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zuletzt geändert von ulla vor 4 Monaten
8 Teilnehmer
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    • #202117
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Hallo, liebe Community,

      es tut gut zu lesen, dass es noch andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie mir.

      Ich leide seit über 20Jahren an verschiedenen Unverträglichkeiten. Magen und Darm-Spiegelungen haben nie hilfreiche Ergebnisse gebracht. seit 5,5 Jahren habe ich nur noch 2 Lebensmittel zur Verfügung. Ich esse dreimal am Tag eine Handvoll Cashewkerne und Abends eine Portion Kartoffeln. Das wars. Da ich gekochte Kartoffeln nicht mehr sehen konnte, habe ich mir eine Heißluftfritteuse gekauft und esse nun seit 3 Jahren etwa, abends Kartoffeln aus der Heißluftfritteuse mit 2Tl Rapsöl und 1Prise Salz. Trinken kann ich ausschließlich stilles Wasser. Nicht mal ein Tee funktioniert. Selbst wenn ich mich an alles halte, bin ich ständig aufgebläht. Morgens ist es oft besonders schlimm. NEM vertrage ich so gut wie gar nicht. Ich stecke in einem Teufelskreis und weiß nicht mehr, wie ich da rauskommen soll. Selbst viele Bewegungen vermeide ich mittlerweile, weil mir alles sofort die Luft in den Magen treibt. An arbeiten gehen ist nicht zu denken und einen normalen Alltag habe ich nicht, auch wenn ich mich bemühe, da ich zwei Kinder habe.
      Durch ein Zentrum für seltene Erkrankungen wurde ein Mastzellaktivierungssyndrom diagnostiziert. Die Off-Label-Therapie hierfür hat jedoch keine Verbesserung gebracht. Dann wurde ein Dunbar-Syndrom festgestellt und ich wurde entsprechend operiert, aber auch das hat kaum Erfolg gebracht. Ich habe ein LeakyGut-Syndrom und verschieden Nährstoffmängel. Ich weiß einfach nicht mehr vor und zurück und hoffe, dass ich hier durch den ein oder anderen Tipp vielleicht noch Ideen bekomme, was ich tun kann. Selbst mein Arzt für seltene Erkrankungen weiß nicht mehr weiter. Er hat sich darauf eingelassen die Off-Label Therapie noch einmal zu testen. Die erste lief vor meiner Operation, als mein Magen Darm Bereich noch schlecht durchblutet war. Ich konnte ihn dazu überreden, es jetzt noch einmal zu versuchen und habe nun begonnen Ketotifen einzunehmen. Bringen tut es nichts bisher, aber zumindest vertrage ich es halbwegs. Kennt es noch jemand von euch, dass ihr „chemische“ Medikamente besser vertragt als alles, was „natürlich“ ist? Das ist doch verrückt. Ich kann mir das alles und wie ich da reingeraten bin nicht erklären und wünsche mir so sehr ein halbwegs normales Leben zurück. Ich habe alle Kochtrotzbücher und möchte so gerne einiges daraus herstellen! Eine Phase lang ging mal die SourCream aus Hanfsamen. Einfach nur einen Dipp zu meinen Kartoffeln zu haben war schon ein Segen. Aber sehr bald wurde mir wieder schlecht davon und ich habe mich wahnsinnig aufgebläht.
      Jetzt habe ich einen Roman geschrieben, bitte entschuldigt. Falls jemand wirklich alles gelesen haben sollte, bin ich dankbar für absolut jeden Tipp, jeden Gedanken und jeglichen Austausch.

      Viele liebe Grüße

      Stephi

    • #202121
      MiriDi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 755
      Rang:

      Liebe Stephi,

      das klingt alles sehr gruselig und grausam, was du beschreibst. Das tut mir sehr leid!

      Leider kann ich dir in keinster Weise Tipps geben, da meine Unverträglichkeiten lange nicht so schlimm sind.

      Ich drücke dir aber ganz fest die Daumen, dass du noch Ideen bekommst und dir etwas davon weiter hilft.

      Alles Gute!!!!!!

