr auch weglassen. Wenn ihr welchen nehmen wollt, nehmt geschälten Sesam und röstet ihn ohne Fett goldbraun in der Pfanne an.

Andere Samen oder Nüsse machen sich bestimmt auch toll in dem Brot.

Anstatt Ayran könnt ihr auch (laktosefreie) Buttermilch verwenden.

ZUBEREITUNG
  1. 1. Hefe sehr fein zerbröseln und in eine Rührschüssel geben.
  2. 2. Alle weiteren Zutaten direkt dazugeben und einwiegen. Die Flüssigkeiten habe ich daher direkt in Gramm angegeben.
  3. 3. Teig gut kneten bis er sich von der Schüssel löst. Das geht gut von Hand oder mit einer Küchenmaschine und Knethaken.
    Ich mache das in meiner Cooking Chef mit dem Profi-Teighaken auf Stufe "min" für 3 Minuten und Stufe 1 noch für 5 Minuten. Bei anderen Modellen einfach die Geschwindigkeit ähnlich einstellen.
  4. 4. Den Teig einfach in der Schüssel belassen und abdecken. Lasst ihn erst einmal für 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen. Ingesamt geht er 12 Stunden bei Raumtemperatur in der Schüssel und dann noch einmal 1 - 2 Stunden im Gärkörbchen.
  5. 5. In den ersten 4 Stunden streckt und faltet ihr den Teig so alle Stunde oder wenn ihr daran vorbeikommt. Minimum sind 2 Streck- und Dehnvorgänge. Für das Strecken packt ihr den Teig an einer Stelle an und zieht ihn so 10 - 20 cm hoch. Je nach dem wie weit er sich strecken lässt. Dann faltet ihr den langen Lappen einfach zur Mitte des Teigballens und drückt ihn leicht ein. Das macht ihr rings herum und dann lasst ihr ihn wieder in Ruhe. Geht der Teig in einer Rührschüssel, wäre es gut wenn sie einen richtigen Deckel hat. Die restlichen Stunden lasst ihr den Teig einfach in Ruhe in seiner Schüssel liegen.
  6. 6. Nach den 12 Stunden bemehlt ihr das Gärkörbchen. Den Teig gebt ihr auf die Arbeitsplatte und dort streckt und dehnt ihr ihn noch einmal von allen Seiten und formt einen runden Laib. Wenn gewünscht könnt ihr die runde glatte Seite noch in geröstetem Sesam wälzen. Dann legt ihr den Teig mit der runden Seite nach unten in das Gärkörbchen, deckt ihn mit einem Tuch ab und lasst ihn noch einmal 1 - 2 Stunden gehen. Eine Stunde mehr macht da nix.
  7. 7. Jetzt den Backofen samt Bräter auf 230 °C Ober-Unterhitze oder 210 °C Umluft vorheizen.
  8. 8. Ich stürze das Brot immer aus dem Garkörbchen auf ein Backpapier. Das muss man nicht unbedingt. Das Backpapier gewährleistet, dass nichts anbackt.
  9. 9. Das Brot samt Backpapier hebt ihr jetzt in den vorgeheizten Bräter, setzt den Deckel auf und backt es für 35 Minuten.
  10. 10. Danach den Deckel abnehmen und offennoch weitere 15 - 20 Minuten backen. Das Brot soll goldbraun sein.
  11. 11. Brot aus dem Ofen holen und auf einem Gitter ohne Backpapier abkühlen lassen. Frisches Brot ist so so so lecker! Gutes Gelingen!
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