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    • #197355
      Angi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 762
      Rang:

      Ihr Lieben,

      ich hoffe auf eure Erfahrungen in Sachen Diagnostik, da ich nun schon lange auf der Suche nach den Ursachen meiner Probleme bin, aber kaum ein Arzt sich mal zuständig fühlt, da die Symptome so vielfältig sind und sich in keine Fachrichtung pressen lassen.

      Ich habe morgen Check up beim Hausarzt und Vorgespräch zur Darmspiegelung beim Gastrenterologen.
      Nahrungsmittelallergie ist ausgeschlossen, Laktose, Fruktose, Sorbit ist negativ.
      Zöliakie und M. Crohn soll es auch nicht sein.
      Ich habe die KochTrotz Verträglichkeitsliste durchgearbeitet und vermute als Auslöser Histamin und/oder Salicylat (ich reagiere auch heftig auf Kosmetika). Allerdings ist es Mal echt heftig und mal merke ich relativ wenig, obwohl ich dieselben Sachen esse. Ich lasse schon vieles weg, was gar nicht geht. Soja, Geräuchertes, Schimmelkäse, lang gereiften Käse, Essig, Alkohol, Kaffee, die meisten Tees, etliche Gewürze usw. Leider führt das nicht dazu, dass es mir wirklich gut geht.
      Habe die leise Vermutung, dass es vielleicht ein Mastzellaktivierungssyndrom sein könnte.
      Ach, da fällt mir ein, es wurde auch mal ein Bluttest auf Histamin gemacht. Der Wert war unterhalb der Grenze. Allerdings hatte ich die drei Tage davor jeweils zu den Mahlzeiten Daosin eingenommen, um auszuprobieren, wie ich damit klar komme, ob sich irgendwas bessert, was leider nicht der Fall war. Das Blut abgenommen werden sollte war vorher nicht abgesprochen. Ich habe das gesagt. Antwort: das ist nicht wichtig, das hat keinen Einfluss. Ist das so? Hat Daosin keinen Einfluss auf den Blutwert? Für mich schwer vorstellbar. Antihistaminika habe ich auch mal ausprobiert ein paar Tage lang, als es wieder schlimm war, aber eine wirklich Besserung habe ich nicht bemerkt. :negative:

      Es sind komischerweise auch noch nie erhöhte Entzündungswerte festgestellt worden, obwohl es sich an manchen Tagen so anfühlt als hätte ich eine Ganzkörperentzündung. :wacko:

      Habe überlegt einen Provokationstest mit Salicylat vorzuschlagen. Und bei der Darmspiegelung sollen aus den entzündeten Bereichen (bei der ersten Darm- und Magenspiegelung wurden einzelne entzündete “Flecken“ vorgefunden, die sich aber lt. Arzt in Abheilung befanden) Biopsien genommen und auf entartete Mastzellen untersucht werden, als ersten Hinweis auf ein Mastzellaktivierungssyndrom.
      Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass da irgendwas in Abheilung ist so wie sich mein Bauch fast dauerhaft anfühlt. Magengrummeln, Sodbrennen, Krämpfe, Blähungen, manchmal sehe ich nach Mahlzeiten aus wie im fünften sechsten Monat der Schwangerschaft und das nicht weil ich so viel gegessen habe…

      Daneben habe ich in der Hauptsache fast ständig eine zugeschwollene Nase (manchmal geht sie direkt beim Essen innerhalb von Sekunden zu) und auch trockene, brennende, tränende Augen, teilweise Sehstörungen und Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen, sehr trockene Haut, zur Zeit dauernd Kopfschmerzen (kenne ich sonst eher gar nicht, nehme ich etwas ein geht es mir mit der Verdauung wieder total schlecht und die Kopfschmerzen habe ich weiterhin…), extreme Müdigkeit (wie narkotisiert) nach manchen Mahlzeiten und wenn ich regelmäßig Soja esse bekomme ich heftige Gelenkschmerzen. 2014 war das so schlimm, dass das Großzehengrundgelenk operiert werden musste, weil es sich nicht mehr bewegen ließ. Extreme Arthrose. Frage des Arztes: Was haben sie gemacht? Tragen sie dauerhaft hohe Schuhe? Sowas habe ich in ihrem Alter (damals 39 Jahre) noch nie gesehen. Nein, trage ich nicht. Ich weiß es nicht. Gar nichts habe ich gemacht. Ich habe keinen Hallux valgus. Im Gelenk war so viel kaputt, dass der gesamte Knorpel und ein Teil vom Knochen mit entfernt werden musste (bzw. was davon übrig war) und ich jetzt komplette “Knochenglatze” dort habe.