      Miri

    • #202123
      Anti-Stress-Jess
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 862
      Rang:

      Hallo Stephi,

      bei meinem letzten Arztbesuch hatte ich die Befürchtung, dass alles auf die Psyche geschoben wird. Nicht, dass ich bei dir etwas auf die Psyche schieben würde, bin auch keine Medizinerin, aber ich bin als Betroffene (Neurodermitis, Laktoseintoleranz und HIT) immer dafür den Menschen als ganzes zu sehen und würde das psychische also auch nicht völlig ausschließen.
      Du schreibst nichts darüber.
      Deswegen frage ich: Hast du schon versucht es auch von der Seite anzugehen?
      LG,
      Elena

    • #202125
      Anti-Stress-Jess
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 862
      Rang:

      PS: Ich hatte für eine kurze Zeit eine Liste von 5 Lebensmitteln zur Wahl und das hat sich nicht gut angefühlt.

      Mir hat mein Glaube geholfen nicht zu verkrampfen, ruhig zu werden und positiv nach vorne zu sehen!

    • #202127
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Hallo Miri, hallo Elena,

      vielen Dank für eure Anteilnahme. Ja, grausam beschreibt es leider gut. Es ist gar kein normales Leben mehr möglich.
      Mein Bericht war ohnehin schon so lang, daher hatte ich einiges weggelassen. Ich bin absolut überzeugt davon, dass man Körper und Psyche nicht trennen kann. Und ja, ich habe bereits eine Psychotherapie gemacht.
      Aktuell versuche ich mich mit den Themen Achtsamkeit und Meditation auseinanderzusetzen und beides in meinen Alltag zu integrieren. Das ist nicht immer leicht. Und bei jedem Rückschlag frage ich mich, ob es mich überhaupt weiterbringen kann und ich mich nicht nur verzweifelt an sinnlose Strohhalme klammere. Nach so vielen Jahren und so vielen wirklich schlimmen Zuständen, inklusive von durchgehender Hyperemesis geprägten Schwangerschaften, ist das mit der Hoffnung nicht mehr so leicht. Aber ich will ein Leben haben! Ich will essen können. Der Will ist noch da!! Ich weiß nur gerade nicht mehr vor und zurück und was ich schrittweise tun kann, um wenigstens in kleinen Schritten voran zu kommen. Ich war auch bei zwei Heilpraktikerinnen. Aber bisher konnte mir nichts wirklich helfen.
      Vielen Dank für eure Antworten.

      Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend

    • #202129
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Elena,

      die Ruhe hat dir geholfen? Du schreibst, du „hattest“ eine kurze Liste mit Nahrungsmitteln. D.h. es hat sich verbessert?

      liebe Grüße

      • #202140
        Anti-Stress-Jess
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 862
        Rang:

        Hallo Joline,

        sorry, ich weiß gerade nicht genau wie du das meinst. “Ruhe” hatte ich glaube ich nicht erwähnt, aber Gelassenheit hilft mir!

        Und ja, ich habe inzwischen 10 Lebensmittel auf meiner persönlichen Verträglichkeitsliste!

    • #202144
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Hallo Elena,

      du schriebst „Mir hat mein Glaube geholfen nicht zu verkrampfen, ruhig zu werden und positiv nach vorne zu sehen!“.
      Diese innere Ruhe meinte ich damit. Ob du meinst, dass sie maßgeblich daran beteiligt war, dich ein Stück nach vorne zu bringen.

      Innere Ruhe ist bei so viel Verzweiflung schwer zu finden, aber ich gebe mir wirklich viel Mühe und bin noch nicht bereit aufzugeben.

      liebe Grüße

      Stephi

      • #202149
        Anti-Stress-Jess
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 862
        Rang:

        Hallo Stephi,

        Danke, jetzt weiß ich, was du meinst.

        Auf jeden Fall war es wichtig für mich ruhig zu werden, um nach vorn schauen zu können!

        Darf ich dir vielleicht eine Nachricht schicken, wenn mir noch etwas Gutes dazu einfällt?

        Gruß,

        Elena

    • #202155
      Steffi-KochTrotz
      KochTrotz-Team
      Kochlöffel: 9.597
      Rang:

      Liebe Joline,
      das lese ich natürlich auch nicht gerne, wie es dir seit Jahren geht und was du durchmachen musst. In den vorangegangenen Kommentaren sie schon viele hilfreiche Tipps enthalten. Ich kann Dir sagen und das wirst du nicht gerne hören: Du verschlimmerst alle Verträglichkeiten von Lebensmitteln enorm, isst du derartig eintönig. Ich weiß, du denkst, es gehen nicht mehr als diese beiden. Aber das ist in den seltensten Fällen so. Dein Körper im Gesamten ist über die Jahre natürlich extrem geschwächt und muss ganz sanft wieder aufgebaut werden. Das bedeutet: circa 1 x die Woche ein neues Lebensmittel testen. Jetzt welches kann das sein? Hier können fähige Kinesiologen helfen, diese auszutesten oder aber der große ImuPro-Test mit 270 Lebensmitteln. So kann festgestellt werden, an was man sich wagen kann und nicht. Im Gesamten ist wichtig, vorsichtig zu testen. Also nur kleine Mengen.
      Enorm wichtig und super ist deine Einstellung: Ich will wieder ein normales Leben. Diese Einstellung gibt dir Kraft, das auch zu erreichen. Ich denke auch, du brauchst hier die passende psychologische Unterstützung, gepaart mit Anleitungen für Deine Ernährung. Wenn Du magst, kann ich mir Gedanken machen, wir ich und mein Team Dich auf deinem Weg unterstützen können.
      Viele Grüße
      Steffi

    • #202157
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Liebe Steffi,

      ich danke dir sehr für deine Antwort. Ich bin irgendwie in diese Abwärtsspirale geraten. Ich habe mich vor Jahren homöopathisch behandeln lassen, was leider keinerlei Erfolg gebracht hatte. Gleichzeitig habe ich angefangen, wegzulassen, wovon es mir nicht gut ging. Das wurde über die Jahre immer mehr, aber mein damaliger Arzt hat mich da nicht gut beraten. Nach meinem heutigen Wissenstand würde ich sehr vieles ganz anders machen. Meinen Darm sanieren und ähnliches, als das alles noch funktioniert hätte. Heutzutage scheint mein Körper alles abzulehnen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich ansetzen soll. Alle paar Monate starte ich eine Versuch, mit z.B. zwei Reisnudeln oder einem Eigelb. Aber dann blähe ich mich schlagartig so auf, dass ich mich den Rest des Tages kaum bewegen kann und leide tagelang unter einem Blähbauch, Sodbrennen und zum Teil Übelkeit. Ich habe einen Alltag mit zwei Kindern und muss mir immer gut überlegen, an welchen Tagen ich ein solches “Risiko” überhaupt eingehen kann. Mittlerweile vermeide ich sogar schon bestimmte Bewegungen und meine Kinder trauen sich manchmal kaum, mich zu fest zu drücken beim Kuscheln. Das klingt jetzt etwas “verrückt” befürchte ich, aber ich habe immer nur versucht, irgendwie gut durch den Alltag zu kommen und immer mehr weggelassen, was mir zu “schaden” schien. Voller Motivation hatte ich mir vor ein paar Jahren deine beiden ersten Bücher gekauft und später auch das Backbuch und viel auf deinem Blog gelesen. Da mir kein Arzt helfen zu können scheint, will ich mir dringend selbst helfen. Aber leider scheint jeder Versuch zu scheitern bisher. Es ist alleine so unglaublich schwer herauszufinden, welchen Schritt ich wann am besten gehen soll. Ich hatte vor 1,5 Jahren eine so schlimmen Vitamin A Mangel, dass ich Erblindungserscheinigungen hatte. Aber selbst die öligen Tropfen mit Vitamin A, D usw. kann ich nicht täglich nehmen. Ich bin mir dessen sehr bewusst, dass das so wichtig wäre. Und auch, dass es falsch war, so gut wie alle Lebensmittel wegzulassen. Aber jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich bin und kann es nicht ungeschehen machen. Die Frage ist nur, wo setze ich am besten an? Erst NEM, egal wie? Oder erst eine sanfte Darmsanierung mit Bentonit und Flohsamenschalen? Das ging mal ein paar Tage und dann wieder nicht. Die Einnahme von Probiotika ist auch jedes Mal gescheitert. Oder müsste ich erst Lebensmittel testen?

      Ja, ich wäre unendlich dankbar, wenn ich dabei Unterstützung bekäme. Ich musste jetzt erstmal weinen, bei deinem Angebot. Vielen, vielen Dank.

      Viele liebe Grüße

      Stephi (Kann ich irgendwo meinen Nutzernamen ändern? Wenn ja, finde ich nicht wo. Ich hatte erstmal meinen Standardnutzernamen eingegeben, weil es Stephi meist schon gibt, aber vll wäre er in dieser Schreibweise ja doch frei gewesen)

    • #202159
      Joline
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 599
      Rang:

      Mir ist gerade noch etwas eingefallen. Bevor ich zuletzt ein Eigelb getestet habe, war kinesiologisch getestet worden, dass Eigelb funktionieren sollte. Hat es aber leider doch nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, aus meinen körperlichen Prozessen wird niemand mehr schlau. Insbesondere nicht aus meinem Magen-Darm-System.

      • #202161
        Steffi-KochTrotz
        KochTrotz-Team
        Kochlöffel: 9.597
        Rang:

        oft ist es der Zustand des Lebensmittels (gebraten, gekocht, gedämpft etc.), das über die erste Erfolge entscheidet. Reis ist leider nicht so arg gut geeignet für einen Test, da er sehr häufig belastet ist und auch innerhalb von Stunden anfängt zu verderben. Ich mach mir mal Gedanken.

      • #202168
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Ich habe vor vier Jahren tatsächlich mal einen Test wie ImmuPro machen lassen. Obwohl mein vorheriger Arzt mir stets gesagt hatte, dass das “Quatsch” ist und ich nur Geld verlieren würde. In der ausführlichen Beschreibung stand allerdings, dass sie nicht davon ausgehen, dass Lebensmittelunverträglichkeiten bei mir ausschlaggebend sind. Auch wenn durchaus ein paar Lebensmittel aufgeführt waren, die ich meiden sollte. Da ich zu dem Zeitpunkt ohnehin schon alles gemieden habe, habe ich mich mit der Tabelle dann nicht mehr ausgiebig beschäftigt. Ich habe sie jetzt direkt nochmal rausgesucht. Dort steht in der Tat, dass ich auf Eigelb verzichten soll. Allerdings hatte ich kurz zuvor ein paar Wochen, in denen ich Eigelb essen konnte und das auch in großen Mengen getan habe. Daher passte das für mich alles nicht so zusammen. Aber das sind genau diese Dinge. Ich bekomme hier und da eine Info oder eine Auswertung eines Tests oder einen Tipp. Aber dann bin ich alleine damit, probiere aus und weiß dann nicht weiter, weil ich jedes Mal an den Punkt komme, an dem es mir so schlecht geht, dass außer Vermeidung und heiße Wärmflasche auf den Bauch nichts mehr geht. Und die Ärzte wissen nicht weiter und sagen Dinge wie “Sie müssen sich einfach mal entspannen”. Vielleicht wäre das zu Beginn des Ganzen erfolgreich gewesen. Aber jetzt stecke ich zu tief in diesem Teufelskreis.

        Vielen Dank und ganz liebe Grüße

        Stephi

    • #202170
      Anti-Stress-Jess
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 862
      Rang:

      Es freut mich, dass du von Steffi Unterstützung bekommst, Stephi!

      • #202173
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Ja, und mich erst. Damit hatte ich so jetzt gar nicht gerechnet.

        Liebe Grüße

    • #202178
      Kathi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 536
      Rang:

      Hallo liebe Stephi

      Zuerst einmal herzlichen Dank für deinen offenen, ehrlichen Bericht. Ich schätze diesen Austausch sehr und denke, dass es noch einige andere Betroffene gibt, welche diese Beiträge mit grossem Interesse lesen, auch wenn sie nicht antworten. Mir ist es manchmal einfach ein Trost, zu lesen, dass es Leute gibt mit ähnlichen Leidensgeschichten. Deine Leidensgeschichte ist um einiges länger als meine. Aber ich kann dir so gut nachfühlen auch wenn ich nicht ganz so extrem eingeschränkt essen muss wie du. Ich vertrage noch 10 Lebensmittel und kämpfe seit bald zwei Jahren damit, dass ich nicht noch mehr weglassen muss. Alle Versuche Lebensmittel dazu zu nehmen scheitern. Ich habe den ImmuPro Test vor 1,5 Jahren gemacht und darauf noch mehr weggelassen, nämlich genau die Lebensmittel, die bei mir stark angezeigt haben. Mit dem Weglassen verschwand mein ständiger Durchfall und ich konnte meine 10kg Untergewicht wieder auffüttern. Aber leider habe ich seit dem mit keinem “verträglichen” Lebensmittel mehr Erfolg. Ich versuche es immer wieder mit ganz ähnlichen Folgen, wie du beschreibst. Manchmal bin ich auch über Wochen nicht in der Lage, etwas Neues auszuprobieren, weil ich ständig so starke Beschwerden habe. Manchmal geht ein Teelöffel Gemüse, aber sobald ich mehr nehme kippt meine Verdauung wieder. Eigentlich habe ich so ziemlich ein ähnliches Programm durchgemacht, wie du es oben beschreibst. Viele Sätze, die du oben geschrieben hast, könnten von mir sein. Nur wünsche ich dir so sehr, dass du auch ein paar Lebensmittel mehr vertragen könntest.