      Dass die Gelenkschmerzen durch Soja (durch was sonst noch, kann ich nicht sagen) ausgelöst werden ist mir erst später aufgefallen, als ich nochmal in die Challenge (Vegan for Fit) gegangen bin. Die habe ich deswegen gemacht, weil ich irgendeine rheumatische Erkrankung vermutet hatte und durch Verzicht auf tierische Lebensmittel, Zucker und Weißmehl die Symptomatik runterfahren wollte. Das Gegenteil ist passiert. So extreme Gelenkprobleme hatte ich vorher nie.  Ich habe mehrere Male in den letzten Jahren vom Verzicht auf Soja zu Ernährung mit Soja gewechselt, immer mindestens mehrere Wochen, und das Ergebnis war immer das gleiche. Mit Soja heftige Muskel- und Gelenschmerzen, ohne Soja deutlich besser, aber leider auch nie ganz weg. Ich war auch schon beim Orthopäden und beim Rheumatologen. Habe zwar den positiven Blutwert für M. Bechterew (mein Vater hat das auch), aber der Rest der Diagnostik spricht gegen etwas rheumatisches. Rheumafaktoren sind negativ. Die Vermutung geht in Richtung Fibromyalgie. Aber die wird ja eben auch irgendeinen Grund haben.

      Es ist einfach seit Jahren eine neverending Story und leider fühlt sich kein Arzt so wirklich zuständig. Ich bin auch nicht der Patient, der ständig jammert und gehe ja auch brav arbeiten. Zu Hause ist es schließlich auch nicht besser und Arbeit lenkt ab…

      Was denkt ihr?

      Was macht in meiner Situation Sinn?

      Gibt es eine Diagnostik, die aus eurer Sicht zielführend wäre?

      Wer könnte ein weiterer geeigneter Ansprechpartner sein?

    • #197393
      Steffi-KochTrotz
      KochTrotz-Team
      Kochlöffel: 9.597
      Rang:

      Liebe Angela!
      Ich bin mir tatsächlich nicht so sicher, ob der Hausarzt plus Gastro die richtigen Ansprechpartner für deine wirklich sehr breiten Symptome sind. Zum einen kennen sie sich meist nicht vollumfänglich aus, zum anderen fällt es dann schwer zu kombinieren oder die erforderliche Detektivarbeit zu leisten. Und genau diese erscheint mir notwenig. Vermutlich hast du ein Thema mit Histamin, da ist bestimmt aber noch mehr. Ich würde die dazu raten: Schau einmal ob es in deiner Umgebung Fachärzte für Naturheilverfahren gibt, mit Betonung auf Ärzte und nicht Heilpraktiker. Diese Fachärzte sind in der Regel sehr geschult in komplexen Diagnosen, der Detektivarbeit und betrachten sie unsere Körper ganzheitlich. Das ist so wichtig, gerade bei Histaminthemen. Ich habe mit diesen ÄrztInnen immer wieder die besten Erfahrungen gemacht. Meist arbeiten sie auch teamorientiert und ziehen weitere Experten hinzu, sofern sie sich in den Themen selbst nicht gut genug auskennen.
      Alles Gute für Dich!

    • #197424
      Angi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 762
      Rang:

      Steffi – GROSSARTIG!

      Ich wusste gar nicht, dass es diese Fachrichtung bei Ärzten gibt und dass wir tatsächlich DREI bei uns in der ganz nahen Umgebung haben. Ich habe mir die Adressen und Telefonnummern schon rausgesucht und versuche morgen mal mein Glück dort.

      Ganz, ganz lieben Dank!!! :good: :good: :good:

    • #197539
      AnikaS
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 519
      Rang:

      Hallo Angi,

      da hast du ja wirklich ein ziemliches Päckchen zu tragen…

      Aus meiner Erfahrung sind die Darmflora und Nährstoffversorgung ein unfassbar großer und wichtiger Teil der Diagnostik und Behandlung bei Darmbeschwerden und Abgeschlagenheit. Das können in der Tat leider nur wenige Ärzte. Ich gehe auch zu einem Arzt mit Ernährungs- und Naturheilschwerpunkt (Privatpraxis). Zu deinen Haut- und Gelenkproblemen kann ich nichts sagen, aber die Schmerzen und Blähbauch, Müdigkeit etc. waren nach Darmsanierung und Nährstoffgaben (und leider auch sehr eingeschränkter Ernährung) deutlich besser. Und die Entdeckung der HIT letztlich die Rettung.

      Stress, Ängste, Depressionen usw. können aber natürlich auch ihren Teil beitragen. Meistens lohnt es sich, sich auch um die Psyche zu kümmern (Entspannung, ggf. auch Therapie etc.). Schon allein, weil man mit ungesundem Darm auch einfach nicht psychisch fit sein kann u.u. Das bedingt sich ja gegenseitig.

      Viel Glück beim Finden des/der richtigen Expert/in!

      Und gute Besserung!

       

      • #201642
        Steffi-KochTrotz
        KochTrotz-Team
        Kochlöffel: 9.597
        Rang:

        Ich hoffe sehr, dir wird gut und schnell geholfen.

    • #197588
      Angi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 762
      Rang:

      Hi Anika!

      Danke, dass du dir die Zeit genommen hast mir zu antworten. Darmflora und Nährstoffversorgung sind bestimmt wichtig. Wie würde man herausfinden, ob da was im argen liegt? Gibt’s spezielle Tests die du meinst?