      Ich probiere trotz allem immer wieder Kleinstmengen z.B. von Süsskartoffeln, Pastinaken, Heidelbeeren, Kochbananen usw. einfach mit der Hoffnung, dass es irgendwann wieder aufwärts geht. NEM vertrage ich wenigstens ViD-Tropfen aber sonst geht auch gar nichts.

      Es wäre so super, wenn Steffi und ihr Team dir weiterhelfen könnten. Bitte lass es uns wissen. Ich wünsche dir alles Gute.

      Liebe Grüsse

      Kathi

      • #202182
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Kathi,

        auch wenn es einen nicht weiterbringt, dass es andere Betroffene gibt, ist es in der Tat ein kleiner Trost, zu sehen, dass man damit nicht ganz alleine ist. Persönlich kennen tue ich niemanden, dem es so geht wir mir oder auch nur ansatzweise so ähnlich. Daher ist ein solches Forum wirklich Gold wert und ich bin dankbar dafür. Ich träume davon ein paar mehr Lebensmittel zu vertragen, aus denen ich dann auch mal wieder “komplexe Mahlzeiten” herstellen kann. Vll. ein Brot. Sowas fehlt mir sehr. Vor etwa vier Jahren wurde ich operiert. Ich hatte ein Dunbar-Syndrom. Ich weiß nicht, ob das jemandem hier etwas sagt. Eines der größten Gefäße im Bauchraum war durch ein Band, das das Zwerchfell an der Wirbelsäule aufhängt, abgeschnürt. Sie mussten das Gefäß wieder freilegen, weil die Durchblutung meines oberen Magen-Darm-Traktes dadurch wohl sehr gestört war. Ich hatte unendlich viel Hoffnung damals, dass das die ersehnte Lösung des Rätsels ist. Die Ärzte waren sich da sicher und mein Arzt für seltene Erkrankungen hatte mich schon gefragt, ob er meinen Fall dann veröffentlichen darf. Erst ging es mir postoperativ nicht so gut. Dann wurde es tatsächlich für eine kurze Zeit von etwa 6-7 Wochen besser. Ich war richtig mutig. Habe verschiedenste Rezepte aus Steffis Büchern getestet und sogar ein Brot gebacken. Und dann, von einen Tag auf den anderen, ging es mir wieder richtig, richtig schlimm, über Monate und hat sich seit dem nicht wieder gebessert. So sehr ich auch gekämpft habe. Diese paar Wochen waren wie ein Traum und ich dachte, jetzt geht es immer weiter aufwärts. Vielleicht habe ich damals zu schnell zu viel getestet. Ich war auch damit ja wieder allein gelassen. Und die Ärzte sagten, ich kann jetzt einfach wieder normal essen. Das Problem sei ja behoben. Ich verstehe nicht, warum seit dem selbst die kleinsten Versuche scheitern. Die Sourcream aus Hanfsamen beispielsweise, die so eine tolle Soße zu meinen Kartoffeln war…jeder neue Versuch ist gescheitert. Oder pürierter Hokkaidokürbis mit ein paar Tropfen Essig. Das ging in diesen wenigen Wochen auch. Jetzt habe ich länger nichts versucht. Weil alle Versuche mittlerweile natürlich schon angstbesetzt sind. Natürlich ist das kontraproduktiv, aber wie soll ich das abstellen nach so vielen Jahren und so vielen Rückschlägen? Im Dezember war ich krank. Da war ich nochmal mutig und mein Mann hat mir eine ganz rudimentäre, klare Brühe gekocht. Aus Rinderknochen, Sellerie und Möhre. Dem Himmel sei dank, ging es ein paar Tage und hat mir so gut getan. Ich habe täglich zwei kleine Tassen davon getrunken und dann ging es mit den Beschwerden aber wieder los. Ich verstehe das nicht.

        Ich wünsche dir auch alles Gute und werde selbstverständlich berichten, wie es weitergeht.

        Viele liebe Grüße

        Stephi

    • #202184
      ulla
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.834
      Rang:

      <hr />

      Moin Stephi..erstmal finde ich es toll das du den Weg zu kochtrotz gefunden hast..ich bin von meiner Ernährung zwar eingeschränkt kann aber mittlerweile  wieder sehr schöne Rezepte backen und kochen..meine Beschwerden liegen eher im körperlichen schmerzhaften Bereich..du schreibst soviel über den Doc für seltene Erkrankungen und das es dir nach der OP etwas besser ging..würde denn getestet ob die verschnürung nicht nochmal wieder aufgetreten ist nach der OP?anscheinend ging es dir ja ein paar Wochen gut und solche verschnürungen können ja mehrmals auftreten..ich hoffe sehr das du jemanden findest der dir helfen kann wieder ein Leben mit weniger Einschränkungen zu leben..dein Geist scheint wirklich mittlerweile vor allen Lebensmitteln Angst zu haben und wichtig wäre es jemanden zu finden der die diese Angst nehmen kann damit du wieder offen für neue Nahrungsmittel bist..warst du denn schon Mal in einer Klinik für Ernährung wo man die helfen könnte dich schrittweise an Nahrung Heranzutaten die für dich verträglich sein könnte?dann waarest du nicht so allein und hattest gleichzeitig Hilfe..hast du Hobbys die dich eventuell von dem Gedankenkarussell ablenken können?ich glaube es wäre sehr wichtig für dich sich auch mit anderen Themen zu beschäftigen als nur an dem Gedanken zu hängen was wieder passiert wenn du etwas isst von dem du denkst das es dich wieder aufbläht,…leider kann ich dir da auch keine wertvollen Tipps geben hoffe aber das aus deiner Abwärtsspirale eine Aufwärtsspirale wird..toitoitoi.drücke dir ganz feste die Daumen..PS..als deine pro bleme mit dem aufblähen angefangen haben gab’s da ein Schlüsselerlebnis in deinem Werdegang?❣️LG ulla

      • #202191
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Ulla,

        ja, ich war zweimal in gewissen Abständen zur Kontrolle und das Gefäß lag beide Male weiterhin frei. Es hat sich also nicht wieder eingeschnürt. Meine Beschwerden liegen ja ebenfalls im körperlichen Bereich. Ganz extrem ist die Luft in meinem Magen. So stark, dass ich mich teils kaum bewegen kann. Ich muss permanent aufstoßen, weshalb ich mich aus allem rausziehe, da mir das vor anderen sehr unangenehm ist. Dann kommt manchmal Übelkeit hinzu und manchmal auch Schmerzen. Seit einigen Jahren habe ich einen starken Druck im rechten Oberbauch zusätzlich, der sich enorm verstärkt, wenn ich längere Zeit stehe oder gehe, also auf den Beinen bin. Da hat nur mal eine Arzt “schnell” mit dem Ultraschallgerät auf die Leber geguckt vor 2-3 Jahren. Da war so nichts auffälliges zu sehen. Ja, ich beschäftige mich bewusst mit anderen Themen und habe angefangen zu schreiben, um ein Hobby zu haben, das wetterunabhängig ist und auch fast schon Zustandunabhängig, weil ich das auch mit der Wärmflasche auf dem Bauch im Bett machen kann. ;-) Und dann habe ich ja meine zwei Kinder. Sie sind einerseits teils Ablenkung und teils merke ich Zusammenhang mit ihnen aber auch, was ich alles nicht machen kann mit den beiden.

        Über ein auslösendes Ereignis habe ich schon so wahnsinnig oft nachgedacht. Das war natürlich in der Therapie Thema und auch beim Homöopathen, genauso wie bei der Heilpraktikerin. Aber ich finde da nichts, was so eindeutig auslösend sein könnte. Aber vielen Dank, für deine Worte, Gedanken und Hinweise. Der Austausch ist sehr wertvoll.

        Liebe Grüße

        Stephi

    • #202193
      ulla
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.834
      Rang:

      Moin stephi.dann hast du ja schon sehr viel versucht und mir würde im Moment auch nicht mehr einfallen..ausser..hast du Mal deine Zähne auf Schadstoffe untersuchen lassen?ganz viele der Beschwerden die du hast können auch durch unverträgliche Zahnfüllungen ausgelöst werden..ansonsten schicke ich dir eine dicke Umarmung und ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen..bei allem was im Leben passiert ist das wichtigste das positive denken nicht zu verlieren..ich sitze seit 10 Jahren im Rollstuhl und geniesse trotz allem jeden tag.jeden Sonnenstrahl jedes Vogelgezwitscher und das ich eine Familie habe die mich nicht verhätschelt sondern mich immer wieder vor Herausforderungen stellt die ich annehme und zu 95 Prozent auch Meister..du schaffst das und darfst den Mut nicht verlieren..begegne dir selbst morgens mit einem Lächeln und liebe dich selbst.dann fällt es deinem Umfeld leichter auch mit deinen Einschränkung en umzugehen..alles liebe für dich🥰LG ulla