      • #201644
        Steffi-KochTrotz
        KochTrotz-Team
        Kochlöffel: 9.597
        Rang:

        Ja, es gibt einige spezielle Tests. Machen auch die empfohlenen Ärzte oder Gastroenterologen.

    • #197609
      Marlene
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 721
      Rang:

      Hallo liebe Angi,

      Bezüglich Darmflora wurde bei mir eine Stuhlprobe untersucht, das war bei einer Fachärztin. Kosten für die Analyse trägt man aber selber.

      Bezüglich Nährstoffmangel ist eine Blutuntersuchung notwendig. Das hat mal die Hausärztin bei mir gemacht, aber nicht vollständig, nur einige Nährstoffe. Das macht aber ein Facharzt für Naturheilverfahren bzw Heilpraktiker auch.

      Ich wünsche gute Besserung.

      Und halte durch… :bye:

    • #197626
      Moni
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 560
      Rang:

      Liebe Angi
      hast du schon mal einen HPU Test gemacht und oder davon gehört? Du schreibst ganz viele Symtome welche mit sehr bekannt sind.
      Der Weg dort ist in Kurzform: Ernährung, Entgiften, Darmsanierung und aber vor allem Mikronährstoffe welche dir Fehlen. Es gibt hier eine tolle Webseite mit vielen informationen, http://www.hpuandyou.de
      Vielleich ein Ansatz der dir helfen könnte.
      Liebe Grüsse
      Moni

    • #197693
      Angi
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 762
      Rang:

      @Marlene und @Moni

      Ganz lieben Dank für eure Tipps. :good:

      Von HPU hatte ich noch nie gehört und werde mich Mal näher damit beschäftigen.

      Bei der Arztsuche habe ich festgestellt, dass der Professor in dessen Rheumatologiesprechstunde ich war auch Endokrinologe ist. Ich werde mal nachfragen, ob dort solche Untersuchungen also bzgl. DAO, HPU usw. auch durchgeführt werden.

      :-) :bye:

      • #197697
        Steffi-KochTrotz
        KochTrotz-Team
        Kochlöffel: 9.597
        Rang:

        In Deutschland kannst du die Ärzte, die HPU untersuchen mit der Stecknadel suchen. Das ist keine anerkannte Diagnose. Leider. Meine Ärztin hat den Test damals auf meinen Wunsch hin mit mir gemacht. Aber Heilpraktiker wirst du finden, die den Test machen werden.

         

    • #197699
      Moni
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 560
      Rang:

      Ja das ist leider so, Schulmedizinisch nicht anerkannt, auch bei uns in der Schweiz gibt es eine Handvoll Therapeuten die  HPU kennen und die sind alle ausgebucht. Sei also nicht entäuscht wenn der Arzt davon noch nichts gehört hat….
      Aber es lässt sich ganz viel selber abklären. Es gibt einen Online Fragebogen und der Test kann auch privat bestellt werden. Schau mal bei
      keac.de
      Das Labor befindet sich in den NL und der Test wird auch dorthin geschickt. Dann bekommst du per Mail die Antwort zugestellt.
      Die HPUler sind recht gut organisiert, fast wie hier bei Kochtrotz :heart: falls die Diagnose positiv ist gibt es Online Seminare als Starthilfe.

    • #201569
      AleksandraSanja
      Teilnehmer/in
      Kochlöffel: 510
      Rang:

      Hallo zusammen,

      Ich bin neu hier und neu in Deutschland. Ich komme aus Serbien. Ich habe klene Tochter 4 Jahre alt. Sie hat Milch Allergie, und versidene intoleranz. Sie hat der Schmerz in ihre Bauch, und verstopfung. Auch blähung.

      Stefi und Ihre website,und alle sind schönen Überraschung. Ich denke wir sind in der richtigen Stelle.

      Wir suchen gut Arzt.Können Sie bitte,  schreiben mir wer ist Ihre Arzt? Wir möchten in alles Deutschland gehen…nur damit sie  besser fühlt.

      Danke schön!

      Aleksandra

      • #201593
        Angi
        Teilnehmer/in
        Kochlöffel: 762
        Rang:

        Hallo Aleksandra,

         

        schön, dass du hier bist!

        Es tut mir sehr leid zu hören, dass deine kleine Tochter so leidet.

        Ich habe gesehen, dass ihr aus Sachsen-Anhalt kommt. Da kenne ich mich mit Ärzten gar nicht aus.

        Vielleicht kann euer Hausarzt euch zur Ernährungsberatung überweisen?

         

        Es hat dir möglicherweise noch niemand geantwortet, weil du hier unter einem anderen Thema geantwortet hast. Vielleicht erstellt du ein eigenes Thema und fragst noch mal direkt in die Gruppe? Es würde vielleicht auch helfen, wenn du euren Wohnort nennst, möglicherweise gibt es jemanden hier, der in der Nähe von euch Ärzte oder Therapeuten kennt, die helfen können? Und es wäre auch hilfreich, wenn du sagen könntest nach was für einem Arzt du suchst oder welche Art von Hilfe ihr braucht.

        Ganz liebe Grüße und alles Gute für euch – ganz besonders für deine Tochter!

        Angi

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