      • #202220
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Ulla,

        meine Zähne habe ich in dieser Hinsicht tatsächlich noch nicht untersuchen lassen. Ich habe auch leider einen Zahnarzt, der so eine Anfrage eher belächeln würde. Als er mein letzte Amalgam-Füllung vor ein paar Jahren entfernt hat, hatte ich ihn gefragt, ob er das mit so einem Kofferdamm macht usw. Da hat er mich schief angesehen und mir erklärt, was für ein Quatsch das ist. Ich habe es dann so machen lassen, weil ich mir doof vorkam, deswegen aufzustehen und zu gehen. Meine Beschwerden hatte ich allerdings lange vorher schon. Trotzdem wäre es vielleicht besser gewesen, es nicht so machen zu lassen. Ich weiß es nicht.

        Dann hast du ja ein zweites sehr großes Päckchen zu tragen. Hut ab, dass du trotzdem so positiv bleiben kannst. Ich gebe mir viel Mühe und bin wirklich hochgradig motiviert, es aus diesem Teufelskreis zu schaffen. So kann es einfach nicht bleiben. Es kommen ja auch immer weitere Folgeerscheinungen hinzu. Wie die Erblindungserscheinungen, Haarausfall, weiche Nägel, ständig Zahnfleischentzündungen, Ohrendruck, Tinnitus, Knieschmerzen (weil es nach einem Fahrradsturz nicht geschafft hat, richtig zu regenerieren) … So würde ich ja nicht so alt werde, wenn es so bleibt. Es MUSS sich verändern und verbessern! Sicher werde ich niemals mehr eine Pizza bestellen können. Aber aus Mehl aus Steffis Shop herstellen, mit Kürbissoße und vll Zucchini drauf, sowas wäre schon traumhaft. ;-)

        Vielen Dank für deine lieben, motivierenden Worte.

        Von Herzen die allerliebsten Grüße

        Stephi

    • #202223
      ulla
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.834
      Rang:

      Moin Stephi..leider gibt es das immer wieder das Ärzte das belächeln aber eine Koffersperre wäre besser gewesen.das wäre für mich ein Grund den Zahnarzt zu wechseln..ich habe eine bekannte der es ähnlich ging wie dir und die ein jahrelanges marthirium hinter sich gebracht hat..dann hat sie alle Porzellanfüllungen Amalgam und Kunststoffimplantate entfernen lassen und fast schlagartig kaum noch Allergien Unverträglichkeiten und Nervenschmerzen mehr gehabt und sogar die Haare haben wieder angefangen Dichter zu werden..heute hat sie zwar ein Teilgebiss aber ist glücklich wieder. Essen zu können und sich zu bewegen.da hat sie Glück gehabt in Mainz mit ihrem zahnarzt.vielleicht suchst du dir Mal ne neuen der auch Schadstoffanalysen durchführen kann .du sollst ja nicht gleich alle Zähne rausreißen lassen aber alles was nix taugt..das war der Grund warum ich die Zähne bei dir im Verdacht habe..informiere dich Mal im Internet über Schadstoffanalysen der Zähne und welcher Arzt das ggf macht..mehr kann ich dir da leider auch nicht raten hoffe aber das du die öhrchen oben behältst🥰🍀🍀🍀LG ulla

      • #202231
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Ulla,

        ach Wahnsinn. Das hat deiner Bekannten tatsächlich so extrem viel gebracht? Das hätte ich jetzt nicht erwartet in so einem Ausmaß. Ich werde das Thema mal googeln und recherchieren. Die Frage ist dann vermutlich auch wieder, was man da alles selbst zahlen muss und was es dann kostet. Ich denke ja leider oft “krank sein muss man sich echt leisten können”. Ich versuche nicht darüber nachzudenken, was ich schon alles an Geld investiert habe in Homöopathie, Osteopathie, Akupunktur, Analysen von Stuhl und Blut und und und. Und da ich leider keine Kraft mehr habe, woher auch, gehe ich ja nicht mehr arbeiten und mein Mann ist Alleinverdiener. Selbstverständlich ist mir alles, was nur irgendwie helfen kann jeden Cent wert!!! Das ist ja keine Frage. Wir müssen nur immer gucken, was ich wann wie machen lassen kann und wie es passt mit dem Geld. Und bisher haben die vielen Investitionen ja leider nie irgendwas gebracht, weshalb ich immer gut überlege, was ich als nächstes mache. Das Medikament, das ich gerade testen soll, ist rein Schulmedizinisch, aber da offlabel muss ich es auch selbst zahlen. Viele hie werden das sicher gut kennen, dass man immer selbst investiert, auch gerne, das immer die Hoffnung mitschwingt, endlich einen Schritt weiterzukommen. Und dennoch, muss jede Ausgabe auch gut überlegt sein.

        Viele liebe Grüße

        Stephi

    • #202227
      Sabrina
      KochTrotz-Team
      Kochlöffel: 9.322
      Rang:

      Liebe Stephi,

      oweia, dein Zahnarzt klingt ja gar nicht mal so nett – hast du mal deine Krankenkasse gebeten, dir zu helfen, einen anderen Zahnarzt zu finden? Manchmal ist das sehr hilfreich :)

      • #202233
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Sabrina,

        ja, sehr nett fand ich das auch nicht. Ich war aber so vor den Kopf gestoßen, dass ich es einfach habe machen lassen. Naja, lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Ich habe es mal gegoogelt. Hier scheint es ein paar Zahnärzte zu geben, die Umweltzahnmedizin machen. Ich wohne in Köln. Da wird man bei fast allem fündig, was man sucht. ;-)

         

        Liebe Grüße

    • #202229
      Iris
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.004
      Rang:

      Hallo. Da habe ich ja mit meinem Zahnarzt richtig Glück gehabt. Er hat 12 Zähne von Amalgamfüllungen befreit mit allen Vorsichtsmaßnahmen. Ich wurde vorher zu einem Heilpraktiker geschickt, der mir Globoli zum Ausleiten gegeben hat.Aber meine Allergien und der Tinnitus sind mir trotzdem erhalten geblieben.Die Hoffnung hatte der Zahnarzt mir gemacht,das es danach besser wird.

      • #202235
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Liebe Iris,

        wie schade, dass es nicht geholfen hat. Das wäre natürlich meine Angst, dass ich viel Geld investiere und alle Nerven, die solche Zahnbehandlungen ja auch kosten und dann hilft es am Ende nicht. Aber ich nehme jetzt erstmal weiter mein Medikament, von dem mir bisher leider nur schlecht wird. Und dann warte ich mal ab, was Steffi noch einfallen mag.

        Liebe Grüße

        Stephi

    • #202241
      Iris
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.004
      Rang:

      Ich drück dir die Daumen Joline.

    • #202256
      ulla
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.834
      Rang:

      Moin du ja leider musste meine Freundin das auch alles selbst bezahlen.gott sei Dank sind die ganz gut besucht aber es gibt ja nicht nur Besserverdiener und sie war soweit ich informiert bin mit 15.000 Euro dabei..müsste vorher auch einiges zum ausleihen nehmen und danach kamen noch Infusionen um den Körper 1x komplett zu entgiften..das war eine ganz schöne Tortur aber wenigstens hat es sich bei ihr gelohnt..ich hoffe du findest das für dich passende damit du auch Mal wieder ein halbwegs normales Leben führen kannst🥰LG ulla

      • #202275
        Joline
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 599
        Rang:

        Hallo Ulla,

        ach du meine Güte. Wir gehören leider definitiv nicht zu den Besserverdienern. Ich schaffe es leider gar nicht arbeiten zu gehen und mein Mann ist dementsprechend Alleinverdiener. So eine hochpreisige Rundumerneuerung könnte ich mir gar nicht leisten. Zumal ich ja nicht wüsste, ob es mir hilft. Hätte ich eine Garantie, würde ich mir natürlich auch Geld irgendwo leihen. Klar. Aber so muss ich immer Stück für Stück gucken, was ich machen und investieren kann.

        Liebe Grüße

        Stephi

    • #202277
      ulla
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 1.834
      Rang:

      Moin Stephi..kann ich gut verstehen..ich bin ja auch erwerbsunfähig bereitet und mein Mann Alleinverdiener..da würde so eine Summe für uns auch ein Problem darstellen.aber du wirst deinen Weg finden da bin ich mir sicher..alles gute für dich🍀🍀🍀

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